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Basketball : Aufholjagd nicht belohnt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Itzehoe Eagles verlieren in der 2. Bundesliga ProB mit 72:75 gegen den FC Schalke 04.

Eine sehr gute Ausgangsposition, eine wieder ausverkaufte Halle mit 700 Zuschauern, die noch stimmgewaltiger schienen als sonst – es war angerichtet für einen großen Schritt der Itzehoe Eagles in Richtung der Playoffs in der 2. Basketball-Bundesliga ProB. Aber das Ergebnis passte nicht: Gegen den FC Schalke 04 verlor das Team von Pat Elzie unnötig mit 72:75 (21:14, 20:25, 7:17, 24:19).

Einen heißen Tanz hatte der Eagles-Coach angekündigt, und er sollte Recht behalten. Den besseren Start erwischten die Gäste, die mehrfach zum Korb durchkamen. Die Eagles-Fans brauchten etwas Geduld: Traditionell standen die Zuschauer bis zum ersten Punkt der Gastgeber, und sie mussten drei Minuten warten, bis Nick Tienarend traf. Der Aufbauspieler war auch für die nächsten fünf Punkte der Eagles verantwortlich und brachte sie damit auf Kurs. Gute Verteidigungsaktionen wie ein spektakulärer Block von Kaimyn Pruitt wurden umgemünzt in schnelle Angriffe, das erste Viertel lief so, wie es sich die Itzehoer vorgestellt hatten.

„Nervös und völlig ohne Kontrolle“ habe sein Team begonnen, sagte Schalkes Coach Raphael Wilder. Aber mit der Zeit habe es Zugriff auf das Spiel bekommen. Die Defensive der Gäste machte es den Eagles schwerer, zu guten Würfen zu kommen, gleichzeitig hakte es im Zusammenspiel der Itzehoer. Schalke ging in Führung, aber nicht lange: Elzie stellte in einer Auszeit die Verteidigung um, Flavio Stückemann traf einen Sprungwurf und gleich darauf einen frechen Dreier aus dem Fastbreak nach einem Ballgewinn in der Verteidigung: 37:36 für die Eagles, und Qa'rraan Calhoun legte noch einmal nach mit einem Korb trotz Foul. Es reichte für eine 41:39-Halbzeitführung.

Ungefähr bei 70 Punkten wollten die Schalker die Gastgeber halten, das sei die Marschroute gewesen, sagte ihr Coach. Das klappte im dritten Viertel besonders gut, in dem die Eagles nur sieben Punkte erzielten: Ihnen unterliefen viele Fehler, die Würfe wollten einfach nicht fallen, und auch das vierte Foul von Kaimyn Pruitt bereitete Sorgen. Dennoch konnte Elzie ihn nur kurz vom Feld nehmen – er wurde gebraucht und vermied klug das fünfte Foul und damit das Ausscheiden. Dennoch, nach dem dritten Viertel führten die Gäste mit 56:48.

Bis auf 50:63 fielen die Eagles im Schlussabschnitt zurück, aber plötzlich ging es los: Ein Dreier von Frederik Henningsen, zwei Dreier kurz nacheinander von Qa'rraan Calhoun, immer dichter kamen die Gastgeber heran, die Halle kochte. Mit zwei Freiwürfen verkürzte Pruitt auf 66:67, Schalke erhöhte, dann die letzte Minute: Nach einem Schalker Foul stand auf der Anzeigetafel, dass sie noch keine fünf Mannschaftsfouls in diesem Viertel hatten. Der Anschreibebogen sagte etwas anderes, also Freiwürfe für die Eagles. Schalke legte vorsorglich Protest ein – diesen zu protokollieren, dauerte Minuten, was sowohl die Begeisterung im Team wie in der Halle zu dämpfen schien. Dennoch, die Eagles waren dran, aber die wichtigen Würfe trafen an diesem Abend die Schalker: Ein schwieriger Dreier unter Druck zum 67:72 saß, die Vorentscheidung. Stückemanns Dreier mit der Schlusssirene war nur noch Ergebniskosmetik.

„Die Zuschauer haben uns toll unterstützt, aber wir waren nicht in der Lage, Punkte zu machen“, sagte Elzie enttäuscht. Die Offensive habe gestottert, aber jetzt werde der Kopf nicht in den Sand gesteckt. „Wir haben immer noch die Chance, die Playoffs zu erreichen – und das werden wir auch schaffen mit unseren Fans im Rücken.“ Kommendes Wochenende stehen die Eagles vor einer schweren Partie bei den Iserlohn Kangaroos, doch die letzten beiden Partien der regulären Saison bestreiten sie am Lehmwohld gegen die Artland Dragons und Wedel.

Eagles: Qa'rraan Calhoun (20, 2 Dreier), Frederik Henningsen (14, 1 Dreier), Kaimyn Pruitt (12), Flavio Stückemann (11, 3 Dreier), Nick Tienarend (7, 1 Dreier), Johannes Konradt (5, 1 Dreier), Darren Galloway (2), Kosta Karamatskos (1), Yngve Jentz, Mayika Lungongo, Fabio Galiano.

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erstellt am 11.Feb.2017 | 05:26 Uhr

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