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Basketball : Aufholjagd beginnt zu spät

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

In der 2. Bundesliga ProB verpassen die SCI-Eagles die Play-Offs durch das 74:77 in Herten.

von
erstellt am 02.Mär.2015 | 04:59 Uhr

Wenn das Spiel doch nur ein wenig länger gewesen wäre. Die Aufholjagd der Sport-Club Itzehoe Eagles bei den Hertener Löwen kam etwas zu spät in Gang: Die Gastgeber gewannen die Partie der 2. Basketball-Bundesliga ProB mit 77:74 (17:12, 22:17, 17:13, 21:32). Und als einen Tag später Magdeburg die Dresden Titans knapp besiegte, stand fest: Es wird nichts mit den Play-Offs für die Eagles. Die Itzehoer müssen in den Play-Downs den Klassenerhalt schaffen.

In Herten fingen sie noch gut an. Schnell hätten sie es geschafft, den Gegner aus seinem Spielsystem zu bringen, sagte Coach Paul Larysz. Wie so oft in solchen Partien, in denen es um viel gehe, sei das Spiel schnell auf Eins-gegen-Eins-Situationen reduziert gewesen. Das Problem dabei: „Wir haben ungewohnte Schwächen gezeigt.“ Alle machten Fehler, selbst Leistungsträger Jonathon Williams erwischte vorne wie hinten einen schlechten Tag. Die Gastgeber dagegen nutzten ihren Heimvorteil und zogen teilweise mit aller Macht jenseits der Grenze des Erlaubten zum Korb. Auch die Rebound-Statistik ging klar an Herten.

„Wir haben viel zu zögerlich, zu verhalten gespielt“, stellte Larysz fest. Das ging bis ins zweite Viertel trotzdem noch halbwegs gut, der Rückstand betrug nur wenige Punkte. Dann ließ Herten mit drei Dreiern die Schere aufgehen, zur Halbzeit stand es 39:29 für die Gastgeber. Auf Eagles-Seite ragte in den ersten zwei Vierteln Renaldo Dixon mit 15 Punkten heraus.

Nach dem Wechsel wurde es zunächst nicht besser, sondern schlechter: Bis auf 17 Punkte wuchs der Rückstand an. Den Itzehoern unterliefen weiter Fehler, und sie bauten zu wenig auf Dixon und den ebenfalls sehr starken Adrian Breitlauch. Erst nach und nach setzte sich die Erkenntnis durch: Mit einfachem Kampf war bei den Löwen einiges möglich. Bis auf acht Punkte arbeiteten sich die Gäste heran, dann bekam Patrick Wischnewski ein unsportliches Foul angehängt. Herten machte das Beste daraus, traf die beiden Freiwürfe und im folgenden Ballbesitz einen Dreier.

Die Eagles verdauten den Rückschlag und kämpften sich im letzten Viertel heran bis auf 72:74. Doch die letzten Sekunden passten zum Verlauf des Spiels: Erst traf Herten einen Freiwurf zur Drei-Punkte-Führung, dann hatten die Eagles die Chance zum Ausgleich. Doch Kosta Karamatskos entschied sich acht Sekunden vor dem Ende für den freien Korbleger, während an der Dreierlinie die Schützen Breitlauch und Wischnewski warteten. Nochmal Foul der Eagles, ausgerechnet am besten Freiwerfer der Löwen. Der traf beide, aber einen Dreier zum Ausgleich bekamen die Itzehoer noch. Wieder lauerten Breitlauch und Wischnewski vergebens, der Ball ging zu Jonathon Williams, der an diesem Tag nicht traf.

Folge der Niederlage: Der Weg zum Klassenerhalt führt über die Play-Downs, die nach dem Heimspiel gegen Leipzig am kommenden Sonnabend nahtlos beginnen. Gegen jedes der drei anderen Teams, die dann die Plätze neun bis zwölf einnehmen, müssen die Eagles noch zweimal ran. Zunächst muss aber gegen Leipzig ein Sieg her: „Wir brauchen die Punkte“, sagt Larysz. Denn diese werden mitgenommen. Danach gelte es, sechs Mal so zu spielen und vor allem zu kämpfen wie in der Schlussphase in Herten.

Eagles: Adrian Breitlauch (22, 4 Dreier), Renaldo Dixon (21, 7 Rebounds), Jonathon Williams (14, 1 Dreier), Patrick Wischnewski (7, 2 Dreier), Kosta Karamatskos (7, 1 Dreier, 7 Assists), Robert Daugs (2), Clayfell Harris (1), Nick Tienarend, Johannes Konradt, Jeff Wherry.

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