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Reitsport : Auf der Erfolgsspur in Warendorf

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Lohbarbekerin Luisa Marie Losse kommt beim Bundes-Nachwuchs-Championat mit ihrem Verbandsteam auf Rang zwei.

Luisa Marie Losse, Mitglied im Reiterverein Breitenburg und startberechtigt für den Pferdesportverband Hannover, bleibt in der Erfolgsspur. Nachdem die 13-jährige Vielseitigkeitsreiterin aus Lohbarbek bei der „Goldenen Schärpe (Pferde)“ im Saarland Dritte geworden war und sich so für das Bundesnachwuchs-Championat qualifiziert hatte (unsere Zeitung berichtete), war sie auch in Warendorf erfolgreich. Mit dem Team der Hannoveraner landete sie auf Platz zwei. Unter den 44 Teilnehmern zählte Luisa Marie Losse zu den jüngsten Reitern, die sich im Laufen, Vormustern und hinsichtlich der theoretischen Kenntnisse sowie in Dressur, Stil-Springen und beim Stil-Geländereiten den kritischen Augen der Leistungsrichter stellten.

Wie bei der „Goldenen Schärpe“ gehörte sie auch auf der Anlage des „Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei“ auf sandigem Untergrund zu den besten Crossläufern. Sie beendete den Fitnesstest als schnellste weibliche Konkurrentin nach 8:20 Minuten mit der Wertnote 8.0. Vor ihr lagen nur noch drei männliche Teilnehmer. Hervorragende bis gute Wertnoten sammelte die Juniorin auch in der Theorie (9.50), im Vormustern (8.0), in der Dressur (7.3) und beim Stil-Geländeritt (8.50).

Für die sehenswerte Darbietung im Gelände bekam sie von Thies Kaspereit eine hervorragende Rückmeldung. Der Mannschaftsolympiasieger von 1988 in Seoul bescheinigte ihr, dass sie ihr noch junges Pferd „Alula“ (7-jährig) mit großer Übersicht über die Hindernisse geritten habe und dabei immer ausbalanciert gewesen sei und das richtige Tempo gehabt habe. Im Gespräch mit unserer Zeitung betonte ihre Heimtrainerin Maren Losse, dass die Anforderungen beim Geländeritt auf A**-Niveau um zwei Klassen höher gewesen wären als zuvor bei der „Goldenen Schärpe“ (A-Niveau). Das beträfe sowohl die technischen Schwierigkeiten als auch die Ausmaße der einzelnen Hindernisse, die „bis ans Limit ausgereizt“ waren. Maren Losse: „Das war der schwerste Geländeritt, den Luisa und ‚Alula’ je meistern mussten.“ Belohnt wurde er mit dem zwölften Rang, für den das Paar dann auch noch eine grüne Schleife bekam.

Weniger zufrieden war Luisa Marie Losse mit ihrem Ergebnis beim Stilspringen. Ihre Grundnote (7.2) reduzierte sich aufgrund des einen Abwurfs um 0.5 auf 6.7 Punkte. Geschuldet war der Patzer offenbar der Nervosität, von der sich die Reiterin nicht immer freimachen konnte. Ihrem Pferd bescheinigte sie deshalb auch: „Wo es ging, hat ‚Alula’ geholfen und gekämpft.“

Trotz der Negativstimmung nach dem Stilspringen: Für die Reiterin war der dreitägige Aufenthalt in Warendorf mit einem Pferd, das sie erst seit einem Jahr in der Vielseitigkeit reitet, „unter dem Strich positiv“. Neben „enormem Leistungsdruck“ habe es aber auch „viel Spaß“ gegeben.

„Zufrieden“ war auch Verbandstrainer Claus Erhorn, der Luisa Marie Losse deshalb mit nach Warendorf genommen hatte, damit seine Schülerin „Erfahrungen sammeln kann“. Im nächsten Jahr wäre sie aufgrund ihres jungen Alters dort ebenfalls startberechtigt.

Nun freut sich die Juniorin noch auf ein paar Turniere und auf den Herbst. Dann nämlich darf sie Ende November an einem Trainingstag bei Mannschafts-Welt- und -Europameisterin Janne Friederike Meyer im „Pferdesportzentrum Friedrichshulde“ (Hamburg) teilnehmen. Diesen hatte sich im Juli bei der Pferde- und Leistungsschau in Herfart als „Sonderpreis für den besten Stil des Jahrgangs 2000 und jünger“ bei einem Stilspringen der Klasse A* gewonnen.

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