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Segel-Bundesliga : Auf dem Bodensee durchgereicht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Itzehoer Seglervereinigung kommt in der Bundesliga-Regatta vor Überlingen nur auf Platz 15.

von
erstellt am 27.Sep.2015 | 04:49 Uhr

Überlingen am Bodensee wird dem Bundesligateam der Itzehoer Seglervereinigung (SVI) in schlechter Erinnerung bleiben. Bei der vorletzten Regatta der Bundesliga-Serie lief bei der SVI-Crew nur sehr wenig zusammen, was sich am Ende in Platz 15 ausdrückte. In der Bundesliga-Gesamttabelle fielen die Itzehoer auf Rang elf zurück und müssen nun beim letzten Event auf der Hamburger Außenalster Ende Oktober aufpassen, nicht auch noch auf die Relegationsplätze abzurutschen.

Bei Windstille lief am ersten Tag zunächst für alle Teams auf dem Bodensee nichts. Am Sonnabend war der Wind dann endlich da, dafür aber bei den Itzehoern zunächst die Luft raus. Erst gegen Abend hatten sich Steuermann Christian Soyka, Moritz Burmester, Hinnerk Müller und Sören Petersen auf die schwierigen Bedingungen eingestellt und hofften nach zwei zweiten Plätzen auf den Sonntag. Doch mit den noch heftiger blasenden Windböen mit Drehern um 40 Grad kam das Itzehoer Team wiederum nicht zurecht und wurde vom zehnten auf Platz 15 durchgereicht.

Das hatte Christian Soyka so natürlich nicht erwartet und übte etwas resigniert Selbstkritik: „Das Leistungsniveau hat sich so brutal verschärft, dass wir noch mehr machen müssen. In Überlingen war deutlich zu sehen, dass alte Hasen wie ich, den jungen Wilden Tribut zollen müssen.“ Die erfahrenen Segler seien hier von den jungen, die den ganzen Sommer auf dem Wasser waren, ausgebremst worden. „Wir müssen uns in der nächsten Saison anders aufstellen.“ Er selbst könne dann als Coach fungieren und vielleicht nur noch die Hälfte der Regatten an der Pinne sitzen, so Soyka. Am Boots-Speed habe es nicht gelegen. Verantwortlich für das schlechte Abschneiden sei eher taktisches Fehlverhalten am Start und das zu späte Erkennen der Windrichtungen gewesen. „Wir sind teilweise in Böen gesegelt, die sich dann wieder aufgelöst hatten. Das haben die anderen Teams eindeutig besser gemacht.“

Die Luft in der Tabelle wird nun dünner für die Itzehoer. Bis zum Relegationsplatz 13 sind es nur noch drei Punkte. Der komfortable Vorsprung ist also mächtig zusammengeschmolzen. „Wir müssen jetzt nach vorn schauen“, sagt Christian Soyka. „Auf der Alster kennen wir uns wesentlich besser aus als vor Überlingen, wo wir vorher noch nie gesegelt sind. Man sieht am Ergebnis (MSC Überlingen und Münchner Jachtclub lagen am Ende vorn), dass die süddeutschen Clubs dort im Vorteil waren.“ Auch Flensburg, Kiel und der noch amtierende Meister Norddeutscher Regattaverein hätten dort ihre Schwierigkeiten gehabt. „Wir werden die beiden Wochenenden vor der letzten Regatta intensiv auf der Alster trainieren, um wieder an die soliden Leistungen anzuknüpfen, mit denen wir auch in dieser Saison schon geglänzt haben.“ Dass am Ende der Klassenerhalt geschafft werde, sei eigentlich keine Frage, gibt sich Christian Soyka kämpferisch.

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