Leichtathletik : Anna Gehring holt DM-Silber über 5000m

Mit einem couragierten Lauf sicherte sich Anna Gehring (Nr. 111, Dritte von links) in einem starken Feld den zweiten Platz.
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Mit einem couragierten Lauf sicherte sich Anna Gehring (Nr. 111, Dritte von links) in einem starken Feld den zweiten Platz.

Bei der Deutschen Meisterschaft in Ohrdruff ist nur Sarah Kistner bei der WU20 schneller als die Itzehoerin. Nächstes Ziel ist die EM-Norm über 3000 m.

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07. Mai 2015, 04:39 Uhr

Bei den Deutschen Meisterschaften über 5000 Meter der weiblichen Jugend U20 im thüringischen Ohrdruf setzte sich mit Anne Gehring eine Itzehoerin ganz positiv in Szene. Als Zweite benötigte sie für die zwölfeinhalb Stadionrunden 16:45,49 Minuten. Schneller als die SCI-erin war nur noch Sarah Kistner (MTV Kroberg/Hessen), die 16:33,37 Minuten lief. Die Dritte Miriam Dattke (SC Brandenburg Berlin), benötigte 16:58,61.

Dabei stand die Itzehoerin erstmalig über die 5000m auf der Bahn an der Startlinie. Ein starkes Feld war gemeldet, wobei die Ausnahmeläuferin Alina Reh verletzungsbedingt fehlte. So war das Rennen offen. In Meisterschaftsrennen steht in der Regel die Platzierung im Vordergrund und nicht die Zeit. „Allerdings war es diesmal bei einigen Athletinnen anders, hat der DLV als Nominierungskriterium für die Europameisterschaft doch eine Zeit von 16:37 Minuten vorgelegt“, stellte SCI-Coach Andre Beltz die Besonderheit heraus.

Darauf wurde das Training von Anna Gehring auch ausgelegt. Die Vorbereitung verlief reibungslos und die Itzehoerin war erstmalig im DLV-Trainingslager. In den Osterferien wurden viele Kilometer in Zinnowitz absolviert

Nach dem Startschuss übernahm zunächst Anna Gehring die Initiative und machte auf den ersten 600 Metern Druck. Sie hielt sich an die abgesprochene Strategie und absolvierte die Stadionrunde in 1:20 Minuten. Im Anschluss übernahm Sarah Kistner die Spitze und lief weiter ein konstantes Tempo (1:20/min pro Runde; 3:20/min pro Kilometer).

Zunächst bildete sich ein Quintett, wobei zwei Athletinnen das Tempo nicht lange halten konnten und abreißen lassen mussten oder sogar aufgaben. Das verbliebene Trio drehte bis Kilometer vier gemeinsam seine Kreise, bis eine Tempoverschärfung von Kistner für eine Vorentscheidung sorgte. Miriam Dattke (Berlin) verlor an Boden und auch Anna Gehring hatte schwer zu kämpfen und musste 200 Meter später zur Führenden abreißen lassen. Kistner gewann somit in 16:33 Minuten das Rennen souverän vor der der 18-jährigen Itzehoerin, die glücklich und ziemlich kaputt nach 16:45 minuten die Ziellinie überquerte. 13 Sekunden nach ihr folgte dann die Athletin aus Berlin.

Trainer André Beltz zeigte sich zufrieden mit der Leistung von Anna: „Es war ein starkes Rennen von Anna. Schade, dass sie das Tempo auf dem letzten Kilometer nicht mitgehen konnte, aber für eine 3000  m-Spezialistin sind 5000  m halt ein bisschen zu lang.“ Auch die Läuferin selbst war nach dem Zieleinlauf zufrieden mit der Leistung und zeigte sich von „der plötzlichen Anstrengung“ überrascht, war das Tempo bis zum letzten Kilometer insgesamt doch noch gut zu laufen.

Nun gilt es, den Schwerpunkt wieder auf die Distanz von 3000 Metern zu legen, um hier die Qualifikations-Norm für die Europameisterschaft von 9:29 Minuten zu erfüllen.

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