In Darmstadt drittschnellste Deutsche U23-Läuferin : Anna Gehring für Cross-EM qualifiziert

Anna Gehring ist nach längerer Verletzungspause wieder da.
Anna Gehring ist nach längerer Verletzungspause wieder da.

Wiedereinstieg für Itzehoer Leichtathletin nach längerer Verletzungspause geglückt

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29. November 2017, 05:00 Uhr

Anna Gehring hat es geschafft. Nach längerer Verletzungspause durfte sich die Itzehoer Leichtathletin beim Darmstadt-Cross über einen geglückten Wiedereinstieg freuen: Als drittbeste Deutsche hat sich Gehring auf Anhieb für die Cross-Europameisterschaft am 10. Dezember in Samorin (Slowakei) qualifiziert.

In einem spannenden Rennen über die 6600m-Strecke lieferten sich an der Spitze die Ulmerin Alina Reh (21:23 min) und die Leverkusenerin Konstanze Klosterhalfen (21:25 min) ein Kopf-an-Kopf-Rennen, dass die Ulmerin hauchdünn für sich entschied. Ähnlich knapp ging es im Kampf um Platz vier zu, in dem Anna Gehring (23:05 min) ihre zukünftige Vereinskollegin vom ASV Köln Vera Coutellier (23:08 min) ebenfalls hauchdünn in die Schranken verwies. Dritte wurde mit Betty Chepkwony (22:45 min) eine Kenianerin, die mit der EM-Quali nichts zu tun hatte.

Für Anna Gehring war es das letzte Rennen für den SC Itzehoe – sie wechselt bekanntlich zum ASV Köln (wir berichteten). Mit zwölf Jahren hatte sie mit der Leichtathletik im SCI begonnen und blickt auf neun äußerst erfolgreiche Jahre zurück. Trotzdem war sie nach ihrer Verletzungspause in Darmstadt so nervös wie nie vor einem Rennen. „Aber es ist alles gut gegangen“ freute sich Gehrung hinterher. Es habe super viel Spaß gemacht, nach der ganzen Zeit endlich mal wieder in einem Wettkampf rennen zu können. Dass sie als drittschnellste deutsche U23 Athletin zur Cross-EM fahren darf, war vorher nicht zu erwarten. Aber Gehring hat sich wieder herangekämpft, auch wenn der Rückstand auf Reh und Klosterhalfen mehr als eine Minute betrug. In zwei Wochen wird sie nun in der Slowakei wieder angreifen.

Mit Mia Böthern sorgte auch eine zweite Itzehoerin in Darmstadt für Furore. In der U16-Konkurrenz über 2500m wurde Böthern in 8.55 min Dritte. Im Foto-Finish des hyper-spannenden Rennens waren die beiden vor ihr liegenden Athletinnen nur eine Zehntelsekunde schneller, aber auch die Vierte lag mit dem gleichen Rückstand nur eine Haarspitze hinter Böthern.

Für Tarje Mohrdieck (14:04 min) und Malte Schmidt(14:54 min) lief es im U18-Wettbewerb über 4400m nicht ganz so gut. Mohrdiek beendete das stark besetzte Rennen aber immerhin auf einem respektablen achten Rang und auch Schmidt schlug sich als 18. von 31 Startern besser als es das Ergebnis ausdrückt. Zum Vergleich: der Sieger war nur knapp eineinhalb Minuten schneller.

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