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Fielmann-Westküstenturnier : Andre Albers entscheidet das Finale

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

FC Reher/Puls gewinnt das Endspiel mit 2:1 gegen den FC Itzehoe.

von
erstellt am 23.Dez.2013 | 05:03 Uhr

Der FC Reher/Puls wurde seinem Ruf als Hallenspezialist gerecht und sicherte sich am Sonnabend-Abend den Sieg im Fielmann-Westküstenturnier um den Rundschau-Pokal. Vor vollen Rängen gewann das Team von Trainer Hans-Heinrich Fischer das Finale in der Itzehoer Lehmwohldhalle gegen den FC Itzehoe mit 2:1 und holte sich neben der Trophäe auch den Siegerscheck in Höhe von 1500 Euro. Außerdem können sich die Nord-Steinburger erster Futsal-Kreismeister nennen.

Insgesamt war bei dem von Rot-Weiß Kiebitzreihe ausgerichteten Event alles vorzüglich gelaufen, auch die erstmals angewandten Futsal-Regeln haben sich bewährt. „Ich hatte im Vorfeld so einige Befürchtungen, was das Regelwerk angeht“, resümierte RWK-Coach Uwe Clasen. „Aber ich bin angenehm überrascht. Die Mannschaften sind sehr diszipliniert damit umgegangen und auch die Schiedsrichter haben es gut gemacht.“

Verdientermaßen waren die beiden stärksten Mannschaften des Turniers in das Endspiel eingezogen. Zunächst hatten die Itzehoer die erste Chance durch Bara und gingen dann auch in Führung, als Hasan Mercan einen an ihm selbst verwirkten Neunmeter souverän zum 1:0 (3.) verwandelte. Reher/Puls mühte sich, kam aber zunächst nicht erfolgversprechend vor das FCI-Tor. Stattdessen scheiterte auf der Gegenseite Patrick Griesbach bei einem Hochkaräter an Rehers starkem Torhüter Christoph Rohwedder. Nachdem der FCI einige weitere vielversprechende Aktionen nicht konsequent zu Ende gespielt hatte, gelang Thies Göttsche dann aber doch noch der 1:1-Ausgleich (9.). Zuvor hatte der FCI das Leder im Spielaufbau verloren. Als viele in der letzten der zehn Spielminuten schon an die Verlängerung dachten, trudelte 19 Sekunden vor dem Abpfiff ein leicht abgefälschter Schuss von Andre Albers in die Maschen des FCI-Tores. Keeper Matteo Chionidis konnte nicht mehr rechtzeitig reagieren, weil ihm die Sicht versperrt war. In der verbleibenden Zeit kamen die Itzehoer dann nicht mehr in Schuss-Position. So verrannen die Sekunden, ehe die ebenso zahlreichen wie lautstarken Reheraner Fans ihr Team frenetisch feiern konnten.

Zufrieden durfte auch Sieger-Coach Hans-Heinrich Fischer mit seiner Mannschaft zufrieden sein. „Unter dem Strich glaube ich, dass der Erfolg verdient ist, weil wir gut durch das Turnier gerutscht sind. Im Endspiel war sicher auch ein bisschen Glück dabei. Wenn der FCI mit 2:0 in Führung geht, ist das Ding durch. Die Futsal-Regeln haben mir gefallen, es gab kaum hitzige Situationen.“ Aber auch Andre von Schassen, Trainer des unterlegenen Finalisten FC Itzehoe, grämte sich nicht lange. „Ich bin zufrieden mit dem Turnier, wir haben uns hier gut präsentiert. Das war völlig in Ordnung.“ Auch der FCI erkämpfte sich als Zweiter mit 1000 Euro noch ein stattliches Preisgeld.

In der Zwischenrunde hatten sich die beiden Finalisten, die zuvor schon mit je vier Siegen ihre jeweiligen Vorrundengruppen dominiert hatten, souverän durchgesetzt. Der FC Reher/Puls ließ dem TSV Lägerdorf keine Chance und buchte mit einem 2:0 nach Toren von Torsten Alter und Timo Albers das Endspiel-Ticket. Noch deutlicher machte es der FC Itzehoe: Beim 4:0 gegen den Veranstalter RW Kiebitzreihe trafen Patrick Griesbach, Hasan Mercan (2) und Blerim Bara. Im anschließenden kleinen Finale behielt dann der TSV Lägerdorf mit dem 5:0 gegen Kiebitzreihe ebenfalls klar die Oberhand und sicherte sich noch das Preisgeld von 500 Euro. Die Torschützen waren Merten Kunter, Yanneck Kuhr (2), Alexander Feist und Florian Ossenbrüggen.

Wenn auch in der Zwischenrunde bei Rot-Weiß Kiebitzreihe die Luft raus war, so überraschte das Team von Trainer Uwe Clasen doch in der Vorrundengruppe 1. Hinter dem unangefochtenen Gruppensieger FC Reher/Puls (12/10:3), für dessen Vorrundentreffer Thies Göttsche (2), Andre Albers, Gerryt Rathke, Thorsten Alter, Frank Lossmann, Timo Schümann (3) und Timo Albers verantwortlich zeichneten, hatten bis zur letzten eigenen Partie noch alle übrigen Konkurrenten Chancen auf den Halbfinal-Einzug. Letztlich schaffte dies mit großer Moral das Veranstalter-Team, obwohl man mit 1:2-Niederlagen gegen die blutjungen Wilsteraner und den späteren Sieger Reher/Puls gestartet war. Dann aber drehte RWK auf und sicherte sich durch das 2:1 gegen den Nachbarn VfR Horst und das 3:1 gegen den BSC Brunsbüttel mit sechs Punkten und 7:6 Toren doch noch den Sprung in die Vorschlussrunde. „Es war schon toll, dass wir überhaupt so weit gekommen sind“, sagte Clasen. Die insgesamt sieben RWK-Treffer der Vorrunde teilten sich Bastian Clasen (4) und Lasse Fötsch (3). Im geschlagenen Feld landeten nach abschließenden Niederlagen auf den nächsten Plätzen der VfR Horst (4/8:9), BSC Brunsbüttel (4/5:6) und SVA Wilster (3/4:10). Die Torausbeute der Ausgeschiedenen verteilte sich wie folgt: Cosimo Maniscalco, Kevin Dittmann (3), Marcel Voigt, Tim Jeske, Jan Behrendt, Michael Gorny (alle VfR Horst), Ties Piehl, Selim Gültekin (2), Bennet Thode, Timo Henning (alle BSC Brunsbüttel) sowie Kenny Beetz und Dennis Huss (je 2, beide SVA Wilster).

Ebenso souverän wie der spätere Sieger spielte sich der FC Itzehoe mit zwölf Punkten und und 12:4 Toren durch seine Gruppe. Die Treffer zum souveränen Halbfinal-Einzug erzielten Hasan Mercan (2), Blerim Bara (3), Lukas Evert (2), Mahmut Inci (3) und Wiegand Leskien, hinzu kam ein Eigentor des Meldorfers Johannes Reimers. Der Tura-Spieler traf aber nicht nur ins eigene Netz, sondern war mit fünf Toren bester Schütze der Vorrunde. Dennoch reichte das überragende Torverhältnis von 10:6 bei sechs Punkten (weitere Tura-Schützen: Ian-Prescott Claus, Bennet Rohwedder, Jan Niklas Witt 3) dem SH-Ligisten als klassenhöchstem Klub nicht für das Halbfinale. Nach den Auftaktsiegen gegen SC Neuenkirchen (2:0) und MTSV Hohenwestedt (6:2) ging das Team von Co-Trainer Hauke Karstens gegen den FC Itzehoe (2:3) und TSV Lägerdorf (0:1) punktemäßig leer aus. So fing der TSV Lägerdorf (7/6:4) die Dithmarscher noch ab, musste aber beim 1:1 im abschließenden Spiel noch lange um den entscheidenden Punkt bangen, ehe Torge Kunter doch noch in vorletzter Minute für den Ausgleich sorgte. Zuvor war Lägerdorfs Edwart Jauk mit einem Strafstoß aus zwölf Metern (nach dem vierten MTSV-Foul) gescheitert. Wie Meldorf blieben auch MTSV Hohenwestedt (2/6:13) und SC Neuenkirchen (1/5:13) in der Vorrunde hängen. Für die beiden einzigen sieglosen Teams des Turniers hatten Momme Boye, Kevin Junge, Alexander Bigler und Jonas Olhöft (2, alle MTSV Hohenwestedt) sowie Lasse Hahn (2), Marc Dethlefs (2) und Malte Bibow (alle SC Neuenkirchen) getroffen.

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