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Interview : „Am liebsten als Sechser vor der Abwehr“

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Im Interview spricht Wilsters Malte Storbeck nicht nur über die Sonntags-Partie gegen Hohenwestedt in der Fußball-Verbandsliga Süd-West.

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erstellt am 18.Okt.2014 | 05:21 Uhr

Nach dem Wiederaufstieg in die Fußball-Verbandsliga Süd-West hat sich der SV Alemannia Wilster bisher gut zurechtgefunden: Mit 19 Punkten findet sich die Mannschaft von Trainer Ulf Wesemann nach elf Spielen auf dem sechsten Rang wieder – mit Sichtweite bis zu Platz zwei. Dort steht derzeit der SV Todesfelde II mit 22 Zählern. Seinen Anteil daran hat auch Malte Storbeck – einer der Youngster aus der eigenen Jugend, die sich sehr schnell im Liga-Team etabliert haben. Wir sprachen mit dem 19-Jährigen vor der Heimpartie am Sonntag (Anpfiff 16 Uhr) gegen den MTSV Hohenwestedt.

Nach etwas mehr als einem Drittel hat sich die Alemannia derzeit im oberen Tabellendrittel etabliert. Entspricht das den eigenen Erwartungen innerhalb des Team?

Vor der Saison waren wir, vor allem ich selbst, noch ein bisschen unsicher, in welche Richtung das Ganze gehen würde. Es waren ja viele junge Spieler in die Mannschaft gekommen. Aber die Vorbereitung und die ersten Testspiele liefen gut und auch die Harmonie in der Truppe war toll. Wir wollten uns auf jeden Fall mindestens im Mittelfeld etablieren. Von daher ist es ja bisher ganz gut gelaufen.

Sie gehören zu einer ganzen Reihe von jungen Spielern, die aus der A-Jugend der SG Wilstermarsch den Sprung in die Liga geschafft haben. Wie schwer fiel die Umstellung?

Die größte Umstellung war das sehr viel körperbetontere Spiel – das ist im Jugendbereich längst nicht so. Ansonsten wurden wir richtig prima aufgenommen und gut integriert. Das hat es schon leichter gemacht.

Meist laufen Sie im defensiven Mittelfeld auf, mit Aktionen nach vorn. Nach dem Ausfall von Hinrich Schröder haben Sie aber auch schon dessen Part in der Innenverteidigung übernommen. Woher kommt die Vielseitigkeit?

Ich weiß gar nicht, ob da so viel Vielseitigkeit hinter steckt. Im letzten Jahr bei den A-Junioren habe ich auch den defensiveren Mittelfeld-Part gespielt, habe mich aber in manchen Situationen zurückfallen lassen und war praktisch ein zweiter „letzter Mann“, mit dem wir damals gespielt hatten. Je nachdem, wie es das Aufbauspiel erforderte. Dauerhaft in der Innenverteidigung zu spielen, ist aber natürlich doch eine große Umstellung. Ich weiß aber gar nicht, ob ich dort weiterhin auflaufe. Torben Heutmann kann diese Position zusammen mit Joern Beckmann genau so gut bekleiden.

Wo spielen Sie selbst am liebsten?

Am meisten mag ich schon die Sechser-Position vor der Abwehr. Man ist sehr stark ins Spiel eingebunden, hat viele Ballkontakte und kann am besten ins Spiel eingreifen. Dort gibt es stets die beste Übersicht und man kriegt besser mit, was vor und hinter einem passiert.

Wie würden Sie selbst ihre eigene Spielweise charakterisieren, wo liegen Stärken und Schwächen?

Es ist immer schwierig, über eigene Stärken und Schwächen zu reden. Aber was ich so gesagt bekomme, ist an Positivem wohl gute Übersicht, gutes Auftreten und gutes Pass-Spiel. Manchmal will ich vielleicht noch zuviel auf einmal und die Ruhe am Ball könnte ich auch noch verbessern.

Nun kommt am Sonntag mit dem MTSV Hohenwestedt ein Team aus dem Tabellenkeller ins Wilstermarschstadion. Was erwarten sie von dieser Partie?

Wir wollen vor heimischem Publikum in diesem Derby auf jeden Fall ein gutes Spiel machen und die drei Punkte in Wilster behalten.

Ist es für die Alemannia ein Vorteil, dass der rotgesperrte Kapitän Jan Jürgen Künstler beim MTSV fehlt?

Wenn der beste Torschütze und Kapitän fehlt, ist das immer von Vorteil für den Gegner. Aber uns fehlt mit Hinrich Schröder ebenfalls der Kapitän. Dennoch glaube ich, dass unser Kader das besser kompensieren kann.

Gibt es neben Hinrich Schröder noch weitere Ausfälle?

Nein, ansonsten müssten eigentlich alle an Bord sein.

Wagen Sie einen Tipp?

Wir gewinnen mit einem souveränen 2:1. Das heißt, das Ergebnis klingt vielleicht knapper, als es letztlich der Spielverlauf sein wird.

Profil: Malte Storbeck

Malte Storbeck begann seine Fußball-Laufbahn mit etwa vier Jahren beim SV Heiligenstedtenerkamp und kam dann mit sechs Jahren zum SV Wellenkamp. Dort durchlief er bis einschließlich A-Junioren alle Altersklassen – ab der C-Jugend in wechselnden Spielgemeinschaften. Im zweiten A-Junioren-Jahr gelang mit der SG Wilstermarsch als Verbandsliga-Meister der Aufstieg in die SH-Liga. Zu Beginn der neuen Saison schaffte der 19-Jährige auf Anhieb den Sprung ins Wilsteraner Liga-Team. Trotz seiner jungen Jahre zeigt er auf dem Platz bereits eine beeindruckende Präsenz und übernimmt – wenn nötig – auch die Rolle des Antreibers und Motivators. Malte Storbeck wohnt noch im Elternhaus in Heiligenstedtenerkamp und hat nach dem Abitur am RBZ Itzehoe vor kurzem ein Studium an der Fachhochschule Westküste in Heide aufgenommen. Angestrebter Abschluss ist Wirtschafts-Ingenieur mit der Fachrichtung „Management und Technik“.

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