zur Navigation springen

Segel-Bundesliga : Am Ende toller vierter Tabellenplatz

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Itzehoer Seglervereinigung bleibt bestes Team aus Schleswig-Holstein

von
erstellt am 04.Nov.2014 | 05:00 Uhr

Damit hatte selbst der stets optimistische Skipper Christian Soyka nicht gerechnet: Nach der letzten Regatta der Segel-Bundesliga rückte die Seglervereinigung Itzehoe einen weiteren Platz in der Tabelle vor und belegt nun in der Endabrechnung einen hervorragenden vierten Platz. Beim Saisonfinale auf der Hamburger Außenalster zeigte die Itzehoer Crew die beste Leistung aller sechs Wettkämpfe. Nach 15 gesegelten „Flights“ war die SVI Fünfter.

„Dieser fünfte Platz ist umso höher einzuschätzen, weil diesmal alle 15 Rennen gesegelt werden konnten und die Teams wegen des brisanten Abstiegsgeschehens in den bestmöglichen Besetzungen angetreten waren“, freute sich Christian Soyka über den gelungenen Saisonabschluss. Wie gleichmäßig stark besetzt das Feld war, zeigt das Beispiel Jochen Schümann ganz deutlich. Die Segel-Legende belegte in Hamburg mit seiner Crew „nur“ Rang neun, bewahrte seinen Yachtclub Berlin Grünau damit aber immerhin vor den Relegationsrennen.

Christian Soyka, Stefan Schimkowski, Ole Stücker und Youngster Moritz Burmester hatten dagegen mehr als das gesteckte Ziel erreicht. Die Itzehoer waren alle drei Tage hochkonzentriert in der aufgrund der Windverhältnisse schwierigen Regatta. Die vier hatten sogar die Meisterfeier am Sonnabend „geschwänzt“, um am letzten Tag ausgeruht ins Rennen gehen zu können. „Es wehte nur schwach, weshalb die Strategie eine entscheidende Rolle gespielt hat. Das haben wir gut hinbekommen.“ Er sei allerdings mental völlig ausgepowert“, so Soyka. „Noch so einen Tag halte ich nicht aus“, pflichtete Ole Stücker bei. Nur einmal lagen Soyka und Co. komplett daneben. An zweiter Stelle liegend hatten sich die Itzehoer im vorletzten Rennen nach der Wende für die falsche Seite entschieden und die anderen Teams segelten vorbei. „Am Ende haben wir wenigstens noch Platz fünf gerettet und einen Punkt ergattert“, erzählt Christian Soyka. Drei Siege und zwei zweite Plätze hatten das Punktekonto der Itzehoer jedoch vorher schon hochgeschraubt. Da konnte man sogar eine „Null-Runde“ locker verkraften. „Im fünften Rennen mussten wir nach einem Protest am Start einen Kringel drehen. Danach waren wir chancenlos“, erklärt Soyka. Ansonsten lag er mit der Devise „Sicherheit zuerst“ genau richtig. „Es ist wichtiger das Feld nach hinten zu kontrollieren, als zu viel Risiko einzugehen und möglicherweise Plätze zu verlieren. Dann lieber Platz drei absichern und drei Punkte mitnehmen, anstatt mit leeren Händen dazustehen.“

Die kontinuierliche Aufbauarbeit im Verein habe sich ausgezahlt. „Wir sind immer konstant gesegelt, was uns völlig unverhofft auf Rang vier katapultiert hat. Wie sind der beste Bundesligaverein aus Schleswig-Holstein. Was will man mehr.“

Wie schnell man abstürzen kann, musste der Lübecker Yacht-Club erfahren. Der letzte Platz in Hamburg ließ die Trainingspartner der Itzehoer auf einen Abstiegsplatz rutschen. Ebenfalls absteigen müssen der Schweriner Yachtclub und der Mühlenberger Segelverein aus Hamburg. Den Meistertitel hatte sich Gastgeber Norddeutscher Regattaverein schon vor der Heimregatta auf der Außenalster gesichert.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen