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Basketball : Am Ende Riesenapplaus für die Eagles

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

In der 2. Bundesliga ProB klettern die Itzehoer Korbjäger durch das 87:67 gegen die BSW Sixers auf Rang drei.

von
erstellt am 17.Nov.2014 | 05:07 Uhr

Auch einmal ein gutes Heimspiel abliefern – das war das Ziel der Sport-Club Itzehoe Eagles vor der Partie der 2. Basketball-Bundesliga ProB gegen die BSW Sixers. Es gelang größtenteils, und nach 40 unterhaltsamen Minuten vor 500 Zuschauern am Lehmwohld stand ein deutlicher Sieg: 87:67 (15:15, 25:17, 26:15, 21:20).

Der Beginn allerdings hätte schlechter kaum sein können: Yannick Evans bekam bei seiner ersten Aktion einen Schlag in den Nacken- und Schulterbereich und musste länger von den Eagles-Physiotherapeuten behandelt werden, konnte dann aber weiterspielen. Zudem kassierte Aufbauspieler Nick Tienarend zwei schnelle Fouls, und auch von der Freiwurflinie präsentierten sich die Gastgeber in der Anfangsphase wieder einmal wackelig. In einem engen ersten Viertel ging es hin und her bis zum 15:15. Schon in diesen ersten zehn Minuten hatten sich die Gastgeber allerdings deutlich Respekt unter dem eigenen Korb verschafft, gestützt auf die Dominanz ihrer Center: Clayfell Harris und Lars Kröger blockten Würfe und beeindruckten die Gäste mit ihrer Präsenz, die während des gesamten Spiels Probleme beim Abschluss in Korbnähe hatten. Eagles-Coach Paul Larysz sah trotzdem zu viele einfache Punkte für den Gegner in der ersten Hälfte, resultierend aus mangelnder Kommunikation in der Verteidigung.

Insgesamt sei die Partie lange ein „Gewürge“ gewesen, weil die Sixers sehr engagiert zu Werke gegangen seien. In ihrer eigenen Offensive setzten die Eagles zunächst auf den Zug zum Korb, Würfe von außen gab es praktisch nicht. Damit setzten sie sich zu Beginn des zweiten Viertels leicht ab, gestützt auch auf immer bessere Verteidigung. Das gelang sogar ohne Leistungsträger Jonathon Williams – wieder einmal zeigte sich, wie lang und gut besetzt die Eagles-Bank ist. Die Sixers stellten um auf Zonenverteidigung, irritierten damit die Itzehoer aber nur kurz. Mit zwei Freiwürfen sorgte der inzwischen zurückgekehrte Williams für die erste Zehn-Punkte-Führung beim 32:22, drei Minuten später traf er den ersten Eagles-Dreier der Partie zum 40:27. Nach Nachlässigkeiten betrug die Halbzeitführung 40:32.

Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte setzte Nick Tienarend den nächsten Dreier, neun weitere sollten folgen bei einer Quote von fast 50 Prozent. Drei davon landete Jonathon Williams, der schon Ende des dritten Viertels seine 27 Punkte erreicht hatte. Sogar fünfmal traf Patrick Wischnewski von außen: „Zum Glück hat Patrick sein Händchen wiedergefunden“, kommentierte sein Trainer. „Hoffentlich für immer.“ Aber auch die Sixers trafen Dreier, im dritten Viertel dreimal in Person von Phillip Daubner. Ansonsten wirkten die Offensive der Gäste allerdings oft hilflos gegen die Eagles-Verteidigung, die ihnen teils nicht einmal eine halbwegs gute Wurfchance eröffnete.

Mit 66:47 ging es ins letzte Viertel, in dem auf einmal Sixers-Akteur Tristan Blackwood fünf Dreier versenkte. Die Eagles wackelten ein wenig und trafen selbst nur selten – doch die ersten Punkte nach einer gefühlten Ewigkeit konnten sich sehen lassen: Clayfell Harris donnerte den Ball in den Korb, nicht sein einziger krachender Dunk an diesem Abend. Wischnewski konterte mit seinen Dreiern Blackwoods Distanzwürfe, der Rest war kein Problem mehr. Mit der Schlusssirene setzte Jeff Wherry den Schlusspunkt – per Dreier, versteht sich. Mit Standing Ovations verabschiedeten die Zuschauer ihr Team, bis zum Wiedersehen am kommenden Sonnabend: Dann erwarten die Eagles, mittlerweile Dritter der ProB, zum nächsten Heimspiel den Vierten, die DRUFF! Baskets Braunschweig.

Eagles: Jonathon Williams (27 Punkte, 4 Dreier, 5 Assists), Patrick Wischnewski (15, 5 Dreier), Clayfell Harris (12, 13 Rebounds, 4 Blocks), Jeff Wherry (10, 1 Dreier), Kosta Karamatskos (9, 7 Assists, 7 Rebounds), Yannick Evans (8), Nick Tienarend (3, 1 Dreier), Lars Kröger (3, 4 Blocks), Johannes Konradt, Robert Daugs, Levi Levine.


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