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Leichtathletik : Alle Steinburger auf dem Treppchen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Bei den Landesmeisterschaften im Halbmarathonlauf holen Ute Krause und Viktor Kirsch Titel in den Seniorenklassen.

shz.de von
erstellt am 08.Okt.2014 | 05:33 Uhr

Bei den Landesmeisterschaften im Halbmarathonlauf über 21,1 Kilometer standen am Ende alle teilnehmenden Läufer aus Steinburg auf Treppchenplätzen: Ute Krause (1:36:36) holte sich den Titel bei den Seniorinnen W45, und Viktor Kirsch (1:15:12) war in der Altersklasse M40 nicht zu schlagen. Dazu gab es zweite Plätze durch Andreas Ehlers (M45, 1:19:22) und Bodo Praefke (M55, 1:26:40). Erfreulich auch das Abschneiden des LC Oase Hingstheide im Teamwettbewerb: In der Besetzung Viktor Kirsch, Andreas Ehlers und Alexander Schilling (1:20:52) Platz sicherten sich die Aktiven aus der 70-Seelen-Gemeinde Platz drei in 3:55:26 Stunden.

Das Rennen der Männer und Senioren bestimmte von Anfang an Pascal Dethlefs (1:10:44). Der Läufer von Atletico Büdelsdorf und Seriensieger beim Itzehoer Störlauf über zehn Kilometer wählte schon bald nach dem Start ein Tempo, dem alle anderen nicht gewachsen waren. Allenfalls auf den ersten paar hundert Metern hatte das Feld Kontakt zu dem späteren Sieger, danach zog der Büdelsdorfer auf und davon.

Zu schnell auch für den wahrlich nicht langsamen Viktor Kirsch, der am Ende Rang vier in der Gesamtwertung belegte: „Das ist nicht mein Kino, lass ihn man laufen, dachte ich mir, als Pascal das Tempo hoch hielt.“ Nachdem dann auch die Verhältnisse für Viktor Kirsch geklärt waren, konzentrierte sich der Hingstheider letztlich auf eine gute Endzeit und Platz eins in der Altersklassenwertung.

Doch es lief insgesamt nicht so, wie Viktor Kirsch wollte: Mit Dieter Schwarzkopf (1:14:21) hätte er bis Kilometer 13 mitgehalten und mit Michael Wittig nur noch weitere fünf Kilometer. Doch dann wusste auch Viktor Kirsch, dass es mit einem Platz auf dem Podium in der Gesamtwertung der Männer nichts werden kann. Am Ende reichte es für ihn zwar zu einer neuen persönlichen Bestzeit, doch auch die war nicht nach seiner Mütze: „Ich wollte unter 1:15 Stunden laufen.“ Erreicht hatte er sein Ziel deshalb nicht, „weil nach Kilometer 18 bei mir nichts mehr lief“.

In erster Linie für den Mannschaftserfolg betätigten sich Andreas Ehlers und Alexander Schilling – und das mit großartiger Einstellung: Während Andreas Ehlers bis an den Rand der Erschöpfung rannte und bei seinem „Highlight des Jahres“ alles gab und nach dem Zieleinlauf minutenlang am Boden lag, quälte sich Alexander Schilling nach der Hälfte der Strecke über die restlichen Kilometer: „Ich bin voll am Anschlag gelaufen“, berichtete Andreas Ehlers im Gespräch mit unserer Zeitung, und Alexander Schilling hob hervor: „Ich habe mich durchgebissen.“ Doch auch wenn es Alexander Schilling geschafft hätte, bei Kilometer zehn/elf an Andreas Ehlers dranzubleiben: Er hätte über sechs Minuten schneller laufen müssen, um seinem Verein Platz zwei in der Mannschaftswertung mit zu sichern – ein unmögliches Unterfangen auch in unbelastetem Zustand.

Trotz Platz zwei für Bodo Praefke in seiner Altersklasse: Als Neuling bei Landesmeisterschaften konnte der Seniorenläufer die Konkurrenz nicht ganz so genau einschätzen – also reihte er sich in eine Gruppe ein, die vermeintlich sein Tempo laufen würde: „Zwischen Kilometer zwei und drei merkte ich aber, dass die Gruppe langsamer wurde und nicht zulegte.“ Also ergriff er die Initiative und löste sich, doch mit dem Manko, dass er die restlichen Kilometer allein bestreiten musste. „Eine Gruppe konnte ich nicht mehr erreichen.“ Dass Bode Praefke noch Reserven hatte, bestätigte er auf den letzte 300 Metern, als er im Stadion nicht nur noch zwei Konkurrenten überholte, sondern sich auch noch ganz mühelos von ihnen absetzte.

Im vergangenen Jahr hatte Ute Krause auf der Strecke den Anschluss an Kirsten Selmer (1:39:29) verpasst und die Meisterschaft um wenige Sekunden verloren. Das sollte ihr diesmal nicht wieder passieren: „Ich war gewarnt.“ Deshalb ging die Itzehoerin nach eineinhalb Kilometern zunächst an der Konkurrentin aus Flensburg vorbei und danach an Eicke Carstensen (1:37:40) aus Enge-Sande. Damit war aber noch nicht viel für Ute Krause erreicht: „Auf 20 Kilometern kann ja noch viel passieren“, sagte ich mir und lief gleichmäßig durch. Von den 44:50 Minuten, die die Itzehoerin bei Kilometer zehn registrierte, profitierte sie bis zum Schluss: „Ich wusste zwischendurch zwar nicht, wo die anderen liegen, aber ich sah beim Umblicken auch keine Gegnerin, die mir folgte.“ Mit ihrer Endzeit war Ute Krause absolut zufrieden: „Sie ist fast zwei Minuten besser als die alte, die ich beim Störlauf gelaufen war.“

Eine feine Leistung zeigte in Neumünster auch der Jugendliche Marten Möller (LC Oase Hingstheide), der erstmals in seiner noch jungen Läuferkarriere die zehn Kilometer unter 40 Minuten lief und die für junge Läufer magische Grenze mit 38:54 Minuten deutlich unterbot. Nachdem er den sechsten Kilometer in 3:37 Minuten gerannt war, hatte er Vertrauen, sein Ziel auch zu erreichen. Trainiert habe er dafür im Schnitt zweimal pro Woche. „Ich weiß, das ist etwas zu wenig“, betonte Marten Möller, der aber Streicheleinheiten von Trainer Andreas Ehlers bekam: „Regelmäßigkeit zahlt sich eben aus.“ Und diesmal seien es die gute Zeit und der erste Platz in der Altersklasse U18 gewesen.


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