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Alle drei Debütanten erreichen ihr Ziel

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11. Steinburger Ultra-Marathon des SC Hohenaspe: Geführte Gruppenläufe über 43,1 und 50,8 Kilometer

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erstellt am 15.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Hohenaspe | Der "Steinburger Ultra-Marathon" zog auch in diesem Jahr Läufer aus vielen Teilen Norddeutschlands an. Ausgerichtet wurde die unter der Schirmherrschaft von Kreispräsident Hans-Friedrich Tiemann stehende Veranstaltung vom Hohenasper SC in seiner nunmehr elften Auflage. Erstmals als Organisatoren in Verantwortung waren Helma Eicke, Joachim Jürgens und Uwe Weidenmüller. Sie hatten das Staffelholz der Organisation von Rolf Frank übernommen. Der Hohenasper und erfahrene Marathoni hatte den "Steinburger Ultramarathon" in den vergangenen zehn Jahren verantwortlich gestaltet.

Angeboten wurden auch in diesem Jahr geführte Gruppenläufe über 43,1 und 50,8 Kilometer. Daran beteiligt hatten sich 36 Ausdauersportler im Alter zwischen 20 und 75 Jahren: 22 bewältigten 50,8 Kilometer, acht waren auf der 43,1 Kilometer langen Strecke unterwegs und sechs blieben aus unterschiedlichen Gründen unter diesen Längen.

Unter denen, die das gesteckte Ziel nicht schafften, war auch Jürgen Ranta. Der 73 Jahre alte Brunsbütteler, der vor dem Start bereits 259 lange und ultralange Läufe - darunter auch 100 Kilometer lange und 24 Stunden dauernde Rennen - in den Beinen hatte, musste nach 20 Kilometern aussteigen, weil er nach einer Knieoperation und einem halben Jahr Trainingspause noch nicht die physischen Voraussetzungen hatte, um durchzustehen. Warum es jemanden, der bereits in 37 Ländern der Welt - darunter in Reykjavik, Helsinki, Rom und auf Hawaii - Marathon gelaufen ist, ausgerechnet nach Hohenaspe kommt, um dann im Kreis Steinburg Langstrecke zu laufen, erklärt Jürgen Ranta so: "Man muss auch dem Auge etwas gönnen und die Natur bewusst aufnehmen. Dazu habe ich hier Gelegenheit."

Einsteigern in den Marathonlauf empfiehlt Ranta, sich nicht bei einem der vielen Stadtläufe auszuprobieren: "In der Stadt kann man leicht in ein zu schnelles Tempo kommen, und plötzlich ist nach 33 Kilometern Schluss. So etwas kann in Hohenaspe nicht passieren." Wer mehrfach bei Läufen wie dem "Steinburger Ultra-Marathon" getestet hätte, der verfüge über die nötige Erfahrung, um dann auch in der Stadt zu laufen. Sein Rat an alle Neulinge: "Nicht wie die Irren loslaufen - aber in Hohenaspe kann das niemandem passieren."

Zu denen, die den "Steinburger Ultra-Marathon" für ihren ersten ganz langen Lauf nutzten, zählten auch Tamara Schellscheidt (Hohenaspe, 43,1 km), Bernd Brandt (Brunsbüttel, 43,1 km) und Nicole Warnecke (Fockbek, 50,8 km). Ihnen wurden bei der Siegerehrung Urkunde und Medaille unter donnerndem Applaus der anderen Teilnehmer überreicht. Danach betonte Tamara Schellscheidt, die bislang nicht länger als 30 Kilometer an einem Stück gelaufen war: "Ich habe mich die ganze Zeit über wohlgefühlt." Zum Schluss hätte zwar die Wade "gezwickt", aber das hätte sich nicht zurückgeworfen: "Ich bin von anderen mitgezogen worden. Das war sehr hilfreich, denn sonst besteht die Gefahr, dass man aufgibt." Auf jeden Fall wolle sie dabeibleiben und hat auch schon das nächste Ziel im Auge: "Ich laufe beim Störlauf den Halbmarathonlauf mit."

Zufrieden äußerte sich nach der Veranstaltung Uwe Weidenmüller: "Alles ist gut gegangen. Wir hatten super Wetter und keinen Tropfen Regen unterwegs." Organisatorische Probleme hätten sich auch nicht aufgetan. Eine Tatsache, für die sich die Sportler mit Applaus bei den Helfern der Veranstaltung bedankten.

Ehre wurde auch dem Kreispräsidenten zuteil: Er erhielt für seine Unterstützung der Veranstaltung ebenfalls eine Erinnerungsmedaille und versprach, sich beim nächsten Hohenasper Volkslauf auf jeden Fall an den Start zu stellen. Zehn Jahre lang war Hans-Friedrich Tiemann dem "Steinburger Ultra-Marathon" als Schirmherr gewogen. Er beglückwünschte die neuen Organisatoren für ihre Leistungen und sprach davon, dass der Langstreckentag des Hohenasper SC "ein Aushängeschild für den Sport in Hohenaspe" ist.

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