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Handball : Aimée von Pereira ist Europameisterin

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die 17-jährige Handballerin aus Kollmar gewinnt die Goldmedaille mit dem National-Team.

von
erstellt am 24.Aug.2017 | 13:53 Uhr

Riesenerfolg für die Kollmaraner Nachwuchs-Handballerin Aimée von Pereira: Mit dem deutschen Nationalteam der B-Mädchen gewann die 17-Jährige durch das 23:18 im Endspiel gegen Norwegen im slowakischen Michalovce die Europameisterschaft. Doch damit nicht genug – sie wurde außerdem zur wertvollsten Spielerin (MVP) des Turniers gewählt. Dabei hatte sie sich erst vor kurzem ins Nationalteam gearbeitet. „Ich habe erst an den Titel geglaubt, als wir zwei Minuten vor Schluss mit fünf Toren geführt hatten“, schildert von Pereira ihre Gefühlslage im Finale. „Auch damit, dass ich als MVP ausgezeichnet werden könnte, habe ich nie gerechnet. Hier sind so viele gute Spielerinnen. Es wird seine Zeit dauern, bis ich das alles realisiert habe. Wir waren plötzlich in diesem Flow, in dem einfach alles geklappt hat.“

Im Juni hatte die 17-Jährige mit dem Buxtehuder SV die Deutsche Meisterschaft gewonnen. Erst zu Jahresbeginn war sie zum BSV gewechselt, vorher lernte sie das Handball-ABC beim MTV Herzhorn unter ihren früheren Trainern Antje Harken und Lüder Meyn. Das Duo hatte die frischgebackene Europameisterin fünf Jahre lang unter seinen Fittichen.

Gleich im ersten Spiel besiegte man den Angstgegner Russland mit 19:15. Hier zeichnete sich Aimée nicht nur als sichere Siebenmeter- Schützin aus, sondern hielt als Abwehrchefin die Defensive zusammen und wurde mit sieben Toren als „player of the match“ ausgezeichnet. Dieser Sieg sei ein wichtiger Schritt für den weiteren Turnierverlauf gewesen, so Bundestrainer Nowak.

Nach weiteren Erfolgen gegen die Niederlande (31:26) und Österreich   (28:10) zog das Team als Gruppensieger in die Hauptrunde ein und blieb auch dort gegen Ungarn (25:25) und Dänemark (20:18) unbesiegt. Damit löste man das Ticket für die Endrunde. Zur Hauptrunde waren die Ex-Trainer Antje Harken und Lüder Meyn angereist, um ihren ehemaligen Schützling zusammen mit deren Familie vor Ort zu unterstützen. Auch dank der Pereira-Tore (9 gegen Ungarn, 6 gegen Dänemark) war das DHB-Team ins Halbfinale gekommen. Gegen die schnelle französische Mannschaft steuerte die Kollmaranerin im Halbfinale ebenfalls sechs Treffer zum klaren 27:21 bei.

Im Endspiel gegen eine robuste norwegische Mannschaft startete die deutsche Mannschaft schwach und lief bis zur Pause einem Drei-Tore-Rückstand hinterher. Um so unglaublicher die zweite Hälfte, in der die deutsche Abwehr nur drei Gegentore in 25 Minuten zuließ und mit 20:15 in Führung ging. Am Ende stand der hochverdiente Titel mit einem 23:18-Sieg und der Auszeichnung für Aimée von Pereira zur wertvollsten Spielerin des Turniers.

Insgesamt warf sie im Turnierverlauf 38 Tore und war somit beste deutsche Schützin. Was aber noch wichtiger schien, war ihre aufopferungsvolle Abwehrarbeit, die ein großer Schlüssel zum Erfolg wurde. „So langsam tritt sie schon ein wenig in die Fußstapfen von Hendrik Pekeler. Und das ’Goldene Buch’ der Stadt Glückstadt rückt auch immer näher“, scherzt Antje Harken. Aber nicht nur die beiden Ex-Trainer, sondern der gesamte MTV Herzhorn ist stolz auf den Erfolg der Vereinskollegin.

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