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Itzehoer Störlauf : 88 Minuten lang die pure Emotion

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Frank Kossiski erstellte aus über zwölf Stunden Rohmaterial eine atmosphärisch dichte Dokumentation zum Itzehoer Störlauf.

Jetzt gibt es auch den Film zum Event: Gleichzeitig mit der Anmeldung über die STGK-Seite zum 16. Itzehoer Störlauf können Freunde und Fans eine DVD über dieses Ereignis vorbestellen. Nicht nur meldende Läufer, sondern auch alle anderen haben die Chance, sich dort zum Preis von zehn Euro ab 0.00 Uhr in der Nacht von heute auf morgen ihr Exemplar zu sichern.

Die äußerst sehenswerte Dokumentation mit bewegten Bildern aus den Jahren 2012 bis 2014 hat der Itzehoer Frank Kossiski erstellt. Nachdem er zuvor zehn Jahre lang Fotos für die Störlauf-Homepage gemacht hatte, arbeitet er jetzt schon seit drei Jahren an seinem Filmprojekt, das nun bis auf den unmittelbaren Press-Vorgang abgeschlossen ist. „Ich wollte meine eigene Begeisterung für diese tolle Veranstaltung auch anderen vermitteln“, sagt Kossiski. Weitere Informationen zum Projekt gibt es auch auf der Internetseite www.stoerlauf-film.de. Einen Trailer von 154 Sekunden können sich Interessierte im Internet ansehen:

http://youtu.be/FDtbirDE9sg.

Kossiski ist selbst ein Störläufer der ersten Stunde und hat die Entwicklung vom Volkslauf zu einem riesigen Event aus eigener Anschauung miterlebt. „Mir war wichtig, die faszinierende Stimmung und die Emotionen einzufangen, von der Läufer und Zuschauer, aber auch alle anderen Beteiligten immer wieder mitgerissen werden. Das geht mit einem Film einfach besser als mit Fotografien.“ Auch alle Organisatoren, Sponsoren und Helfer, die das alles erst ermöglichen, aber an speziell diesem Tag eben auch ihre ganz spezielle Aufgabe erfüllen müssen, sollten ein Gesamtbild nacherleben können.

Das Projekt verlangte wahrlich einen langen Atem. Aus den letzten drei Auflagen der größten Sport-Veranstaltung im Kreis Steinburg verarbeitete Kossiski, der 95 Prozent der Aufnahmen mit seiner digitalen Spiegelreflexkamera (Canon EOS 7D) in Full HD-Auflösung selbst gemacht hatte, mehr als zwölf Stunden Rohmaterial zu einem atmosphärisch dichten Streifen. Die Laufzeit beträgt 88 Minuten und zeigt nicht nur die Veranstaltung selbst, sondern auch die Vorbereitung und den Aufbau – jeweils an unterschiedlichen Schauplätzen in Oelixdorf, Breitenburg und Münsterdorf sowie im Start- und Zielbereich am Cirencester-Park.

Der Aufwand an Geld und Material war dabei nicht unerheblich. Seit dem ersten „Dreh“ 2012 wendete Frank Kossiski einen mittleren vierstelligen Betrag auf. Fast die Hälfte davon verschlangen Lizenzen für die GEMA-freie Musik, mit denen die Bilder unterlegt sind. Den Rest schluckten Hardware wie Strom-Akkus und Speicherkarten sowie Software für Filmverarbeitung, die angesichts der riesigen Datenmengen auch eine entsprechende Leistungsfähigkeit haben mussten.

Deshalb ist der Dokumentarfilmer froh und dankbar, dass er mit den Itzehoer Versicherungen und den Stadtwerken Itzehoe zwei alteingesessene Unternehmen als Werbepartner gewinnen konnte. Zudem gehören beide zu den Störlauf-Unterstützern seit der ersten Auflage der Veranstaltung im Jahre 2000. „Ich möchte für ihr finanzielles Engagement auch eine echte Gegenleistung bieten“, sagt Kossiski.

Ein wenig Stress machte er sich bei seinem Projekt natürlich schon – schließlich sollte es ja auch gut werden, was er da anpackte. „Ich habe zwar über drei Jahre gefilmt, aber immer nur an diesem einen speziellen Tag. Wenn man da irgend einen dummen Fehler macht, ist das nicht wieder gutzumachen.“

Oder besondere Situationen, die man nur wegen eines Zufalls verpasst. So war er am Breitenburger Moorkanal unterwegs, um Impressionen zum Zehn-Kilometer-Lauf einzufangen. Aus den Augenwinkeln bekommt er noch mit, wie die Pferde auf den Weiden neben der Strecke eine Weile mit den Läufern galoppieren und dann übermütig mit einem hohen Satz über ein Gatter springen. „20 Sekunden vorher hatte ich genau diese Position verlassen, um den nächsten Standort zu erreichen. Echt schade, aber ich kann ja auch nicht zu den Pferden hingehen und sagen: Hey, springt da doch bitte noch mal rüber“, schmunzelt Kossiski.

Eigentlich wollte er schon im Jahre 2013 die Aufnahmen abgeschlossen haben, aber damals machte ihm der Dauerregen einen Strich durch die Rechnung. Dafür wurde er im folgenden Jahr belohnt: Sonniges Wetter und strahlend blauer Himmel ermöglichten stimmungsvolle Aufnahmen – nur für die Läufer war es stellenweise etwas zu warm.

Filmische Unterstützung erhielt er 2014 von Marco Erdtmann, der selbst als Läufer im 10-km-Pulk eine Kamera hielt, und von Thomas Feldmann, der vor dem Feld vom Führungsfahrrad aus Aufnahmen machte. Kossiski: „Das ermöglichte eine atmosphärisch sehr dichte Darstellung mit einem geteilten Bild aus unterschiedlichen Perspektiven. Ich hätte sehr ungern auf diese Bilder verzichtet.“

Die bezahlte DVD kann am Freitag, 8. Mai, zwischen 13 und 17 Uhr in der Klosterhofschule oder am Sonnabend, 9. Mai, zwischen 12 und 18 Uhr in der Sporthalle der Auguste-Viktoria-Schule abgeholt werden. Ein Versand ist ab Montag, 11. Mai, für pauschal zwei Euro möglich.

 

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erstellt am 28.Feb.2015 | 04:40 Uhr

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