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Leichtathletik : 230 Läufer und Walker in Bewegung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Kremperheider Wald- und Heidelauf hat sich mitterweile etabliert.

shz.de von
erstellt am 08.Okt.2014 | 04:49 Uhr

Sommerliche Temperaturen, strahlend blauer Himmel, abwechslungsreiche Strecken quer durch die farbenfrohe Nordoer Heide, eine reibungslose Organisation und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm: Die Teilnehmer des Wald- und Heidelaufs hatten auch in diesem Jahr viele Gründe, zufrieden zu sein. 230 Läufer und Walker aller Altersklassen waren es diesmal, die das attraktive Programmangebot des TSV Kremperheide nutzten, um sich in angenehmer Umgebung mit Gleichgesinnten zu treffen und ein paar Stunden sportlich unbeschwert zu verbringen.

Und dennoch – ganz ohne Ehrgeiz läuft auch in der Nordoer Heide unter altem Baumbestand mit buntem Laub und auf sandigem Boden nichts. Da war zum Beispiel die erst sechsjährige Joleen Kieckhöber, die sich mit ihrer Mutter Janette an den Start über drei Kilometer begeben hatte. Gemeinsam sollte es dem Ziel entgegen gehen, so hatte die Mutter eigentlich gedacht. Doch die Tochter, die gab bereits kurz nach dem Start Hackengas und verschwand schon bald aus dem Gesichtsfeld ihrer Erziehungsberechtigten. Doch nicht nur sie wurde in Grund und Boden gelaufen: Am Ende überquerte das Laufküken als erstes aller Mädchen die Ziellinie. Und das kam so: „Ich bin gleich abgehauen und dann schnell weitergelaufen“, lüftete Joleen das Geheimnis ihres Erfolges im Ziel. Und Janette Kieckhöber? Die nahm es gelassen: „Eigentlich wollten wir ja zusammen laufen, aber das hat irgendwie nicht richtig geklappt. Und um hinterher zu laufen, dafür bin ich zu langsam.“

Dass nicht nur das junge Gemüse Freude beim Wald- und Heidelauf hatte, sondern dass auch die älteren Semester Teil des Ganzen sind und Spaß verspürte, wird am Beispiel von Susanne Godzinski deutlich: Die 70-Jährige betätigte sich bei den Walkerinnen, und als sie ins Ziel kam, teilte Platzsprecher Axel Schülke per Mikrofon mit: „Otto, du kannst deine Hände in den Himmel strecken, deine Frau kommt ins Ziel.“ Und wie, überhaupt nicht aus der Puste, und warum auch: „Ich laufe dreimal pro Woche 8,5 Kilometer morgens um sieben. Und heute waren es sechs, die haben mir nichts ausgemacht“, freute sich die rüstige Seniorin im Ziel.

Etwas länger unterwegs war der älteste Veranstaltungsteilnehmer. Hagen Nahrath (76) lief die zehn Kilometer mit und war nach 1:08:48 Stunden im Ziel. Woher er die Kondition habe? „Ich mache beim Störlauftreff mit, und in Kremperheide habe ich so ziemlich alle Veranstaltungen mit gemacht.“ Aus der Puste gekommen sei er nicht, aber so schnell laufen wie früher könne er trotzdem nicht: Früher hätte er für den Kilometer im Schnitt sechs bis sechseinhalb Minuten benötigt. Heute wäre er rund eine Minute länger unterwegs. Doch das mache nichts: „Für mich zählt nur, dabei gewesen zu sein und dass ich Bewegung habe.“ Ob er im nächsten Jahr wieder dabei sein will? „Ja, ich habe mir vorgenommen, auf jeden Fall zu laufen, bis ich 80 bin. Das habe ich mir zum Minimum gesetzt.“

Verena Blum war diesmal auch wieder mit dabei: Im Clownskostüm gab sie die Startnummern an die Bambinis aus, rannte mit den Jüngsten um den Platz und begleitete die Grundschüler beim drei Kilometer Lauf auf dem Fahrrad. Ihr selbst habe die Veranstaltung viel Freude gemacht: „Super, total schön“, bekannte Verena Blum und berichtete darüber, dass sie 2007 beim ersten Wald- und Heidelauf erstmals an einem Wettkampf teilgenommen und sich vor vier Jahren dem Lauftreff Kremperheide angeschlossen hätte. Davor sei sie „privat gelaufen“.

Lob bekam die Organisation des Wald- und Heidelaufs, die wieder für eine mit vielen Preisen bestückte Tombola gesorgt hatte, von Bürgermeister Sven Baumann: „Ich denke, dass ist eine sehr gute Veranstaltung und eine tolle Sache auch für unseren Ort.“ Und auch der TSV Kremperheide, der 40 Helfer aktiviert hatte, war zufrieden. Organisationsleiterin Marion Michalczyk sagte: „Der Lauf hat sich etabliert.“

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