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Handball: Alt Duvenstedt gewinnt Aufstiegs-Rückspiel gegen den TuS Esingen mit 27:18 / Erst nervös, dann souverän

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erstellt am 13.Mai.2013 | 10:02 Uhr

Alt Duvenstedt | Willkommen in der Oberliga! Die Handballer des TSV Alt Duvenstedt haben ihren "Betriebsunfall" vom vergangenen Jahr repariert, als das Team von Trainer Thomas Carstensen unter dramatischen Umständen am letzten Spieltag die vierthöchste Spielklasse verlassen musste, und den Wiederaufstieg geschafft. Im Aufstiegs-Rückspiel setzten sich die Alt Duvenstedter gestern gegen den Hamburger Vize-Meister TuS Esingen mit 27:18 (10:8) durch und machten damit die 18:20-Hinspielniederlage vom vergangenen Donnerstag wett. "Ich bin stolz auf meine Mannschaft, wie sie mit dem enormen Druck der vergangenen Tage umgegangen ist. Wir haben heute sicherlich nicht den besten Handball gespielt. Aber der Aufstieg ist verdient, weil wir einfach besser als Esingen sind", meinte ein erleichterter Carstensen nach dem Abpfiff.

Oberligareife demonstrierten die Carstensen-Schützling aber nur phasenweise. Vor rund 400 Zuschauern in der pickepackevollen Alt Duvenstedter Sporthalle hatten die Gastgeber vor allem in der ersten Halbzeit mehr mit sich und ihren Nerven, als mit dem Gegner zu kämpfen. Nach guter Anfangsphase und einer schnellen 5:2-Führung (8.) ging plötzlich nichts mehr beim TSV. Die Knie wurden weich, die Arme zitterten beim Wurf. Selbst Routiniers wie Christian Eichstädt oder Mathias Fischer flatterten die Nerven. Zwölf Minuten lang blieben die Alt Duvenstedter ohne Torerfolg. Die technisch starken, aber körperlich unterlegenen Gäste aus Tornesch nutzten die Schwächephase des TSV und gingen beim 6:5 (19.) erstmals in Front. "Da wurde mir schon ein wenig mulmig. Ich hatte Angst, dass wir in die Lethargie vom Hinspiel verfallen würden", gestand Carstensen ein. Immerhin war auf die Deckung um den starken Norman Koch im Tor Verlass, so dass Esingen nicht noch weiter davon zog. Und als Fischer mit dem Treffer zum 6:6 (20.) die Torflaute beendete, fanden die Alt Duvenstedter wieder in die Spur. Zudem tauschte Carstensen das Personal und belebte mit der Hereinnahme von Thomas Höpfner auf der Rückraummitte-Position das Angriffsspiel. Bis zur Pause legten die Gastgeber wieder ein 10:8 vor und hatten damit den Rückstand aus dem Hinspiel egalisiert. "Das war zu diesem Zeitpunkt psychologisch sehr wichtig", meinte der TSV-Coach rückblickend.

Entscheidend war jedoch der gute Start in den zweiten Durchgang. Carstensen: "Wir hatten uns vorgenommen, mit mehr Tempo zu spielen, um gegen die gut stehende Deckung der Esinger zu mehr Möglichkeiten zu kommen. Das haben die Jungs gut umgesetzt." Schnell führten die Gastgeber 14:9, beim 15:13 (41.) wurde es aber noch einmal kurzzeitig eng. Bis zum 17:14 (45.) mussten die Alt Duvenstedter noch um den Erfolg bangen, doch spätestens nach dem 23:16 (54.) nahmen die Träume von der Rückkehr in die Oberliga konkrete Formen an. Und als Carstensen zwei Minuten vor dem Abpfiff beim 25:18 seine Mannen noch einmal zur Auszeit bat, gab es keine Zweifel mehr. "Wir gehören auch in die Oberliga", sagte Carstensen, der bereits an der Mannschaft für die kommende Saison bastelt. Neben Fabian Fröse (Dithmarschen LH) wurden gestern auch Mathias Fischer (beruflich nach Bremen), Thorsten Ehrig (Laufbahnende) sowie Tristan Schrödter (Ziel unbekannt) verabschiedet. Und Torhüter Norman Koch wird nur noch als Stand-by-Spieler zur Verfügung stehen. Als Zugang steht bislang allerdings nur Torhüter Lasse Quark von der A-Jugend der HFF Munkbrarup fest. Mit einem Rückraum-Linken ist der TSV-Coach in "guten Gesprächen" und erwartet noch in dieser Woche eine definitive Zusage.TSV Alt Duvenstedt: Koch (1.-60.), Ehrig (bei einem 7m) - Frahm, Koslowski (1), Fröse (1), Schwarz (5), Eichstädt (9/7), Fischer (2), Palkus (1), Voß (1), Dau (2), Höpfner (1/1), Hagge (4).

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