Handball-Oberliga der Männer : "Wir gewinnen - und gut ist"

Blickt etwas skeptisch dem Spiel gegen die SG Wift entgegen: HSG-Trainer Thies Schmalfeld plagen Personalsorgen. Foto: tst
Blickt etwas skeptisch dem Spiel gegen die SG Wift entgegen: HSG-Trainer Thies Schmalfeld plagen Personalsorgen. Foto: tst

Hohn/Elsdorf will im Kampf um den Klassenerhalt nicht auf fremde Hilfe hoffen müssen.

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26. April 2013, 08:34 Uhr

hohn | Auf Schützenhilfe möchte Thies Schmalfeld, Trainer der HSG Hohn/Elsdorf, im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga der Männer nicht vertrauen. Vor dem abschließenden Spieltag müssen mit dem FC St. Pauli (10./21:29), der HSG Hohn/Elsdorf (11./20:30) und dem MTV Herzhorn (12./20:30) noch drei Teams um den Ligaverbleib bangen. "Wir gewinnen - und gut ist", sagt Schmalfeld vor dem Heimspiel am Sonnabend (19 Uhr) gegen die SG Wift. Denn im Falle eines Sieges über die Neumünsteraner wäre Hohn/Elsdorf auch in der kommenden Saison in der vierthöchsten Klasse vertreten. Bei einem Remis oder gar einer Niederlage hätte es die HSG nicht mehr in eigener Hand. Und dieses Szenario möchte der HSG-Coach verhindern, auch wenn ein Erfolg des MTV Herzhorn bei Meister THW Kiel II nicht gerade wahrscheinlich ist, und auch der auswärtsschwache FC St. Pauli beim VfL Bad Schwartau II vor einer hohen Hürde steht. "In der vergangenen Saison ist Alt Duvenstedt am letzten Spieltag noch abgestiegen, weil alle anderen Konkurrenten überraschend gepunktet haben. Das sollte uns Warnung genug sein", sagt Schmalfeld.

Doch ausgerechnet vor dem "wichtigsten Spiel des Jahres" (Schmalfeld) hat eine Grippewelle sein Team heimgesucht. "Steffen Oeltjen, Ulf Thöming und Patrick Möller konnten diese Woche nicht trainieren. Das kommt wirklich zum ungünstigsten Zeitpunkt", stöhnt Schmalfeld. "Ich hoffe, dass sie am Sonnabend einsatzfähig sind. Ich brauche jeden Mann." Dazu zählt Schmalfeld auch das Publikum. "Die Fans müssen unser achter Mann sein und uns nach vorne peitschen." Denn mit der SG Wift trifft die HSG auf einen laut Schmalfeld "sehr starken Gegner, der sicherlich besser ist, als es der Tabellenplatz aussagt." Mit 25:25 Punkten weist der Tabellensechste nur ein ausgeglichenes Punktekonto aus. "Die verfügen über viel Qualität", sagt Schmalfeld, fügt aber an: "Die haben wir auch." Vor allem in den letzten Partien habe er einen Leistungssprung bei seinen Spielern ausgemacht. "Und wir treten jetzt mit einer ganz anderen Körpersprache auf als noch vor Wochen. Dass wir uns vor dem letzten Spieltag überhaupt noch die Chance erarbeitet haben, aus eigener Kraft den Klassenerhalt zu schaffen, stimmt mich optimistisch."

In Anschluss an das Spiel startet mit den Fans in der Werner-Kuhrt-Halle die obligatorische Ein-Euro-Abschlussparty mit den Fans. Schmalfeld: "Es wird gefeiert, egal wie das Spiel endet." Am liebsten wäre dem HSG-Coach natürlich ein Sieg, damit er nicht auf Schützenhilfe angewiesen ist.

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