2. Basketball-Regionalliga der Herren : Twisters drehen Partie nach der Pause

Auf dem Punktezettel stand Rendsburgs Andrej König (li.) wieder einmal ganz oben. Foto: rm
Auf dem Punktezettel stand Rendsburgs Andrej König (li.) wieder einmal ganz oben. Foto: rm

Rendsburger festigen nach 83:73-Heimsieg über den BC Hamburg Tabellenplatz vier.

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11. Februar 2013, 09:12 Uhr

rendsburg | "Verdammte Sch...- das ist ist jetzt schon das zweite Mal, dass in der Abwehr nicht aufgepasst wird. Werdet endlich mal wach." Bjarne Homfeldt, Trainer der Rendsburg Twisters, ließ im Heimspiel der 2. Basketball-Regionalliga Nord gegen den Tabellensiebenten BC Hamburg nach gut zwölf Minuten keinen Zweifel daran, dass ihm die Leistung seines Teams überhaupt nicht schmeckte. Doch Besserung war zunächst nicht in Sicht. Nachdem die Gastgeber bereits das erste Viertel mit 12:16 verloren hatten, lagen sie nach 20 Minuten bereits mit 25:38 im Hintertreffen. Dass am Ende doch noch ein 83:73 (12:16, 25:38, 49:59)-Sieg heraussprang, lag an der deutlichen Leistungssteigerung nach der Pause. Durch den Erfolg festigten die Twisters Rang vier der Tabelle. "In der zweiten Halbzeit kamen wir besser in Wurfpositionen. Das war in den ersten beiden Vierteln nicht so. Da wollten wir mit dem Kopf durch die Wand", resümierte Mannschaftskapitän Morris Brodersen.

Dabei kamen die Twisters mit einem 5:0-Lauf gut in die Partie. Doch davon ließen sich die Gäste, die auch im Hinspiel mit 41:29 zur Pause führten, am Ende aber mit 73:77 verloren, nicht beeindrucken. Nach sieben Minuten gingen die Hamburger durch zwei verwandelte Freiwürfe von Johannes Reich mit 10:9 in Führung. Diese bauten sie auf 16:12 nach dem ersten Viertel aus. Auch das zweite Viertel ging mit 22:13 an die Hamburger, so dass die Gäste mit 38:25 klar führten.

"25 Punkte im Angriff im ersten und zweiten Viertel sind unser bislang schlechtester Wert in dieser Saison. Das ist viel zu wenig. Wir sind in der ersten Halbzeit einfach nicht in unseren Spielrhythmus gekommen. Da musste ich dann schon mal laut werden, um die Mannschaft wach zu rütteln", sagte Twisters-Trainer Bjarne Homfeldt. Dass sein Team in den ersten beiden Vierteln nicht ihre sonstige Spielstärke erreichte, hatte nach Einschätzung von Homfeldt aber auch noch andere Gründe. So haderten fast alle Spieler mit den Schiedsrichtern. Das führte dazu, dass die Konzentration auf das Spiel doch merklich nachließ. Auch lief das Training in der Woche nicht optimal. So fehlten Ramin Büttner, "Dimi" Basylev und Andrej König. Homfeldt: "Das ist schon ein Handicap und wirkt sich dann auch im Spiel aus. Da dann den Rhythmus zu finden, ist schon schwer. Auch hatten einige Spieler den Kopf auf Grund von Klausurarbeiten nicht frei."

So dauerte es eben seine Zeit bis die Twisters ins Rollen kamen. Doch dann waren sie nicht mehr zu halten und hatten den Gegner gut im Griff. Angetrieben von den 342 Zuschauern (Homfeldt: "Die haben uns sehr geholfen.") starteten die Gastgeber die Aufholjagd. Durch eine Umstellung auf eine Ganzfeldabwehr wurden die Hamburger schon früh unter Druck gesetzt. Die Folge waren leichte Ballgewinne, die die Twisters konsequent zu Punkten nutzten. Auch unter dem eigenen Korb konnten sich die Rendsburger sehr zur Freude ihres Trainers steigern. Zwar dauerte es bis zur 32. Minute , ehe die Twisters wieder die Führung übernahmen (54:52), am Ende aber war der Sieg dann doch ungefährdet.Twisters Rendsburg: Basylev (9), Brodersen (12/2x3), Brunk, Büttner (11/1x3), Franke (7/1x3), Geist (8), König (20/1x3), Rinner (2), Rohwer (5), Störtenbecker (9).

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