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Handball : TSV Owschlag verpasst den Hattrick

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Im Finale des Pokal-Final Four unterliegt die Mannschaft von Rainer Peetz dem SV Henstedt-Ulzburg deutlich.

shz.de von
erstellt am 06.Mai.2013 | 08:31 Uhr

Altenholz | Die Drittliga-Handballerinnen des TSV Owschlag haben das Pokal-Triple verpasst. Beim Final-Four in Altenholz unterlag die Mannschaft von Trainer Rainer Peetz dem Liga-Rivalen SV Henstedt-Ulzburg mit 20:28 (13:14). Im Spiel um Platz drei setzte sich die HSG Holstein Kiel/Kronshagen klar mit 32:22 (15:12) gegen den TSV Wattenbek durch.

Erstmals konnte mit Rekord-Nationalspielerin Grit Jurack eine namhafte sportliche Botschafterin gewonnen werden. Sie bestritt 306 Länderspiele und wird hierbei nur von Frank-Michael Wahl (344), dem Altenholzer Herren-Trainer Klaus-Dieter Petersen (340) und Christian Schwarzer (318) übertroffen. Jurack überreichte den Landespokal und stand darüber hinaus auch für Autogramme zur Verfügung. Zudem gab es bei einem Tippspiel die Möglichkeit, Karten für das Champions-League-Final-Four in Köln zu gewinnen.

Halbfinals

HSG Holstein Kiel/Kr. -

TSV Owschlag

22:38 (11:18)Die Owschlager machten schnell deutlich, dass nur sie ins Finale einziehen würden. Der Drittligist legte gegen den klassentieferen Oberligisten einen Start nach Maß hin. Für HSG-Coach Holger Nielsen erwies sich die Edgar-Meschkat-Halle dabei - nach seinem kurzen Intermezzo als Coach des Herren-Drittliga-Teams des TSV Altenholz - erneut als kein gutes Pflaster. Seine Mannschaft wurde von den Owschlagerinnen in der Anfangsphase mit 1:10 regelrecht überrollt. Erst als die HSG daraufhin eine Auszeit genommen hatte, fand sie zumindest etwas besser ins Spiel. Dennoch gingen die Owschlagerinnen mit einem beruhigenden Sieben-Tore-Vorsprung in die Pause. Auch nach dem Wechsel geriet der Sieg des Favoriten nie in Gefahr. Bis zum 29:20 (45.) hielt die HSG das Ergebnis noch in Grenzen, ehe Owschlag in der Schlussviertelstunde das Tempo noch einmal anzog und einen lockeren Sieg einfuhr.

TSV Owschlag: Ewert (5), Trceziok (3), Stolley (3/1), Rohwer (6), Steffek (3), Sibbersen, Gümmer (4), Palloks (1), Kühl, Voß (2), Peters (3/1), Zadow (3), Feldstedt (2), Jensen.

TSV Wattenbek -

Henstedt-Ulzburg

27:30 (16:17)Der Außenseiter aus Wattenbek erwischte mit dem 4:2 (6.) einen guten Start. In der Folge sahen die Zuschauer eine ausgeglichene Partie, in der der SVHU speziell durch seine Gegenstöße zur Pause knapp in Führung lag. Aber auch in der zweiten Hälfte kam der TSV wieder wacher aus der Kabine und riss die Führung beim 20:19 (35.) wieder an sich. Als gegen Ende die Kräfte schwanden, setzte sich der Favorit doch noch durch. Bitter: Die Ex-Owschlagerin Lisa Schmidt-Vollgraf musste mit Verdacht auf Kreuzbandriss ohne Gegnereinwirkung ins Krankenhaus gebracht werden.

Finale

TSV Owschlag -

Henstedt-Ulzburg

20:28 (15:16)Die Neuauflage des Finals aus dem Vorjahr, in dem sich Owschlag nach einem dramatischen Spiel mit 28:26 gegen die HF Henstedt-Ulzburg/Kisdorf durchgesetzt hatte, begann zunächst ausgeglichen. Ähnlich dramatisch wurde es diesmal allerdings nicht. Bis zum 3:3 legten die Owschlagerinnen stets ein Tor vor und die SVHU zog nach. Dann setzte sich der TSV durch zwei Treffer von Franziska Peters und einem Tor von Ines Gümmer auf 6:3 ab. Diesen Drei-Tore-Vorsprung verteidigten die Owschlagerinnen bis zum 9:6 (14.), das Peters mit einem Heber markierte.Dann folgte der Bruch im Spiel. Dem TSV gelang in den kommenden acht Minuten kein Treffer mehr, ehe die eingewechselte Lena Feldstedt den Bann durchbrach. Die Wende zum Besseren war es aber nicht, denn ihre nächsten beiden Versuche waren "Fahrkarten".

So blieb es bis zur Pause eng. Danach fand Owschlag überhaupt nicht mehr in die Partie, da Henstedt-Ulzburg mit Jennifer Knust eine Torhüterin eingewechselt hatte, an der der TSV kein Vorbeikommen fand. Sie musste in der gesamten zweiten Hälfte nur sieben Mal den Ball aus dem Netz holen.

"Unsere Niederlage hatte drei Gründe: Unser Torhüter-Spiel, die zahlreichen Fehlwürfe und nicht zuletzt die Schiedsrichterleistung", bilanzierte TSV-Coach Rainer Peetz, der sich nun auf die Sommerpause freut, in der seine Spielerinnen und auch er selbst neue Kraft tanken können. In der Pause müssen die Owschlager diesmal nicht nach neuen Torhüterinnen schauen, denn zwei Neuzugänge sollen bereits feststehen. Die Namen werden allerdings erst in zwei Wochen bekannt gegeben.

TSV Owschlag: Ewert (2),Trceziok (2), Stolley (1), Rohwer, Steffek, Sibbersen, Gümmer (2), Palloks, Kühl, Voß (2), Peters (7/1), Zadow, Feldstedt (4)

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