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Rendsburger Drachenbootsportler erleben WM der Superlative

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erstellt am 02.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Rendsburg/Ungarn | Bereits zum zweiten Mal nahmen Anke Wilke und Jörg Oppor aus Groß Wittensee sowie Dörte Wohlers aus Heinkenborstel an einer Drachenboot-Weltmeisterschaft teil. Ihre Premiere feierten Claudia Oeser aus Westerrönfeld und Johanna Claussen aus Hörsten, die auf der Theiss im ungarischen Szeged zum ersten Mal bei Welttitelkämpfen am Start waren.

Es war ein grandioses Erlebnis - wahrlich ein Drachenboot-Fest der Superlative: 29 Nationen mit über 3.500 Drachenbootpaddler nahmen teil. Mit dabei war auch das Nationalteam des Deutschen Drachenbootverbandes mit seinen U18-, Premium-, Senior A- (Ü40) und Senior B- (Ü50) Teams, mit knapp 200 Sportlerinnen und Sportlern. Die fünf Schleswig-Holsteiner, die sich im vorangegangenen Nominierungsverfahren für die Nationalmannschaft qualifiziert hatten, saugten die einzigartige Atmosphäre auf. Der Marsch aller Nationen durch die abgesperrten Straßen zu den Sitztribünen an der Theiss bildeten einen beeindruckenden Auftakt dieser Weltmeisterschaft, die durch viele begeisterte Ungarn begleitet wurde. So eingestimmt ging es an fünf spannenden, kräftezehrenden und glutheißen Tagen auf die Theiss (2000m Verfolgung) und das Wasser des Olympiastützpunkts von Szeged. Dort konnten die "Nordlichter" - so der Name des Drachenboot-Teams der FT Eintracht Rendsburg - schließlich drei Goldmedaillen (je Wilke, Wohlers und Claussen über 500m im Smallboat), drei Silbermedaillen (je Wilke, Wohler und Claussen über 200m im Smallboat) sowie vier Bronzemedaillen (Wohlers über 2000m, 500m und 200m im Mixed-Boat sowie Oppor über 2000m im Mixed-Boat) gewinnen.

In Anbetracht der starken Konkurrenz, besonders aus Canada (30x Gold, 14x Silber, 8x Bronze,) und den USA (3x Gold, 12x Silber, 15x Bronze) waren die Damen "nur" über 2000m mit Bronze erfolgreich. Insgesamt konnte das Deutsche Nationalteam 5x Gold, 3x Silber und 6x Bronze-Titel holen und stellte damit neben Ungarn die erfolgreichste Mannschaft aus Europa.

Beeindruckend war die perfekte Organisation dieser Titelkämpfe. 300 Rennen, die allesamt per Livestream im Internet mitverfolgt werden konnten, wurden pünktlich durchgeführt. Zudem setzten die Organisatoren modernste Technik ein und nutzten zum ersten Mal eine automatische Startanlage sowie eine mitfahrende Kamera, die Bilder auf mehrere Großbildleinwände lieferte und so die Ergebnisse blitzschnell überlieferte.

Nun geht es für die fünf Nordlichter mit dem Training weiter. Vom 23. bis 25. August steigt die Club-Europameisterschaft in Hamburg.

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