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Reiser mit Kampfansage

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Verbandsliga Nord-Ost: BTSV-Kapitän verspricht drei Punkte im Derby

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erstellt am 11.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Büdelsdorf/Rendsburg | Bevor die zweite Saisonhälfte in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost nach den winterlichen Kapriolen so richtig startete, lagen der Rendsburger TSV und der Büdelsdorfer TSV in der Tabelle ganz dicht beieinander. Vor dem Lokalderby im Eiderstadion heute (16 Uhr) haben sich die Vorzeichen allerdings grundlegend geändert.

Am 10. April wies das Tableau den gastgebenden BTSV mit 25 Punkten auf Platz zehn aus, der Kontrahent vom Nobiskrug rangierte mit nur drei Zählern mehr auf Platz acht. Nicht viele dachten nach der guten Vorrunde der Büdelsdorfer und den Querelen beim RTSV inklusive Trainerwechsel, dass der Aufsteiger den ewigen Rivalen am Saisonende sogar hinter sich lassen könnte. Dieses Szenario hat sich mittlerweile nahezu erledigt und ist nur noch theoretischer Natur. Der BTSV muss knapp vier Wochen später nach unten schauen und hat den Klassenerhalt noch nicht perfekt gemacht. Auf der anderen Seite schlummern bei den Rendsburger noch leise Hoffnungen auf Platz zwei und eine eventuelle Chance in einer Aufstiegsrunde der Zweitplatzierten der vier Verbandsligen den Aufstieg in die Schleswig-Holstein-Liga anzugehen. "Wir wollen das jetzt nicht zu hoch hängen, aber alles ist möglich. Und wenn es am Ende Platz zwei wird, sind wir glücklich. Wenn es nicht reichen sollte, ist das auch kein Drama", sagt RTSV-Kapitän Kerem Atamtürker. Der Taktgeber im Mittelfeld sieht sein Team im Aufwind und geht zuversichtlich ins Nachbarschaftsduell. "Wir sind heiß und gut in Form", sagt er selbstbewusst. Die Floskel über die Besonderheit eines Derbys gilt für ihn immer noch. "Es sind mehr Zuschauer da und man kennt sich untereinander. Von daher ist es kein Spiel wie jedes andere." Dass es beim Gegner in den letzten Wochen nicht lief und den BTSV noch Abstiegssorgen plagen, ist Atamtüker natürlich nicht verborgen geblieben, zu viel Gewicht aber misst er diesem Umstand nicht bei. "Wir müssen uns auf uns konzentrieren. Um den Gegner mache ich mir nicht so viele Gedanken." Aus dem Kader der Büdelsdorfer sticht für den Rendsburger Team-Käptn allenfalls ein Spieler heraus. Sein ehemaliger Teamkollege und Mannschaftsführer-Pendant. "Auf Rio Reiser muss man natürlich immer ein Auge haben", sagt Atamtürker und mein natürlich nicht den verstorbenen Sänger, sondern das Mittelfeld-Ass des Büdelsdorfer TSV Christer Reiser.

Für Reiser und den BTSV wird es nach drei Niederlagen mit 2:12 Toren in Folge höchste Zeit, den letzten Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen. Drei Zähler seien dafür auf jeden Fall noch nötig, findet Trainer Michael Rohwedder. Reiser sieht das ähnlich und verbindet seinen Ausblick auf das Derby gleich mit einer Kampfansage: "Mindestens drei Punkte brauchen wir noch. Aber die werden wir heute unter Dach und Fach bringen." Eine Ankündigung, die aufgrund der aktuellen Form überraschend daherkommt, aber der Büdelsdorfer Mittelfeldmotor liefert auch eine Begründung für seine forschen Töne: "Immer wenn es schlecht für uns lief, haben wir in den entscheidenden Momenten eine dementsprechende Reaktion gezeigt." Und genau so eine Reaktion erwartet Reiser auch heute. Argumente für einen Sieg der eigenen Mannschaft haben beide über Facebook ausgetauscht. "Wir haben uns geschrieben. Jeder weiß spätestens jetzt, dass der Gegner heiß auf dieses Spiel ist", verrät der Büdelsdorfer, der sich seit Wochen mit einer hartnäckigen Hüftverletzung herumplagt. Für die 90 Derby-Minuten heute aber wird er die Schmerzen vergessen. "Dann ist so viel Adrenalin im Körper, dass man die nicht merkt." Eine vorbildliche Einstellung, um den letzten Schritt im Abstiegskampf zu machen.

Restprogramm Büdelsdorfer TSV: Rendsburger TSV (H/5. Platz), SG SVE/Comet Kiel (H/.15.), Eidertal Molfsee (A/10.), C. Schönkirchen (A/4.).

Restprogramm Rendsburger TSV: Büdelsdorfer TSV (A/11.), Eckernförder SV (H/9.), Osterrönfelder TSV (A/13.), Inter Türkspor Kiel (H/6.).

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