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Rallye-Comeback mit Hindernissen

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erstellt am 06.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Gut Görtz | Erst hatten sie kein Glück und dann kam auch noch Pech hinzu - auf diesen einfachen Nenner lässt sich das Comeback von Rolf Petersen (Westerrönfeld) und seinem Beifahrer Jürgen Krabbenhöft (Neuberend) bei der ADAC-Holsten-Rallye bringen. Nach 25 Jahren Pause nahm Petersen, der Deutsche Rallye-Vizemeister von 1985, wieder im Cockpit Platz, Krabbenhöft hatte gar 33 Jahre ausgesetzt. Das Team ging bei der Doppelveranstaltung mit je vier Wertungsprüfungen auf dem Truppenübungsplatz Putlos (Kreis Ostholstein) mit einem 19 Jahre alten BMW M 3 an den Start. Die Euphorie der beiden erhielt bereits kurz nach dem Beginn auf Gut Görtz einen Dämpfer. Die Gegensprechanlage fiel aus, insbesondere auf den Schotterpassagen war nur noch eine Verständigung mit Handzeichen möglich. Kein Wunder, dass dabei eine Abzweigung verpasst wurde. Auf der zweiten Prüfung, einem schnellem Asphalt-Rundkurs, kam es dann noch dicker. "Gleich in der ersten von knapp drei zu fahrenden Runden hatten wir vorne links einen schleichenden Plattfuß. Schließlich war die Luft komplett entwichen und wir mussten mehrere Kilometer auf der Felge zurücklegen", ärgerte sich Petersen. Unterm Strich war so nicht mehr als der 13. Gesamtrang unter 48 Startern drin.

Der zweite Wettbewerb begann mit mehreren Top-Ten-Zeiten vielversprechend. "Dann aber lief uns ein Reh auf die Strecke und wir mussten aus hohem Tempo stark abbremsen - und wieder war die Fahrzeit im Eimer. Noch ärgerlicher wurde es auf der letzten Wertungsprüfung. Kurz vor dem Start setzte ein heftiger Sturzregen ein, der bei uns wie bei vielen anderen Teams für beschlagene Scheiben sorgte. Die Prüfung sind wir praktisch durchgerutscht. Die Reifen waren für trockene Fahrbahn ausgelegt und selbst auf den Schotterstücken stand so viel Wasser, dass die Bestzeitprüfung mehr einer Fahrt auf Schmierseife ähnelte", berichtete Petersen. Dennoch konnten sich Petersen/Krabbenhöft deutlich verbessern und die Veranstaltung auf Platz sieben beenden. "Das war nicht das, was ich mir erhofft hatte", resümierte der Westerrönfelder kritisch. "Aber für einen ersten Test unter Wettbewerbsbedingungen war es gut. Wir haben viele Punkte gefunden, die an dem BMW M 3 noch verbessert werden müssen. Insbesondere die Getriebeabstufung entspricht nicht den Anforderungen an eine Rallye, das Fahrzeug ist viel zu lang übersetzt. Auch das Fahrwerk muss noch modifiziert werden."

Sofern die technischen Änderungen am Einsatzfahrzeug rechtzeitig umgesetzt werden können, planen Rolf Petersen und Jürgen Krabbenhöft einen Start bei der Ostsee-Rallye Anfang September. Die Rallye findet ebenfalls im Kreis Ostholstein statt und zählt zur bundesweit ausgeschriebenen Serie ADAC Rallye Masters.

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