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Personal-Puzzle beim Büdelsdorfer TSV

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erstellt am 08.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Büdeldsdorf | Ein Blatt Papier, einen Stift und ein Telefon benötigt Michael Rohwedder derzeit, um vor jeder Partie seines Büdelsdorfer TSV in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost dasselbe Spiel zu spielen: Personal-Puzzle nennt sich Rohwedders abendliche Beschäftigung. Aufgrund der vielen Ausfälle muss er sich Woche für Woche ein neues Team zusammenbasteln - auch für das Nachholspiel heute beim TSV Klausdorf (19 Uhr).

Der Coach ist alles andere als erfreut über die aktuelle Situation. "Ich hänge nur noch am Telefon und suche mir eine Mannschaft zusammen. Das nervt und ist bestimmt nicht verbandsliga-like", sagt er. Auf der anderen Seite kann er sich glücklich schätzen, dass er in einem bestens aufgestellten Verein arbeitet. "Die Zusammenarbeit klappt hervorragend." Auch heute wird er angesichts von sechs definitiven Ausfällen und drei angeschlagenen Spielern wieder auf die Hilfe der A-Junioren und des Reserve-Teams zurückgreifen. Nur gut, dass der BTSV schon 31 Punkte auf der Habenseite verbucht hat. Das erleichtert den Blick auf den anstrengenden Saisonendspurt, aber der Trainer weiß: "Diese 31 Punkte allein werden für den Klassenerhalt nicht reichen." Drei bis vier Zähler seien noch nötig, um auf Nummer sicher zu gehen, rechnet er vor.

Dass man heute nach dem Abpfiff in Klausdorf schon die Sektkorken knallen lassen kann, ist allerdings eher unwahrscheinlich, denn im Gegensatz zum BTSV ist der Tabellen-Vierte derzeit gut drauf. Insbesondere die Offensivreihe um Nico Schrum, Dennis Trociewicz und Gino Laubinger ringt Rohwedder Respekt ab. "Das sind richtig gute Leute." Daher legt der BTSV-Trainer den Fokus auf eine stabile Defensive. Die wurde bei den Büdelsdorfern zuletzt schmerzlich vermisst. "In den letzten vier Spielen sind wir drei Mal früh in Rückstand geraten. Dann wird es gegen spielstarke Mannschaften natürlich schwer etwas zu holen", sagt er.

Wenigstens kann Rohwedder auch zwei Rückkehrer in seinem Kader begrüßen. Felix Kock und Hannes Burath stehen nach ihren Verletzungen wieder zur Verfügung. Zudem hat er Lennart Jurzig, der seit Winter eigentlich kürzer treten wollte, überzeugen können, für die letzten Partien auszuhelfen. Somit kann er seinem Personal-Puzzle immerhin auch drei wichtige Teile anfügen.

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