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Nichts für schwache Nerven

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1. Kreisliga RD-ECK: Am letzten Spieltag entscheidet sich das Schicksal des TuS Jevenstedt und des TSV GH Lütjenwestedt

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Rendsburg | Die Fans mit Bluthochdruck sollten ihre Medikamente bereitlegen, denn der letzte Spieltag in der 1. Fußball-Kreisliga RD-ECK am Sonntag (alle acht Spiele um 15 Uhr) bietet alle Voraussetzungen für ein hochdramatisches Saisonfinale.

Nachdem im letzten Nachholspiel am Mittwoch der TSV Waabs beim Osterrönfelder TSV nur 1:1 spielte, fügte sich das letzte Mosaiksteinchen in den spannungsgeladenen Meisterschafts-Dreikampf. Denn sowohl Tabellenführer Gettorf als auch die Verfolger vom TuS Jevenstedt und aus Waabs gehen mit je 56 Punkten in ihre Schlusspartien. Allein das Torverhältnis unterteilt das Trio in der Tabelle. Und dabei hat der Spitzenreiter die besten Karten (67:37), vor dem Jevenstedter Überfliegern (79:57) und dem TSV aus Waabs (65:45). Ein Sieg dürfte den Gettorfern reichen, um ihr Meisterstück zu machen. Ein Ausrutscher im Derby gegen Schinkel aber könnte fatale Folgen haben, denn der TuS (gegen GW Todenbüttel) und Waabs (in Osdorf) stehen vor lösbaren Aufgaben. Und dann könnte das Torverhältnis eine entscheidende Rolle spielen, denn Jevenstedt und den Dritten trennen lediglich zwei Treffer. Im Kampf um den Titel sind also jede Menge Szenarien möglich.

Im Abstiegskampf hingegen ist die Rechnung eine einfache. Der TSV GH Lütjenwestedt empfängt den SV Fleckeby. Der Verlierer wird neben GW Todenbüttel zukünftig eine Klasse tiefer spielen. Eine Punkteteilung hilft dem Gastgeber, der einen Zähler mehr auf dem Konto hat.

Osterrönfelder TSV II -

TSV Waabs 1:1 (1:1)Nach der verschlafenen Anfangsphase übernahm der TSV Waabs die Kontrolle über die ansehnliche Partie. Umso überraschender war die Führung der Gastgeber durch Tim Kluck in der 21. Minute. Doch davon ließ sich der Aufstiegsaspirant nicht beirren und erzielte postwendend den Ausgleich durch Jan-Ole Jürgensen (29.). "Zu dieser Phase ging das Unentschieden noch in Ordnung. Nach Wiederanpfiff hatten wir das Glück auf unserer Seite und einen überragenden Marius Jentsch im Tor", wusste OTSV Betreuer Stefan Peretzke vom Chancenübergewicht der Waabser. " In der zweiten Hälfte entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Nach dem wir am vergangenen Wochenende Gettorf geärgert haben, hatten sie heute allen Grund zur Freude über unseren Punktgewinn", sprach Pereztke die spannende Tabellenkonstellation an.

Tore: 1:0 Kluck (21.), 1:1 Jürgensen (29.).

Osdorfer SV -

Osterbyer SV 1:8 (0:4)"Das war einfach nur peinlich wie sich die Mannschaft heute präsentiert hat", schimpfte Heim-Betreuer Jan Klang nach dem Spiel. Trainer Heinz Dreilich war sogar so wütend über die Vorstellung seiner Elf, dass er nicht Stellung nehmen wollte. Dabei gestaltete sich die Anfangsphase noch ausgeglichen. "Nach dem 0:1 sind wir dann zusammengebrochen und haben uns dem Schicksal ergeben. Wir sind einfach zusammengefallen wie ein Kartenhaus", fand Klang kein gutes Wort. So war es ein leichtes für die befreit aufspielenden Gäste noch auf 8:1 zu erhöhen. Bester Torschütze war Lasse Retza, der drei Tore zum Sieg beisteuerte.Tore: 0:1 Retza (10.), 0:2 Lennard Hamann (17.), 0:3 Lennard Plaga (24.), 0:4 Retza (30.), 0:5 Henrik Petersen (51.), 0:6 Retza (72.), 0:7 Marco Klay (78.), 1:7 Rene Matthies (88., FE), 1:8 Oliver Steffens (90.).

TuS Jevenstedt -

GW Todenbüttel (SO., 15 Uhr)Meisterschaftsgedanken gibt es nach den Worten von TuS-Trainer Adrian Königsmann beim Aufsteiger keinesfalls. "Wenn es dann aber zu diesem Betriebsunfall kommt, nehmen wir das mit", scherzt Königsmann. Für ihn steht im Vordergrund, dass sich die Mannschaft mit einem Sieg gegen den Absteiger verabschiedet. "Das ist sie auch unserem scheidenden Co-Trainer Torben Pahl schuldig", sagt Königsmann. Bei GW bringt der Coach dem jungen Bennit Struve und Mitchell Westerweller den größten Respekt entgegen.

GW hat sich in der Rückrunde teuer verkauft, dennoch konnte der Abstieg nicht vermieden werden. Für den Absteiger ist es jetzt eine Frage der Ehre, sich auch in Jevenstedt mit einer guten Leistung zu verabschieden. "Wir werden auch in Jevenstedt mit vollem Einsatz spielen. Verschenkt wird nichts", sagt GW-Trainer Michael Knieriemen. Fehlen wird jedoch mit Mitchell Westerweller ein wichtiger Spieler.

TSV GH Lütjenwestedt -

SV Fleckeby (SO. ,15 Uhr)"Die Niederlage von Fleckeby hat uns sicher in die Karten gespielt. Jetzt haben wir es selbst in der Hand, die Klasse zu halten. Doch das wird schon schwer genug", weiß TSV-Trainer Jens Heuer was seine Mannschaft erwartet. Dabei wird den Brüdern Matthiesen besondere Aufmerksamkeit gelten. Beim TSV ist also hopp oder top angesagt. Beruhigend allerdings ist: Den Gastgebern reicht ein Punkt. "Ich werde in diesem Spiel nur Akteure aufbieten, auf die ich mich absolut verlassen kann. Mit Schönspielerei wird nichts zu holen sein. Das muss allen bewusst sein", erwartet Heuer letzten Einsatz vor den treuen Zuschauern, die ihre Mannschaft gerade in dieser Situation unterstützen müssen. Doch daran hat es in Lütjenwestedt noch nie gefehlt.

Osterrönfelder TSV II -

TSV Vineta Audorf (SO., 15 Uhr)Tabellenplatz sechs ist dem OTSV II sicher, ganz gleich wie das Spiel gegen den TSV Vineta Audorf ausgeht. Interimstrainer Lutz Wundrack aber möchte sich schon mit einem Sieg verabschieden. Doch da sieht es personell ungünstig aus. So fallen mit Tim Fuhrmann, Kevin Czaja und Tobias Kohlmorgen wichtige Spieler aus. Doch das war auch beim Heim-2:2 gegen den Spitzenreiter Gettorfer SC so. Insofern traut Wundrack seiner Mannschaft zu, die Serie mit einem Sieg zu beenden.

Mit großem Interesse haben die Vineten um Trainer Thomas Kühl am Dienstag das Spiel des VfR Eckernförde gegen den SV Fleckeby (2:0) verfolgt. "Der Spielausgang ist natürlich absolut in unserem Sinne. Wir haben jetzt mit dem Abstieg nichts mehr zu tun und sind gerettet. Da hat uns auch unser gutes Torverhältnis geholfen", geht Vineta-Trainer Thomas Kühl ganz entspannt in sein letztes Spiel als Vineta-Trainer. Ein Sieg wäre für den Coach ein schönes Abschiedsgeschenk.

TuS Rotenhof -

TuS Bargstedt (SO., 15 Uhr)"Das Hinspiel haben wir mit 1:3 verloren. Somit ist Revanche angesagt, zumal wir zu Hause spielen. Wir wollen uns zudem auf eigenem Platz von unseren Fans mit einem Sieg verabschieden", erwartet Rotenhofs Trainer Thomas Gosch einen Dreier. Der soll mit Lust, Freude und Spaß am Spiel gegen die robusten Bargstedter geholt werden. Personell hat Gosch keine Sorgen.

"Wir treten locker in Rotenhof an. Der Gastgeber wird sich bestimmt für die Hinspielniederlage revanchieren wollen. Darauf aber sind wir eingestellt", fährt Bargstedts Trainer Carsten Lähn gelassen mit seinem Team nach Rendsburg. Fehlen werden mit Matthis Döring, Henning Michaelis, Markus Wieben und Kai Eichstedt vier Stammkräfte. "Doch das haben wir schon oft in der Saison auffangen können", sorgt sich Lähn nicht um eine kampfkräftige Mannschaft.

VfR Eckernförde -

SG Felde/Stampe (SO., 15 Uhr)Mit dem 2:1 Sieg über den Tabellenletzten und feststehenden Absteiger GW Todenbüttel am Dienstag hat die SG das plötzlich aufkommende Abstiegsgespenst ebenso schnell und endgültig vertrieben. Die Spannung im Spiel beim VfR soll durchaus gehalten werden, denn für die SG steht am 8. Juni um 15 Uhr zu Hause das Finale im Kreispokal gegen den Verbandsligisten Eckernförder SV an. In Eckernförde fehlen Tobias Henning, Eric Henack und Florian Garling. Die weiteren Spiele: Gettorfer SC - 1. FC Schinkel, Osdorfer SV - TSV Waabs, TSV Karby - Osterbyer SV.

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