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Rudern : Neue Lust auf Erfolge

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Lauritz Schoof peilt mit dem deutschen Doppelvierer bei der EM eine Medaille an.

shz.de von
erstellt am 30.Mai.2013 | 08:26 Uhr

Dortmund | Lauritz Schoof hat die Lust aufs Rudern wieder entdeckt. Nach dem Gewinn der Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in London im vergangenen Jahr mit dem deutschen Doppelvierer fiel der 22-Jährige vom Rendsburger RV in ein mentales Loch. "Mehr als Olympiasieger kann man nicht werden. Da fällt es schwer, sich noch einmal aufzuraffen, zumal die Monate vorher unwahrscheinlich an der Physis und der Psyche gezehrt haben. Vieles war plötzlich wichtiger als der Sport", sagt Schoof rückblickend. Etwa die berufliche Ausrichtung. So wechselte er neben seinem Studienfach (jetzt Medizin) auch den Studienort. Von Hamburg zog es ihn nach Dortmund. Doch dort, in der Nähe des Leistungszentrums des Deutschen Ruderbandes (DRV), verspürte er wieder vermehrt den Drang, zu den Skulls (Ruder) zu greifen. "Die Lust ist zurück. Ich bin zwar erst im Februar so richtig in die Saison eingestiegen, doch ich fühle mich gut und bin hoch motiviert."

Bereits bei den Kleinbootemeisterschaften Mitte April in Duisburg überzeugte der Westerrönfelder, als er hinter Ex-Weltmeister Marcel Hacker und seinem Bootskollegen Karl Schulze als Dritter im Einer über die Ziellinie fuhr. Mittlerweile ist Schoof "wieder voll im Saft", wie er selbst sagt, und fühlt sich für weitere Großtaten bereit. Mit der Europameisterschaft im südspanischen Sevilla (31. Mai bis 2. Juni) steht jetzt der erste Saisonhöhepunkt an. "Wir wollen eine Medaille. Es wäre natürlich schön, wenn sie am Ende golden glänzen würde", so Schoof. Wie stark der deutsche Doppelvierer einzuschätzen ist, vermag er aber nicht zu sagen, denn gegenüber dem "Gold-Boot" von London gab es zur neuen Saison eine Umbesetzung. Während neben Schoof auch die anderen Olympiasieger Karl Schulze (Dresden) und Tim Grohmann (Dresden) von Bootstrainer Egbert Scheibe für den Doppelvierer nominiert wurden, gönnt sich mit Philip Wende der Vierte des erfolgreichen Quartetts des vergangenen Jahres eine studienbedingte Auszeit. Für ihn rückte Paul Heinrich (Rostock) nach. "Paul ist ein sehr angenehmer Ruderer, der physisch vielleicht nicht ganz so stark ist wie Philip, dafür aber sehr gut den Schlag übernehmen kann und eine gute Ruhe ins Boot bringt", sagt Schoof über seinen neuen Kollegen. Im Training hätte das Team "einen guten Eindruck" hinterlassen. "Nun muss sich aber im Wettkampf zeigen, was wir wirklich können."

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