Milena Thießen Dritte im Siebenkampf

Milena Thießen.
Milena Thießen.

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03. Juli 2013, 03:59 Uhr

Langen | Nach dem Abi-Stress düste Milena Thießen nun in den wohlverdienten Urlaub nach Italien. Auf dem Weg dorthin aber legte sie noch einen kleinen Zwischenstopp ein. Und der lohnte sich, denn bei den Norddeutschen Mehrkampf-Meisterschaften der U20-Junioren im niedersächsischen Langen landete die Leichtathletin der LG Rendsburg/Büdelsdorf mit 4084 Punkten im Siebenkampf auf Platz fünf. In der gemeinsamen Wertung der Leichtathletik-Verbände Schleswig-Holstein und Hamburg bedeutete dieses Resultat sogar die Bronzemedaille.

Den fünften Rang gab es für sie auch im Vierkampf (2594 Punkte). Bei der Meisterschaft Schleswig-Holstein/Hamburg hieß das Platz vier, nur 57 Punkte hinter der Drittplatzierten Greta Breitländer (SG TSV Kronshagen/Kieler TB). "Nach den Vorbereitungen auf das Abi war für mich einfach nicht mehr drin", war die Büdelsdorferin mit ihrer Leistung absolut zufrieden. Im Vergleich zum Vorjahr hat sie ihre Siebenkampfbestleistung um 172 Punkte verbessern können. "Sie hat meine Vorgabe von 4086 Punkten fast genau erfüllt", meinte LG-Trainer Johannes Rabe augenzwinkernd. Mit 15,62 Sekunden über die 100m Hürden (762 Punkte) legte sie einen guten Start in den Wettkampf hin. "Dabei hat sie sogar noch ein wenig Zeit verschenkt. Sie hat nur drei von zehn Hürden gut überlaufen", war für Rabe hier noch eine bessere Zeit drin. Mit 1,60m im Hochsprung (736 Punkte) stellte die LG-Athletin ihre bisherige Bestleistung ein. "Das war im Rahmen eines Siebenkampfes erfreulich", waren Trainer und Athletin einer Meinung. Im Kugelstoßen waren acht Meter plus X das Ziel. Dazu aber reichte es nicht ganz. 7,82m (388 Punkte) gingen in die Wertung ein. Stark war dann wieder die Vorstellung über die 200m in 27,05 Sekunden (708 Punkte). Eine unglückliche Zuteilung verhinderte vielleicht eine bessere Zeit. "Milena musste in einem von den Vorzeiten her langsamen Lauf starten. Bei stärkerer Konkurrenz wäre wohl eine bessere Zeit drin gewesen", meinte Trainer Rabe.

2594 Punkte nach dem ersten Tag waren eine gute Basis für den zweiten. Den eröffnete die Landesmeisterin im Dreisprung mit ordentlichen 5,00m (565 Punkte). Dabei traf Thießen das Brett nicht voll. Das verhinderte eine größere Weite. "5,20m hatte ich mir vorgenommen", befand die angehende Studentin. Der Speerwurf war mit 19,68m (283 Punkte) dann das Negativerlebnis dieses Mehrkampfs. "Kugel und Speer sind einfach nicht meine Disziplinen", weiß die U20-Athletin um ihre Schwächen. Großen Kampfgeist bewies sie jedoch über die abschließenden 800m in 2:34,17 Minuten (642 Punkte). "Unter 2:35 Minuten wollte ich laufen. Das habe ich erreicht. Das ist absolut in Ordnung", freute sich Thießen, die ihre bisherige Bestzeit damit um fünf Sekunden verbesserte.

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