LG Rendsburg/Büdelsdorf schafft Sprung unter die Top Fünf in Schleswig-Holstein

Wartete im Hochsprung in der Saison 2009 mit 1,64 m in der W 12 mit einer Glanzleistung auf: Merle Möller.  Foto: rm
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Wartete im Hochsprung in der Saison 2009 mit 1,64 m in der W 12 mit einer Glanzleistung auf: Merle Möller. Foto: rm

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07. Januar 2010, 04:59 Uhr

Rendsburg | Die Zusammenlegung der Leichtathletikabteilungen des Büdelsdorfer TSV und des Rendsburger TSV am 1. Januar 2006 zu einer LG trägt weiter Früchte. Nach Platz 6 der Gesamtwertung im Jahr 2008 hat sich die Mannschaft nunmehr auf Rang 4 der Landesbestenliste des Schleswig-Holsteinischen Leichtathletik-Verbandes (SHLV) verbessert. Berücksichtigt werden dabei Platzierungen bei Landesmeisterschaften von Platz 1 bis 6 in den Altersklassen Frauen/Männer, Jugend, Schüler sowie Senioren.

Damit ist die LG in der Gesamtliste der 40 erfolgreichsten Vereine aus dem Verbandsbereich des KLV Rendsburg-Eckernförde am besten platziert. Nicht mehr in der Topliste vertreten ist die SG Athletico Büdelsdorf. "Es freut uns, dass es wieder ein Stück vorangegangen ist", sagte Marga Zentner, die zusammen mit Bernhard Philipp einst auch die Weichen für den Zusammenschluss stellte.

Der Sprung unter die Top-Fünf ist vor allen Dingen auf die Verbesserungen der Jugend B (16/17 Jahre - von Platz 13 auf 8), und der Frauen/Männer (von 52 auf 28) zurückzuführen. In der Schülerklasse (14/15 Jahre) ist die LG mit ihren Trainern Johannes Rabe, Sven Murmann und Ivan Pivovarov vom Vorjahresrang 5 auf 4 geklettert. Einzig bei den Senioren fiel das Team von Platz 7 auf 11 zurück.

In der Jugendklasse ist die Verbesserung besonders Kimberly Jeß (seit 15. August 2009 bei Bayer Leverkusen) mit sechs Titeln (Hochsprung, Weitsprung und Kugelstoßen) zuzuschreiben. Im Schülerbereich ragte SHLV-Kaderathlet Ole Hamann (M 15) mit sieben Titeln heraus. Bei den Mädchen dieser Altersklasse wurde Marietheres Beier (W 14) Landesmeisterin im Hochsprung und Speerwurf.

Die Leistungen der Top-Athleten spiegeln sich auch in der Landesbestenliste der einzelnen Disziplinen wider. Ole Hamann wird gleich 16 Mal geführt. U 20-Hochsprung-Weltmeisterin Kimberly Jeß bringt es auf drei Top-Platzierungen, ebenso Silke Drews (AK 55).

Aber nicht allein auf Landesebene sind LG-Aktive vorn dabei. So wurde Kimberly Jeß erneut deutsche Meisterin im Hochsprung (Halle/Freiluft). Als Athletin von Bayer 04 Leverkusen wurde sie Deutsche Mannschaftsmeisterin im Siebenkampf. Noch als LG-Aktive nahm sie zum dritten Mal an einer Weltmeisterschaft teil. Bei der U 18-WM erreichte sie in Brixen (Italien) mit 1,74 m das Finale. Eine Verletzung hinderte sie daran, ihr Leistungsvermögen gänzlich auszuschöpfen. Auch bei einem Dreiländerkampf (Halle) wurde sie eingesetzt und belegte Platz 2 (1,84 m).

Bei deutschen Meisterschaften starteten auch Marietheres Beier (W 14/Block Sprint/Sprung) und Ole Hamann (Achtkampf). Auf norddeutscher Ebene ist Angelika Clauß (W 55) über 400 m und 800 m nicht zu schlagen gewesen.

Beim Nachwuchs des Nachwuchses (12/13 Jahre) ragten Darja Pivovarov (W 13), Merle Möller (W 12) und Fynn Brodersen (M 13) heraus. Darja Pivovarov siegte beim 80 Gramm-Ballwurf (59 m), Speerwurf (33,33 m) und auch im Vierkampf (1958 Punkte).

Doch bei aller Freude in den Reihen der LG über die gute Gesamtplatzierung hat der Verein auch einen großen Verlust zu verkraften. Speerwurf-Legende Heiner Will, der 1956 an den Olympischen Spielen in Melbourne teilnahm, fünf Deutsche Meisterschaften gewann und mehrfach den deutschen Rekord verbesserte, starb am 18. Oktober 2009. Heiner Will war tatkräftiger Sponsor des Nachwuchses.

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