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Lena und Nina sagen tschüss

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Leptien-Schwestern verlassen mit Abschiedsspiel die Handballbühne

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erstellt am 31.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Hohn/Kropp | Insgesamt 35 Handballerinnen hatten sich auf den Weg in die Hohner Werner-Kuhrt-Halle gemacht, um den Leptien-Schwestern Lena und Nina ein schönes Abschiedsspiel zu bereiten. Beide standen über zehn Jahre im Dienst der HSG Kropp/Tetenhusen, der vorzeitige Abgang von der Handballbühne ist nur mehreren Knieverletzungen geschuldet.

Dass die Veranstaltung gelungen war, beweisen nicht nur die vielen Spielerinnen, sondern auch die etwa 500 Euro Spendengelder, die zugunsten des Hamburger Hilfszentrum "Kinderlotse" gesammelt wurden. "Es war wirklich schön, dass sich so viele alte und aktuelle Weggefährten Zeit für uns genommen haben", strahlte Lena Leptien nach dem Abpfiff und ihre Schwester Nina ergänzte: "Insbesondere freut mich, dass auch Spielerinnen gekommen sind, die eigentlich immer unsere Gegner waren." Meist war man sich während zahlloser Regionalliga-Schlachten gegen den TSV Owschlag nicht unbedingt grün - dass Greta Stolley und Ina-Lena Elwardt am Samstag dabei waren zeigt aber, dass man sich abseits des Feldes trotzdem gut versteht.

Die beiden waren aber nur ein kleiner Teil des Teams "Handballprominenz", das unter anderem auch vier Vertreterinnen des Zweitligisten Nord Harrislee aufbot. Spielerinnen aus Altenholz, Hohn/Elsdorf und weiteren Klubs vervollständigten das Aufgebot, das von Sünje Schütt, Trainerin der Hohnerinnen und fleißige Mitorganisatorin, gecoacht wurde. Kein Wunder also, dass die Kropper Mannschaft, zusammengesetzt aus alten und neuen HSG-Akteurinnen, zunächst gegen die Topbesetzung des "Gästeteams" einige Treffer einstecken musste. Nach und nach entwickelte sich aber eine ansehnliche und auf hohem Niveau geführte Damenpartie. Auf beiden Seiten sahen die gut 100 Zuschauer zahlreiche gute Aktionen. Ob Heber, Kempa-Trick oder "Winkelknaller" - die Damen bewiesen ihre Klasse. Während Lena Leptien für ihr Team die Siebenmeter warf, vermisste man Nina zunächst auf dem Spielfeld. Bis zu den letzten Spielsekunden: Kropps Finja Riedel stieß in Richtung Tor, ein Schrei, ein Sturz - (fast) klarer Fall: Siebenmeter für die Kropperinnen. Die Proteste ob des doch ziemlich schauspielreifen Einsatzes bleiben natürlich aus. Unter lauten Jubel versenkte Nina Leptien per Heber und Sarah Schütte im Kasten wäre wohl auch als Spielverderberin aus der Halle gejagt worden, hätte sie den Ball gehalten.

Was folgte, war der Abpfiff der Partie, die die Kropperinnen sogar mit 36:31 gewannen. Jede der Spielerinnen ließ es sich nicht nehmen, die beiden Leptiens noch einmal zu drücken, bevor es endgültig "tschüss" hieß. Der Abgang folgte allerdings weder sang- noch klanglos, denn bevor die Zuschauer die Halle verließen, gaben die Schwestern mit Unterstützung der Handballerinnen noch ein Ständchen, um danach im großen Kreis auf vergangene Tage anzustoßen.

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