Radsport : Kalle ist der Beste

Verbandspräsident und Vereinsvorsitzender Bernd Schmidt (li.) freut sich über 'seinen' Radsportler des Jahres Gerd-Arthur Kaluschke-Peter. Foto: lz
Verbandspräsident und Vereinsvorsitzender Bernd Schmidt (li.) freut sich über "seinen" Radsportler des Jahres Gerd-Arthur Kaluschke-Peter. Foto: lz

Gerd-Arthur Kaluschke-Peter ist Schleswig-Holsteins Radsportler des Jahres 2012.

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14. Februar 2013, 08:58 Uhr

Nortorf | Riesenerfolg für Gerd-Arthur "Kalle" Kaluschke-Peter (51) von der RSG Mittelpunkt Nortorf. Beim "Tag der Meister" des Radsportverbandes Schleswig-Holstein wurde er erstmals zum "Radsportler des Jahres 2012" gewählt. In der Gunst der Vereine des Verbandes lag der Ultra-Breitensportler schließlich vor seinen Mitkonkurrenten, dem Radwander-Duo Ursula Schuldt/Heinz Albrecht von der RG Kiel und dem Rennfahrer Gregor Hoops vom Kieler RV.

Für viele Otto-Normal-Radfahrer ist allein die Vorstellung 200 km am Stück zu fahren beinahe unvorstellbar. Für Kalle, wie ihn seine Radsportfreunde nennen, ist diese Distanz völlig normal. 18-Mal hat er im vergangenen Jahr 200er- und 300er-Touren gefahren. Diese Touren aber verkamen fast zu einer Randnotiz, denn Kaluschke-Peter trieb es im Jahr 2012 auf die Spitze. Er fuhr gleich vier 400er und drei Touren über 600 km. Diese Strecken fährt man in der Regel innerhalb von 24 Stunden, aber es ging noch extremer. In Belgien und Kanada stieg er auf den Sattel und absolvierte zwei Touren mit einer Länge von 1200 km - so genannte Super-Brevets. In Belgien war es für einen Mann wie Kaluschke-Peter eher ein "entspannter" Super-Brevet, weil er in vier Tagen mit Etappen zwischen 400 km und 200 km absolviert wurde. In Kanada waren die Anforderungen wesentlich härter, weil die Trasse durch die Rocky Mountains führte. Zwar zeigte das Kalenderblatt den Monat Juli an, aber ein Wetterumschwung ließ die Temperaturen plötzlich auf Null Grad Celsius fallen. Bedingungen, die nicht für jeden Teilnehmer zu bewältigen waren. Von 112 Startern kamen nur 62 durch. Kaluschke-Peter fuhr die 1201 km in unglaublichen 75 Stunden. Aber selbst das war dem 51-Jährigen nicht genug. Bei der Miglia1001 in Italien setzte er seinen Leistungen die Krone auf. Die geforderten 1620 km mit 22 000 Höhenmetern riss Kaluschke-Peter in 108 Stunden ab - und das im Hochsommer bei brütend heißen Temperaturen. Neben dieser Vielzahl von großen Touren hat er insgesamt an 72 Radtourenfahrten teilgenommen und wurde mit 282 RTF-Punkten und 15 148 km zum dritten Mal in Folge Landesmeister im Radtourenfahren.

Für die Nortorfer Radsportler war es ein weiterer Erfolg. Nach dem RTF-Landessieg jetzt erstmals einen "Radsportler des Jahres" in den eigenen Reihen zu haben, macht die Radler vom Mittelpunkt stolz. Diese Auszeichnungen bestärken die RSG in ihrem Engagement, denn auch in diesem Jahr wollen sie ein attraktives Programm mit vielen spannenden Rennen auf die Beine stellen.

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