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Drachenboot-Europameisterschaft : Im letzten Rennen die Silbermedaille erpaddelt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die „Nordlichter“ der FT Eintracht Rendsburg werden bei der Drachenboot-EM in Hamburg Zweiter.

Am Ende erstrahlte die Medaille für die „Nordlichter“ der FT Eintracht Rendsburg bei den Drachenboot-Europameisterschaften in Hamburg doch noch in silbernem Glanz. Nach einem dramatischen letzten Rennen über 500 m lag das Team um Mannschaftsführerin Johanna Claußen in der Addition aller Läufe ganze 0,08 Sekunden vor den „Big Girls“ aus Prag und riss den Tschechinnen schon sicher geglaubtes Silber noch aus den Händen. „Wahnsinn, einfach Wahnsinn“, freute sich eine erschöpfte Claußen nach dem Coup. Gold ging an den WSV „Am Blauen Wunder“ aus Dresden.

Bereits am ersten Wettkampftag stellten die Paddelerinnen aus Dresden ihre Ausnahmestellung unter Beweis. Im Rennen über 2000 m hatten die Ostdeutschen (11:37,31 Minuten) mehr als eine Minute Vorsprung auf die nachfolgenden „Big Girls“ (12:37,98) und die „Nordlichter“ (12:44,63). In diesem Rennen bewiesen die Rendsburgerinnen ihren Sportsgeist. Die „Big Girls“ wurden nach einem Steuerfehler an der zweiten Wende weder mit einer Zeitstrafe noch mit einer Disqualifikation belegt. „Wir haben aber auf einen Protest verzichtet“, berichtete Claußen.

Mit neuem Elan ging die Crew mit den Nationalfahrerinnen Dörte Wohlers, Claudia Oeser und Johanna Claußen am nächsten Tag an den Start zu den drei Rennen über 200 m. Die Zeit der beiden schnellsten Läufe wurden dabei addiert. Zwar lagen die „Nordlichter“ nach dem ersten Lauf noch vor den „Big Girls“, doch am Ende des Tages hatten sie einen Rückstand von 0,15 Sekunden auf das Team aus Prag.

Am letzten Wettkampftag mussten die drei Rennen über 500 m über Platz zwei und drei entscheiden, der Titel war dem WSV „Am Blauen Wunder“ bereits sicher. Doch die „Nordlichter“ hatten erst einmal eine Hiobsbotschaft zu verdauen, denn Schlagfrau Elsbeth Krabbenhöft war über Nacht erkrankt und somit eine Umstellung des Teams notwendig. Das machte sich zunähst bemerkbar, denn der erste Lauf ging mit gut einer Sekunde Vorsprung an die Pragerinnen. Der Glaube, das mit überwiegend tschechischen Nationalmannschaftsfahrerinnen gespickte Team besiegen zu können, war aber noch nicht gebrochen. Sämtliche Details wurden analysiert und vom Trainer gab es konkrete taktische Anweisungen vor dem zweiten Lauf. Die „Nordlichter“ bewiesen mentale Stärke und lagen im Ziel 0,79 Sekunden vor den „Big Girls“. Im letzten und entscheidenden Rennen lagen beide Teams Kopf an Kopf. Bis kurz vor der Siegerehrung wollten die Mädels aus Rendsburg nicht glauben, dass sie in der Addition aller Läufe 0,08 Sekunden schneller waren und die Silbermedaille gewonnen hatten. Die anschließende Freude darüber war außerordentlich groß. „Der Vizemeistertitel wurde natürlich ordentlich gefeiert“, sagte Claußen.

 

 

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