Handball : HSG Schülp/Westerrönfeld und der RTSV bündeln die Kräfte

Aus zwei mach eins: Die Handballabteilungen der HSG Schülp/Westerrönfeld und des Rendsburger TSV schließen sich zur HSG S/W/RD zusammen. Lediglich der Herrenbereich ist davon vorerst nicht betroffen. Foto: hobke
Aus zwei mach eins: Die Handballabteilungen der HSG Schülp/Westerrönfeld und des Rendsburger TSV schließen sich zur HSG S/W/RD zusammen. Lediglich der Herrenbereich ist davon vorerst nicht betroffen. Foto: hobke

Neue HSG S/W/RD geht mit 28 Mannschaften in die kommende Saison. Stärkung für den Handballstandort Rendsburg.

shz.de von
04. April 2013, 08:05 Uhr

rendsburg | Die Idee wurde vor mehr als einem Jahr geboren und nun nach intensiver Vorbereitung in eine Form gegossen: Die Handballer der HSG Schülp/Westerrönfeld und des Rendsburger TSV bündeln ihre Kräfte und schließen sich mit Beginn des 1. Mai zur HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg, kurz HSG S/W/RD, zusammen.

Während die Gründe für die Fusion beim RTSV vor allem personeller Art sind - die Anzahl der Aktiven ist mittlerweile auf 65 gesunken, so dass einige Altersklassen, vor allem im unteren Jugendbereich, gar nicht mehr besetzt werden können - freut man sich auf Seiten der HSG Schülp/Westerrönfeld, mit diesem Schritt das Problem der nicht ausreichenden Hallenkapazitäten gelöst zu haben. Denn auf der Südseite des Kanals boomt der Handball. "Uns rennen die Kinder die Bude ein. Zuletzt war es so, dass wir mit vielen Mannschaften nur auf sehr beengtem Raum trainieren konnten. Meistens mussten sich zwei Teams oder mehr eine Halle teilen", berichtet Lutz Bünger, Handball-Obmann der HSG Schülp/Westerrönfeld und Leiter der neuen HSG S/W/RD. "Nun können wir endlich die Spieler in dem Maße fördern, in dem es nötig ist." Davon profitieren auch die Nachwuchs-Handballer des RTSV, die zuletzt in Altersklassen übergreifenden Gruppen zusammengefasst wurden, um einigermaßen vernünftig trainieren zu können, ohne allerdings am Spielbetrieb teilzunehmen. "Es wird leider immer schwieriger, Kinder und Jugendliche für den Vereinssport zu gewinnen. Angesichts der demographischen Entwicklung und der sozialen Strukturen der Einwohner von Rendsburg war dieser Schritt nicht vermeidbar. Zum Glück können wir nun unsere Spieler in bestehenden Mannschaften mit gut ausgebildeten Trainern unterbringen, so dass sie nicht auch noch dem Handball verloren gehen", sagt Hans-Joachim Sommer, Abteilungsleiter des RTSV.

Rund 420 Handballer werden in der kommenden Saison in 28 Mannschaften als HSG S/W/RD antreten. "Damit dürften wir wohl zu den größten Vereinen in Schleswig-Holstein zählen", merkt Bünger an. Lediglich im Herrenbereich wird es vorerst keine Veränderungen geben. "Das sind alles eingeschworene Mannschaften, die wir nicht auseinanderreißen wollten", erklärt Bünger, der sich freut, "dass es mit der Fusion endlich geklappt hat." Der neue HSG-Leiter erhofft sich dadurch neue Impulse für den Handballstandort Rendsburg. "Vielleicht gelingt es uns durch die neue HSG ja, neue Sponsoren zu akquirieren und somit Talente aus der Region stärker an Rendsburg zu binden." Denn wirtschaftlich kann die HSG Schülp/Westerrönfeld mit anderen Oberligisten alleine kaum mithalten. "In anderen Vereinen wird in dieser Klasse schon einiges an Geld gezahlt, so dass uns immer wieder gute Spieler weggekauft werden. Wenn wir mit dem RTSV die Kräfte bündeln, haben wir ein ganz anderes Potenzial." Und so hofft Bünger, mittelfristig den Fans im Rendsburger Raum wieder Drittligahandball präsentieren zu können. "Das ist in dieser Konstellation nicht unmöglich."

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