Glück gehabt : Hohn patzt - die Konkurrenz aber auch

Handball-Oberliga der Männer: HSG nach 25:27 bei Hamburg-Barmbek weiter auf einem Abstiegsplatz.

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18. März 2013, 08:08 Uhr

hamburg | "Danke SG Wift!" Das dürften sich die Oberliga-Handballer der HSG Hohn/Elsdorf am Samstagabend gedacht haben. Trotz aller Trauer über die eigene 25:27 (11:12)-Niederlage bei der HG Hamburg-Barmbek gab es zumindest eine gute Nachricht für die Mannschaft von Trainer Thies Schmalfeld. Denn fast zeitgleich verlor auch der Mitkonkurrent um den Klassenerhalt, der MTV Herzhorn, gegen die SG Wift, sodass wenigstens der Abstand zum ersten Nichtabstiegsplatz nicht größer geworden ist.

Viel mehr Positives gab es dann aus HSG-Sicht aber nicht zu berichten, denn eigentlich war ein Sieg beim Tabellenvorletzten eingeplant, durch den die HSG die Abstiegsränge verlassen wollte. Trainer Thies Schmalfeld war nach der Pleite dementsprechend bedient und sprach Tacheles: "Es ist unfassbar, wie viele Bälle wir im Angriff verwerfen. Und damit meine ich vor allem die älteren Spieler, die Führungsspieler sein sollen und wollen!" Insbesondere fünf durch Jörg Gosch, Boris Hohnsbehn und Steffen Oeltjen verworfene Siebenmeter schlugen ihm aufs Gemüt, doch auch etliche Fehlwürfe aus dem Rückraum regten ihn auf. "Ulf Thöming braucht für seine vier Tore mindestens zwölf Versuche. Alle werfen völlig unmotiviert und spielen lieber auf Schönheit, statt sich reinzuhauen. Mit Legern und Hebern bekommt man keine Siebenmeter zugesprochen."

Nicht ein Mal führte Hohn/Elsdorf in Hamburg. "Wir hatten genug Chancen, um zu gewinnen, haben aber die Dinger nicht reingemacht", schimpfte Schmalfeld über die Offensivleistung, denn die Defensive arbeitete gut. Wieder einmal war Gerald Dobratz im Tor eine Bank und auch die Abwehr sorgte für einige Ballgewinne, die allerdings zu selten in Treffer umgemünzt werden konnten. So konnte zwar ein 6:10-Rückstand zur Pause aufgeholt werden (11:12), zu mehr reichte es aber nicht. "Wir haben einfach zu früh abgeschlossen, obwohl ich das tausend Mal angesprochen habe", motzte Schmalfeld.

Auch in der zweiten Halbzeit wurde es nicht besser. Zwar schaffte es die "zweite Garde" um Malte Asbahr, Patrick Möller und Reservist Thore Kuhrt, den 15:19-Rückstand auf 23:23 (54.) auszugleichen, doch auch sie konnten die Niederlage am Ende nicht verhindern. "Es müssen jetzt endlich Punkte geholt werden. Alle können immer nur rechnen und erzählen, aber wenn wir nicht bald mal gewinnen, steigen wir ab", richtete Schmalfeld deutliche Worte an sein Team.HSG Hohn/Elsdorf: Dobratz, Dreller - Asbahr (1), Thöming (4), Kuhrt (1), P. Möller (10/5), Oeltjen (2), Hohnsbehn (1), Küch (1), Müller (1), Petersen (1), Gosch (2), Schmalfeld (2).

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