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Es wäre so vieles möglich

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Welch ein furioser Saisonstart für den Rendsburger TSV. Allerdings ist der 5:0-Sieg zum Auftakt der Verbandsliga Nord-Ost nur die halbe Wahrheit - zumindest wenn man einen ganzheitlichen Blick auf die Lage beim Traditionsclub vom Nobiskrug wirft. Von Vereinsstruktur oder Umfeld lässt sich dabei kaum sprechen. Hinter den Funktionen Liga-Trainer, Manager, Liga- und Fußball-Obmann verbirgt sich immer derselbe Name: Christian Heider. Der 41-Jährige gibt die One-Man-Show beim RTSV. Und dass er sich trotz aller Mühen nicht um alles kümmern kann, liegt auf der Hand. Sein Fokus muss in erster Linie auf dem Sportlichen liegen, und das scheint er sehr gut hinzubekommen. Einen Unterbau findet man hingegen nur mit der Lupe. Keine der sechs Jugendmannschaften spielt oberhalb der Kreisliga und die Reserve blamierte sich am ersten Spieltag der Kreisklasse A mit sage und schreibe 0:16 gegen Gettorf II. Ob dieses Team tatsächlich den letzten Spieltag erlebt, ist arg zu bezweifeln.

Dabei wäre so vieles möglich, verfügt der Verein doch über einen potenten Geldgeber. Würde man diese Mittel einmal vernünftig einsetzen und mit einem Plan die Nachwuchsarbeit forcieren, könnte den RTSV an glorreiche Zeiten anknüpfen und nachhaltig auf eigene Talente zurückgreifen. Aber so etwas kostet nicht nur Geld, sondern auch Zeit und bedarf Geduld. Offensichtlich aber soll lieber der schnelle Erfolg her. Wenn dieser mit dem SH-Liga-Aufstieg denn tatsächlich gelingen sollte, kann man nur gratulieren. Was aber passiert, wenn die finanziellen Ressourcen versiegen? Die Antwort hat vor einem Jahr die FT Eider Büdelsdorf geliefert. Dort gingen die Lichter aus. Die einzige Herrenmannschaft spielt nun in der Kreisklasse D. Die gewann am Wochenende übrigens - allerdings kampflos, weil der Gegner nicht antrat.

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erstellt am 12.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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