Durch Wind und Regen: Siebenkampf wird zum "Neunkampf"

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02. Juli 2012, 03:59 Uhr

Reinbek | Sieben Disziplinen an zwei Wettkampftagen sind schon hart. Sofern dann auch noch Regen und Wind hinzukommen, haben die Athletinnen eines Siebenkampfes fast mehr mit den widrigen Witterungsbedingungen zu kämpfen, als gegen die Konkurrentinnen und die Tücken eines Siebenkampfes, die sich im Laufe eines Mehrkampfes immer wieder einstellen. Das bekam auch Milena Thießen (LG Rendsburg/Büdelsdorf) bei der gemeinsamen Meisterschaft von Schleswig-Holstein und Hamburg, die auch gemeinsam gewertet wurden, in Reinbek zu spüren. Mit 3912 Punkten wurde Thießen in der U20 Vierte.

"Das waren am zweiten Tag mit Wind und Regen ganz schwierige Verhältnisse und keinesfalls motivierend", meint die Büdelsdorferin, die im Vorjahr in der jüngeren Altersklasse im Siebenkampf Landesmeisterin wurde.

Der Auftakt konnte sich sehen lassen. Mit 15,56 Sekunden (769 Punkte) über 100 m Hürden war sie drittschnellste im fünfköpfigen Teilnehmerfeld. "Bis Hürde sieben lag ich vorn. Dann stimmte der Rhythmus nicht mehr. Da war mehr drin", meint Thießen. Im Hochsprung folgte dann ein "Zitterwettbewerb". Sie stieg bei 1,50 m (621 Punkte) ein, die sie im dritten Versuch übersprang. "Da hatten wir uns schon mehr ausgerechnet, zumal Milena im Training 1,60 m bewältigte", sagt LG-Trainer Johannes Rabe. Im Kugelstoßen war das Ziel, über acht Meter zu erzielen. Mit 8,16 m (410 Punkte) ist das aufgegangen. "Das ist ohnehin nicht ihre Stärke", weiß Rabe. Mit 26,99 Sekunden (713 Punkte) beendete Thießen den ersten Tag und lag mit 2513 Punkten auf Rang vier.

Diesen konnte sie halten. Im Speer warf sie 21,39 m (315 Punkte). "Eine Weite um 23 m war mein Ziel. Doch das hat nicht geklappt. Dazu war es auch zu kalt", sagt Thießen. Mit 4,80 m im Weitsprung (506 Punkte) blieb sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Regen und Nässe waren hier nicht gerade leistungsfördend. Stark war ihre Vorstellung über die 800 Meter in 2:39,57 Minuten (578 Punkte). Das war zugleich eine neue persönliche Bestleistung. "Da war mehr drin. Nach dem Lauf fühlte ich mich nicht ausgepowert. Ich hätte danach wohl noch schneller sein können", sagt Thießen, die im Vierkampf mit 2513 Punkten im Vierkampf Rang vier belegte, diese Leistung. Für ihren Trainer war die Punktzahl soweit in Ordnung. "Milena hat einige Zeit nicht trainieren können. Das macht sich schon bemerkbar. In einigen Disziplinen kann sie sich noch steigern", bilanziert Rabe.

Vom TuS Nortorf startete Fenja Döbler als W13 in der W14. Im Vierkampf kam sie mit 1649 Punkten auf Rang 14, und im Siebenkampf mit 2825 Punkten auf Platz acht.

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