DM-Bronze für Ole Hamann

Neue persönliche Bestzeit lief Milena Thießen.
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Neue persönliche Bestzeit lief Milena Thießen.

Milena Thießen mit neuer Bestzeit von 15,06 Sekunden

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24. Juli 2012, 03:59 Uhr

Mönchengladbach | Quantensprung für Ole Hamann (LG Rendsburg/Büdelsdorf). Zur Deutschen Jugendmeisterschaft der Leichtathletik (U20) im Grenzland-Stadion von Mönchengladbach war er mit einer Bestzeit von 15,00 Sekunden über 110 m Hürden angereist. Bei den nationalen Titelkämpfen drückte er seine Bestzeit dann gleich drei Mal. Im Finale sogar auf 14,50 Sekunden, und so hielt er bei der Siegerehrung strahlend die Bronzemedaille in der Hand.

"Auf eine neue Bestzeit und den Zwischenlauf vielleicht mit dem Finale hatte ich durchaus geliebäugelt", sprudelte es aus Hamann, der noch zum jüngeren Jahrgang der Altersklasse U20 gehört, förmlich heraus. Doch von der Bronzemedaille sei er völlig überrascht gewesen. Dabei profitierte er davon, dass U20-WM-Starter Sebastian Barth (LG Würm-Athletik), der seinen Zwischenlauf in 14,28 Sekunden gewann, wegen einer Verletzung im Finale nicht antreten konnte. Dennoch - Ole Hamann präsentierte sich in bester Verfassung. Bei einer Deutschen Meisterschaft, dem Saisonhöhepunkt der Jugend, gleich drei Mal Bestzeit zu laufen, ist schon außergewöhnlich. Bestzeit Nummer eins gab es im Vorlauf. Hier wurde Hamann in seinem Rennen in 14,70 Sekunden Zweiter. Eine weitere Steigerung gab es im Zwischenlauf mit 14,67 Sekunden. Das war Rang vier und bedeutete den Einzug ins Finale. "Der Lauf war technisch nicht sauber. Ich habe vier Hürden abgeräumt", sagte der LG-Athlet.

Im Finale aber konnte er diese technischen Mängel dann vermeiden und ließ alle Hürden aufrecht stehen. Das war die Grundlage für die dritte Bestzeit des Tages. Mit 14,50 Sekunden wurden die Meisterschaften für Hamann somit zu einem wahren Festival der persönlichen Rekorde. Und beinahe hätte es noch zu mehr gereicht, denn auf Silber fehlten ihm gerade einmal 1/10 Sekunde. Allerdings gilt auch festzustellen, dass zwischen Rang drei und fünf nur 4/100 Sekunden lagen. Mit klarem Vorsprung ging der Sieg an René Mählmann (LT DSHS Köln) in 13,71 Sekunden. Für Trainer Johannes Rabe fußt der Erfolg auf einer intensiven zweiwöchigen Vorbereitung. "Am Ende hat mich doch überrascht, dass Ole sich so präsentieren konnte, auch wenn wir die Hoffnung auf Platz vier bis sechs hatten. Die harten Trainingsläufe haben sich ausgezahlt", lobte Rabe seinen Schützling.

Gut schlug sich auch Milena Thießen (U20) über 100m Hürden. Sie konnte ihre bisherige Zeit von 15,17 Sekunden auf 15,06 Sekunden verbessern. Damit schied sie zwar in ihrem Vorlauf aus, doch enttäuscht war sie darüber nicht. "Schon bei den Norddeutschen in Rostock lief es bei mir bis zur siebten Hürde ganz gut. Doch dann leider nicht mehr. Das ist mir hier besser gelungen", war Thießen mit ihrer Leistung zufrieden. "Milena hat ihren Lauf sauber durchgebracht", meinte auch Trainer Rabe. Für die Büdelsdorferin, die noch dem jungen Jahrgang der U20 angehört, war die Deutsche Meisterschaft jedenfalls eine neue Erfahrung. "Das war neben einer neuen Bestzeit auch mein Ziel", befand die LG-Athletin.

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