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Rettungsschwimmen : Die Schnellsten in Deutschland

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4x25 m-Puppenstaffel der DLRG Rendsburg mit grandioser Leistung bei den Landesmeisterschaften in Pinneberg.

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2013 | 08:29 Uhr

pinneberg | Nur 90 Sekunden nachdem das Startsignal ertönte und Tom Matzen sich mit der Puppe auf dem Rücken von der Wand abstieß, schlug Mannschaftskollege Momme Herms schon wieder an. Matzen, Herms, Nils Ole Petersen und Bo Jesper Gerth legten nicht nur eine persönliche Bestzeit in der Pinneberger Schwimmhalle hin, sondern schwammen die 4x25 m-Puppenstaffel sogar so schnell wie noch keine andere Mannschaft in der Altersklasse 15/16 in Deutschland. Mit einer Zeit von 1:30,36 Minuten unterboten sie bei den Landesmeisterschaften der Rettungsschwimmer den deutschen Rekord (1:33,01) um ganze drei Sekunden. Doch die Freude hielt sich in Grenzen, da Rekorde erst auf Wettkämpfen auf Bundesebene anerkannt werden - somit müssen Herms, Petersen, Matzen und Gerth sich weiterhin geduldig zeigen. "Der neue inoffizielle deutsche Rekord in der Puppenstaffel war sicherlich der Höhepunkt der Landesmeisterschaften und hat uns einmal mehr gezeigt, welches Potenzial in den Jungs steckt. Jetzt müssen sie die Zeit auf den kommenden Deutschen Meisterschaften bestätigen, damit die Mannschaft endlich auch offiziell als die schnellste in dieser Disziplin anerkannt wird", hofft Trainerin Bianca Loy. Aber nicht nur in der Puppenstaffel überzeugten die vier, sondern auch in der 4x50 m-Rettungsstaffel, 4x50 m-Gurtretterstaffel und 4x50 m-Hindernisstaffel waren sie das Maß aller Dinge. So war den Rendsburgern der Landesmeistertitel denn auch nicht mehr zu nehmen.

In der Altersklasse 17/18 verzeichneten die Rendsburger ebenfalls einen großen Erfolg: Zwar stand bei der männlichen Mannschaft kein Deutscher Rekord am Ende zu Buche, jedoch gingen auch sie als Sieger aus der Schwimmhalle. Timo Starck, Max Heiligentahl, Jannik Gebhardt, Jeremiah Tucker und Simon Landt deklassierten die Konkurrenz und holten sich den Titel. "Der starke Zusammenhalt war neben der guten Vorbereitungsphase einer der größten Vorteile gegenüber den anderen Teams", zeigte sich Loy zufrieden.

Weitere Medaillen in der Mannschaftswertung holten Ann-Kathrin Todt, Lena Sörensen, Daniela Zimmermann, Florian Felske und Tobias Wolst. Sie belegten in der Altersklasse 12 den zweiten Platz. Vizemeister wurden auch Insa Petersen, Gina Hellmann, Aileen Böhm, Peer-Bennet Schröder und Fabian Felske in der Altersklasse 13/14.

Am ersten Wettkampftag glänzte die DLRG Rendsburg bereits in den Einzeldisziplinen mit fünfmal Edelmetall. Für die größte Überraschung sorgte die Jüngste. Daniela Zimmermann erkämpfte sich in der Altersklasse 12 den Landesmeistertitel. Für ihren Sieg war vor allem die sensationelle Leistung in der Disziplin 50 m Hindernisschwimmen (38,03 Sekunden) ausschlaggebend. Darüber hinaus sicherte sich auch Insa Petersen, die hinter Lara Morlang (Glücksburg) und Rebecca Nissen (Norderstedt) Dritte wurde, in der Altersklasse 13/14 einen Medaillenplatz.

Nicht nur in der Mannschaftswertung überzeugten die beiden Rendsburger Mannschaften in den Altersklassen 15/16 und 17/18, sondern auch in den Einzeldisziplinen war den Rendsburgern die Medaillenplätze nicht zu nehmen: Nils Ole Petersen holte Silber in der AK 15/16, Momme Herms und Tom Matzen belegten die Plätze vier und fünf. Landesmeister wurde Rene Weiss aus Glücksburg, dessen Bruder Marcel in der AK17/18 ebenfalls Gold gewann und die Rendsburger Jeremiah Tucker, Timo Starck und Lukas Schnödewind auf die nachfolgenden Plätze verwies.

In der offenen Altersklasse verfehlte Thomas Tucker nur knapp die Bronzemedaille. Unterm Strich machten 43 Punkte auf Matthias Krause aus Uetersen den Unterschied. Trotzdem entschied Tucker die 100 m Retten mit Flossen mit einer Zeit von 0:55,99 Minuten für sich und in der Disziplin 100 m Lifesaver (1:00,70) holte er Silber. "Wir sind sehr stolz auf die erbrachten Leistungen. Nicht nur die Zeiten waren bemerkenswert, sondern auch das saubere Schwimmen ohne Punktabzüge war ein sicherer Garant für uns. Zu guter Letzt rundete ein sofortiges Bestehen der Herz-Lungen-Wiederbeatmung die Landesmeisterschaften ab", fasste Bianca Loy zusammen.

Darüber hinaus empfingen die Rendsburger eine weitere erfreuliche Nachricht: Landestrainerin Janne Krüger und Teammanager Matthias Krause nominierten für das Team Schleswig-Holstein vier Athleten aus Rendsburg: Jeremiah Tucker, Nils Ole Petersen, Tom Matzen und Timo Starck dürfen vom 4. bis zum 7. Juli am Junioren Rettungspokal teilnehmen.

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