Fußball : Der Termindruck nimmt zu

Kaum vorstellbar, dass in Osterrönfeld am Wochenende Fußball gespielt werden kann. Am Mittwoch türmte sich der Schnee an einigen Stellen des Platzes noch meterhoch. Foto: Stegemann
Kaum vorstellbar, dass in Osterrönfeld am Wochenende Fußball gespielt werden kann. Am Mittwoch türmte sich der Schnee an einigen Stellen des Platzes noch meterhoch. Foto: Stegemann

Der Kreisfußball-Verband Rendsburg-Eckernförde verzichtet auf eine Generalabsage und hofft auf die Austragung vieler Partien.

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28. März 2013, 08:29 Uhr

Rendsburg | Die Liste der Bauernregeln ist lang - beinahe so lang wie die der Fußballweisheiten. In diesen Tagen ließen sich beiden Sammlungen um eine weitere Redewendung erweitern: "Ist der Sportplatz an Ostern weiß, ruft der Fußballer laut was’n Sch..." Eigentlich hatten die Amateurkicker des Landes das bevorstehende Osterwochenende als Termin für die Nachholspiele bereits rot markiert. Der Blick aus dem Fenster allerdings lässt nichts Gutes vermuten, denn ob der Ball tatsächlich rollen wird, ist doch sehr fraglich.

Im Kreis-Rendsburg-Eckernförde geben sich die Funktionsträger optimistisch und verzichten auf eine generelle Absage. "Die wird es nicht geben", bestätigt der stellvertretende Spielausschussvorsitzende Torsten Schmidt gegenüber unserer Zeitung. Die Entscheidung über Wohl (Anpfiff) oder Übel (Absage) obliegt also den Vereinen und örtlichen Behörden sowie den Schiedsrichtern, die darüber entscheiden, ob die Platzverhältnisse regulär sind oder ob die Gesundheit der Spieler gefährdet ist. "Das sind für mich die entscheidenden Kriterien. Natürlich wollen auch wir, dass endlich wieder gespielt wird. Wenn es aber nicht geht, dann geht es nicht", sagt Verbandsschiedsrichter Dajinder Pabla vom TuS Jevenstedt. Eine Ansage, die Spiele aufgrund der Terminnot auch im Zweifel anzupfeifen, habe es nicht gegeben.

Die Verhältnisse - und das macht die Situation für alle Entscheidungsträger so schwierig - sind je nach Lage des Platzes extrem unterschiedlich. In Osterrönfeld beispielsweise türmte sich am Mittwoch der Schnee noch meterhoch hinter dem Tor. "Ich bin doch sehr skeptisch, ob wir am Sonnabend bei uns spielen können", erklärt OTSV-Trainer Olaf Lehmann. Im Büdelsdorfer Eiderstadion ist noch überhaupt kein Grashalm zu erkennen und in Schacht-Audorf bedeckt der Schnee noch zu 50 Prozent den Platz. Aber von Schnee ist dabei kaum noch zu sprechen, denn durch die leichten Plusgrade am Tag und dem Frost in der Nacht verwandelte sich die weiße Pracht eher in eine Eisschicht. Und diese kann durchaus gefährlich für die Spieler werden. Wenn denn Rasen zu sehen ist, dann spürt man eine seifige Oberfläche. An dieser Stelle kommen die Platzwarte zu Wort: "Wenn unter diesen Umständen auf einem Platz gespielt wird, kann der Rasen nachhaltig beschädigt werden", erklärt Rotenhofs Platzwart Bernd Simonsen, der von Spielen auf Naturrasen an diesem Wochenende abrät.

Der Termindruck wird zunehmend größer. "Wir hoffen, dass zumindest am Ostermontag etwas geht", schreibt selbst Torsten Schmidt die Mehrzahl der Sonnabendspiele ab. Zudem scheint eine Saisonverlängerung in den Klassen unterhalb der Kreisliga wahrscheinlich. Hier besteht keine Gefahr der Überschneidung mit vorgesehenen Auf- und Abstiegsspielen im Juni.

Es bleibt augenscheinlich nur die Hoffnung auf eine Wetterbesserung. Und die Fußballer könnten dann eine weitere Bauernregel bemühen: "Ist der Schnee endlich geschmolzen, können wir wieder richtig bolzen."

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