Borchers springt zu Doppel-Gold

Schnell über die Hürden: Ann-Marie Goliasch holte sich den Titel bei der W 14.
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Schnell über die Hürden: Ann-Marie Goliasch holte sich den Titel bei der W 14.

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13. Juli 2010, 03:59 Uhr

büdelsdorf | Jan Clausen geht gegenwärtig ganz locker in seine Wettkämpfe. Während sich die drei Konkurrenten bei den Landesmeisterschaften konzentriert auf den Wettbewerb vorbereiteten, pflegte der Hochspringer von der LG Rendsburg/Büdelsdorf gemütlich einen Plausch mit den Teamkameraden im Büdelsdorfer Eiderstadion. Seine Konzentration auf diesen Wettkampf schien das nicht zu stören. Souverän gewann der B-Jugendliche mit übersprungenen 1,93 m den Titel bei den A-Junioren. Für das zweite Gold in der männlichen A-Jugend sorgte die 4 x 100 m- Staffel. Die B-Jugendlichen Fabian Philipp, Jan Clausen, Lennart Hamann und Jannes Bantje liefen im "Glutofen" Eiderstadion mit 45,04 Sekunden eine neue Bestzeit. Laura Borchers feierte im Hochsprung mit 1,66 m und im Dreisprung mit 11,23 m (jeweils Bestleistung) gar einen Doppelsieg in der A-Jugend. Weitere Titel gab es für Ann-Marie Goliasch über die 80 m-Hürden (12,49 Sek.) bei der W 14, für Darja Pivovarov (W 14) im Speerwerfen (33,63 m) und Florian Spirek (M 14) im Speerwerfen (39,39 m).

Für viele der 341 Athleten aus 58 Vereinen bedeuteten die Landesmeisterschaften noch einmal die Jagd auf die Norm für die Deutschen Meisterschaften in Ulm (6. bis 8. August). Der für diese Ausscheidungen qualifizierte Jan Clausen lässt diesen Wettkampf aus. "Dort werde ich nicht teilnehmen. Ich fahre in den Urlaub", sagt Clausen. Hinrich Brockmann, Leitender Landestrainer, bedauert diese Absage sehr. "Jan ist talentiert. Schade, dass er sich nicht für den DM-Start entschieden hat."

Jugend-DM - das war auch das Ziel von 100 m-Sprinter Jannes Bantje. 11,39 Sekunden bedeuteten für den B-Jugendlichen die Einstellung der Bestzeit und Platz 3 im Finale bei der A-Jugend. Die DM-Norm (11,30 Sek.) verfehlte er aber knapp. "Der Start war nicht gut", analysierte Bantje. Auch die 4 x 100 m-Staffel schrammte hauchdünn an der geforderten Zeit vorbei. Für Ulm fehlten Fabian Philipp, Jan Clausen, Lennart Hamann und Jannes Bantje 24/100 Sekunden. In 45,04 Sekunden ließ die Staffel der LG der Konkurrenz von Weiche-Adelby II (46,10 Sek.) aber keine Chance und wurde Landesmeister.

Bei der weiblichen Jugend A präsentierte sich Laura Borchers in guter Form. Trotz Beschwerden an der Achillessehne gewann sie - jeweils mit Bestleistungen - im Hochsprung (1,66 m) und im Dreisprung (11,23 m) den Titel. "Dass mir gleich zwei Bestleistungen gelangen, freut mich besonders. Jetzt mache ich aber erst einmal eine Pause", sagte die Rendsburgerin, die mit 5,18 m im Weitsprung zudem noch Vierte wurde. Die B-Jugendliche Milena Thießen hielt im Feld der A-Jugendlichen im 100 m-Sprint gut mit. Mit 12,96 Sekunden im Vorlauf qualifizierte sie sich für das Finale und wurde dort in 13,12 Sekunden Sechste. Im Weitsprung (5,05 m) belegte sie Platz 7.

Glänzend war die Vorstellung von Ann-Marie Goliasch (W 14) über die 80 m-Hürden. Schon im Vorlauf deutete sie mit 12,84 Sekunden an, dass der Weg zur Meisterschaft nur über sie führt. Im Endlauf untermauerte sie diese Einschätzung eindrucksvoll. Technisch sauber überlief sie die acht Hürden. Im Ziel wunderte sie sich wohl am meisten über diesen Sieg und griff sich dabei mehrfach ungläubig an den Kopf. "Dass ich gegen Levke Pleß vom TSV Schönberg so glatt gewinne, damit hatte ich nicht gerechnet", erklärte die LG-Athletin. Beide waren im Vorlauf 12,84 Sekunden gelaufen. Im Finale war Goliasch schließlich 23/100 Sekunden schneller.

Der Speerwurf-Titel von Darja Pivovarov (W 14) mit 33,63 m kommt nicht überraschend. Schon bei den Blockwettkämpfen zeigte Pivovarov, dass sie um den Einzeltitel mitwerfen kann. Ihre gute Form rundete sie mit der Vizemeisterschaft im Weitsprung mit 4,89 m ab.

Freuen durfte sich auch Speerwerfer Florian Spirek. Mit 39,39 m im letzten Versuch kam der Schüler der LG zu Titelehren, dazu wurde er Vizemeister im Diskus mit 32,41 m.

Pascal Völkl vom MTSV Hohenwestedt, nach einem USA-Aufenthalt wieder im Lande, hatte Pech. Der A-Jugendliche lief die 110 m-Hürden in 15,46 Sekunden, blieb aber titellos, da kein Meisterschaftsstandard gegeben war.

Alle Ergebnisse unter www.shlv.de.

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