Handball-Oberliga der Männer : Ausgeglichene Partie endet mit Punkteteilung

Schülp/Westerrönfeld trennt sich vom TSV Ellerbek 22:22.

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11. Februar 2013, 09:13 Uhr

Westerrönfeld | Unentschieden sind im Handball relativ selten und bislang gab es bei der HSG Schülp/Westerrönfeld in den vergangenen 16 Oberligaspielen auch immer einen Gewinner. Gestern allerdings war es so weit, gegen den TSV Ellerbek endete die umkämpfte Nachholpartie mit 22:22 (12:11).

Das Spiel lief, wie man es bei dem Ergebnis erwarten kann, sehr ausgeglichen ab. Nur zwei Mal führte der TSV Ellerbek mit drei Toren: ganz am Anfang mit 4:1 und kurz vor Schluss mit 22:19 (58.). Die restliche Spielzeit ging es munter hin und her. Mal führten die Gastgeber (12:11, 30.), mal die Gäste (15:17, 40.), häufig keiner (6:6, 15:15, 17:17, 19:19). Allein das besagte 22:19 für Ellerbek zeigt allerdings, dass die Punkteteilung ein Grund zur Freude für Westerrönfeld war, denn durch eine geschlossene Deckungsleistung und drei Tore im Angriff glich es das verloren geglaubte Spiel aus. Den ehrenvollen Titel "Matchwinnner" durfte diesmal Niklaas Seehase tragen, der in Überzahl von Außen zum Endstand traf. Überhaupt waren es im ganzen Spiel die Treffer aus der Nahwurfzone, die für die HSG erfolgreich waren. Aus dem Rückraum entschärfte der starke Gästetorwart Ball um Ball, sodass die "Wühler" wie Dennis Schrader gefragt waren. "Wir mussten für jedes Tor hart arbeiten, es ging schon richtig zur Sache", fand HSG-Trainer Gunnar Kociok. Kritik übte er an der Leistung der beiden Schiedsrichterinnen. "Leider geriet das Spiel etwas aus den Fugen, denn es war schwer, sich auf die Entscheidungen einzustellen. Ich hätte beispielsweise bei Fouls in freien Wurfsituationen häufiger mal einen Siebenmeter erwartet." Trotz 8/6 Zeitstrafen wurde aber nicht unfair gespielt, auch wenn einige Situationen Kociok mit dem Kopf schütteln ließen.

Insgesamt hat das Remis Westerrönfelds Platz in der Tabellenmitte weiter gefestigt. "Wir wollen damit zufrieden sein, dass noch ein Punkt herausgekommen ist. Das ist besser, als die Halle vor den nächsten Spielen als Verlierer zu verlassen", sagte Kociok. Sein Team spielt in den nächsten sechs Tagen zwei Mal. Zunächst geht es am Mittwoch zum Nachholspiel zum DHK Flensborg und am Sonnabend steht das Derby gegen die HSG Hohn/Elsdorf in Westerrönfeld an. HSG Schülp/Westerrönfeld: Töllner, Martensen - Hohnsbehn, Schrader (5/2), Jüschke (4), Fisch (1), Cohrt (3), Petriesas (2), Woldt (4), Seehase (1), Hennigs (2), P. Schöler, K. Schöler.

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