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Handball-Oberliga : Alt Duvenstedter reisen ohne vier nach Hürup

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der TSV geht mit großen Personalsorgen in die Partie beim Co-Aufsteiger.

shz.de von
erstellt am 24.Jan.2014 | 09:30 Uhr

Hier ist wohl ein guter Dentist gefragt. Die Oberliga-Handballer des TSV Alt Duvenstedt robben auf dem Zahnfleisch. Gleich eine Handvoll Ausfälle und Gehandicapte hat Trainer Thomas Carstensen zu beklagen. Was die Aufgabe beim Aufsteiger TSV Hürup (Sonnabend, 17 Uhr) nicht leichter werden lässt. „Wir sind der absolute Underdog“, sagt ein trotz allem entspannter Coach. Die Favoritenbürde läge beim Gastgeber.

Prekär ist die Situation auf Linksaußen aus. Beide etatmäßigen Spieler für die Position, Tim Dau und Tim Frahm, fehlen mit einem gebrochenen Daumen. Im Tor muss der TSV weiter auf den erkrankten Routinier Normen Koch verzichten. Wie lange Kreisläufer Marian Palkus seinen geliebten Sport nicht ausüben darf, steht in den Sternen. Er hat sich das Knie verdreht, wartet auf einen Termin für die MRT-Untersuchung. Der letzte im Bunde, der das Alt Duvenstedter Lazarett komplettiert, ist Matti Voß. Der Linkshänder schleppt sich mit Schulterproblemen durch die Einheiten, kann kaum vernünftig trainieren. Carstensen: „Matti wird zwar spielen können, er ist aber stark angeschlagen.“
Der Coach könnte jetzt die Jammermiene aufsetzen. Tut er aber nicht. Er glaubt an sein Team, selbst wenn die körperliche Verfassung derzeit keine Wunderdinge erwarten lässt. Die jüngsten Siege gegen Dithmarschen und Bad Schwartau hätten seine Mannschaft zusammengeschweißt. „Der Glaube an die eigene Stärke ist zurückgekehrt. Wenn wir über den Kampf zu unserem Spiel finden, haben wir auch in Hürup eine Chance“, so Carstensen. Der Gegner kann derzeit von den Erfolgen der Hinrunde nur träumen. Zuletzt kassierten die Hüruper zwei Niederlagen gegen Schwartau und Ellerbek. Im Hinspiel gegen Alt Duvenstedt überzeugten die Nordlichter noch mit einem klasse Kombinationsspiel. „Damals schwamm Hürup auf einer Erfolgswelle“, erzählt Carstensen. Er rechnet damit, dass seine Mannschaft morgen auf einen Gegner trifft, der mit Wut im Bauch in die Partie geht.

Was der TSV entgegensetzen kann, ist Erfahrung. Nach einem etwas schwächeren Spiel gegen Schwartau, erhofft sich der Trainer eine Leistungssteigerung von seinem Regisseur Christian Eichstädt: „Er weiß, dass er besser spielen kann“, so Carstensen. Auf Eichstädt wird es ankommen. Da Thomas Höpfner für das verletzte Linksaußen-Duo einspringen muss, wird der arrivierte Mittelmann ausreichend Spielzeit bekommen.

Die Alt Duvenstedter hoffen auf viele Schlachtenbummler, die sie nach Hürup begleiten. Abfahrt ist am Sonnabend um 14.45 Uhr vom Feuerwehrgerätehaus.



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