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3. Liga : 27:23-Auswärtssieg: Stolley knackt die 1000-Tore Marke

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

195 Spiele benötigte die Handballerin des TSV Owschlag für einen persönlichen Rekord.

Die Handball-Frauen des TSV Owschlag ließen beim abgeschlagenen Schlusslicht der 3. Liga nichts anbrennen. Gegen den noch sieglosen SV 63 Brandenburg-West kam die Mannschaft von Trainer Rainer Peetz zu einem ungefährdeten 27:23 (17:10)-Auswärtssieg – dem zwölften der Saison. Nach 18 Spieltagen hat der Tabellenfünfte jetzt doppelt so viele Siege wie Niederlagen auf dem Konto.

Peetz zeigte sich nach Abpfiff glücklich und entspannt: „Die Aufgabe haben wir bis auf die letzten fünfzehn Minuten sehr gut und unaufgeregt gelöst. Am Ende haben wir die Partie aber zu früh ausklingen lassen und zu viele gute Torchancen vergeben“, analysierte er. Die Basis für den Erfolg legten die Gäste in der ersten Hälfte sowie kurz nach dem Seitenwechsel. Greta Stolley erhöhte zur höchsten Owschlager Führung (38.) – 20:10. Ein Treffer, über dessen Bedeutung sie erst nach Schlusspfiff von Chefstatistiker Frank Kubat informiert wurde. Es war das 1000. Stolley-Tor für den TSV in der 3. Liga nach dem Aufstieg 2006. 195 Spiele hat sie dafür gebraucht (5,1 Tore pro Spiel). Das Besondere: Seit 2006 hat die „unverwundbare“ Stolley nur ein einziges Spiel verpasst: am 1. März 2008 bei den Berliner Füchsen.

In die Freude über das Stolley-Jubiläum und die zwei Punkte mischte sich jedoch auch Wut über das rüde Abwehrverhalten der Gastgeberinnen, die laut Peetz eine extrem aggressive Gangart an den Tag legten. Der Trainer nannte nur zwei Beispiele: Flügelspielerin Levke Rohwer bekam gleich nach ihrer Einwechselung in der ersten Hälfte die volle Härte des Tabellenletzten zu spüren, als ihre Gegenspielerin sie über die Klinge springen ließ. „Das war rotwürdig, gab aber nur eine Zeitstrafe“, so Peetz. Zudem landete eine Faust in Stolleys Gesicht. „Es gibt auch andere Möglichkeiten, sich aus der Liga zu verabschieden. Ich habe nichts gegen eine gesunde Härte, aber Brandenburg ist definitiv übers Ziel hinausgeschossen“, schimpfte Peetz, der konsequenterweise darauf verzichtete, nach Schlusspfiff den gegnerischen Mannschaftsverantwortlichen die Hand zu geben: „Der Hallensprecher hat die Atmosphäre zusätzlich vergiftet. Als Heimmannschaft müssten sie sich eigentlich schämen.“

TSV Owschlag: Fasold, Becker – Stolley (9/5), Zadow (3), Ewert (2), Peters (3), Küppers, Sievert (5), Behrend (1), K. Meenke, Trceziok (1), Steffek (1), Rohwer (2).


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