Fussball-Landesliga : Husumer SV muss zur Tormaschine

shz_plus
Husums Angreifer Hendrik Fleige (li.) hat in dieser Saison bereits sieben Mal getroffen. Er will in Hohenwestedt nachlegen.
Husums Angreifer Hendrik Fleige (li.) hat in dieser Saison bereits sieben Mal getroffen. Er will in Hohenwestedt nachlegen.

Der MTSV Hohenwestedt stellt nach dem Tabellenführer aus Husum den zweitbesten Angriff. Rantrum empfängt Eckernförde.

Exklusiv für
shz+ Nutzer

shz.de von
23. November 2018, 08:28 Uhr

Husum/Rantrum | In der Fußball-Landesliga steht der vorletzte Spieltag vor der Winterpause an. Die Weihnachtsstimmung hat aber noch keiner der beiden nordfriesischen Vertreter eingeläutet. Vielmehr wollen die Husumer SV und der TSV Rantrum auch die letzten beiden Partien des Jahres erfolgreich gestalten. Der Tabellenführer aus Husum gastiert am Sonnabend (16 Uhr) beim MTSV Hohenwestedt. Für Rantrum wäre am Sonntag (14 Uhr) ein zweiter Heimsieg in Folge gegen den Eckernförder SV ein weiterer „Big Point“ im Abstiegskampf.

MTSV Hohenwestedt – Husumer SV (Sonnabend, 16 Uhr)

17 ungeschlagene Spiele in Folge – die Husumer SV zieht an der Tabellenspitze einsam ihre Kreise. Die Suche nach einem Makel im bisherigen Saisonverlauf ist schwierig. Als solcher könnte einzig der Auftritt am vergangenen Wochenende beim TSV Friedrichsberg-Busdorf (3:3) dienen. Beim Oberliga-Absteiger verspielten die Schützlinge von Trainer Torsten Böker eine 3:0-Führung und kassierten erstmals drei Gegentore in einem Spiel.

Der Coach will die Partie aber nicht überbewerten. „Wir hatten uns das selbst zuzuschreiben, weil wir einen Gegner, der bereits mausetot war, durch unser Verhalten wieder ins Spiel gebracht haben. Dass Fehler passieren, ist menschlich. Zudem vergessen viele, dass wir eine äußerst junge Mannschaft sind. Daher ist auch so ein Spiel wichtig für unsere Weiterentwicklung. Es gehört dazu, Rückschläge wegzustecken und sich auf die nächste Aufgabe zu konzentrieren.“

Duell der besten Offensivreihen

Diese führt die HSV am Sonnabend zum Tabellenachten MTSV Hohenwestedt. Ein Spektakel scheint möglich, da bei Spielen mit Hohenwestedter Beteiligung mit fast fünf Toren im Schnitt immer was los ist. Gerade die Offensive um Top-Torjäger Thies Kochanski – mit 20 Toren ist er bester Schütze der Liga – gilt es in den Griff zu bekommen. „Beim 3:1 im Hinspiel ist uns das gut gelungen. Allerdings erwarten wir in Hohenwestedt vor einer sicherlich tollen Kulisse einen noch selbstbewussteren Gegner. Wir werden den MTSV nicht unterschätzen“, meint Böker. Das 3:3 in Friedrichsberg habe bei seiner Mannschaft die Sinne geschärft.

Personell kann Böker wieder auf Kevin Knitel und Finn Christiansen zurückgreifen. Dafür steht hinter Marvin Matthiesen (Schlag auf den Knöchel) ein Fragezeichen.

TSV Rantrum – Eckernförder SV (Sonntag, 14 Uhr)

Die Rantrumer wollen den Schwung vom vergangenen Wochenende, als sie dank einer Energieleistung in der zweiten Halbzeit noch 3:1 gegen Schlusslicht Schleswig 06 gewannen, mit in das Heimspiel gegen den Eckernförder SV nehmen. „Der Erfolg war ein Brustlöser. Wir haben mit dem Sieg Selbstvertrauen getankt, jetzt wollen wir uns fußballerisch weiter verbessern“, sagt TSV-Coach Hans Sievers, der gegen Schleswig seinen Premieren-Erfolg feierte.

Letztmals in diesem Jahr spielen die Rantrumer vor heimischer Kulisse. „Wir wollen weiter daran arbeiten, wieder die Macht vom Lagedeich zu werden“, verspricht Sievers. Die Leistungen und Ergebnisse der letzten Wochen mit nur einer Niederlage aus den letzten fünf Spielen geben Anlass zur Hoffnung, dass das gegen Eckernförde gelingen kann – auch wenn der ESV bislang eine starke Saison spielt und sich in Lauerstellung zur Tabellenspitze befinden.

Gegner mit guter Mischung

Die Mannschaft von Trainer Maik Haberlag, der den ESV vor der Saison übernommen hat und vorher im Jugendbereich von Holstein Kiel tätig war, verfügt über eine Mischung von jungen, talentierten Akteuren wie Ole Altendorf, Christopher Nommels und Leon Apitz, die unter dem neuen Coach einen Schritt nach vorne gemacht haben, aber auch Routiniers wie Jan-Ole Jürgensen, Marc Medler oder Franz Tuchen.

Sievers will sich aber nicht zu sehr auf den Gegner fokussieren. Vielmehr soll sich seine Mannschaft auf ihre eigenen Stärken besinnen. „Wir haben einen klaren Plan, wie wir Fußball spielen wollen. Daher wissen die Jungs, was ich sehen will und sind auch gewillt, das umzusetzen.“ Hinter den Einsätzen vom zuletzt formstarken Thomas Pahnke sowie den Offensivkräften Damian Krause und Thies Clausen stehen verletzungsbedingt Fragezeichen. Definitiv ausfallen wird weiterhin Thomas Grabowski.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen