Handball-SH-Liga : HSG Ohrstedt-Ostenfeld nutzt Chancen nicht

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Kreisläufer Pelle Clausen erzielt hier das erste Tor für die HSG SZOWW.
Kreisläufer Pelle Clausen erzielt hier das erste Tor für die HSG SZOWW.

Rückkehrer unterliegt Sieverstedt in seinem ersten Spiel der Saison mit 22:25 / Dritte Schlappe für Bredstedter TSV

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09. September 2019, 20:00 Uhr

Ohrstedt/Bredstedt | Der Fehlstart für Nordfrieslands SH-Liga-Handballer ist perfekt. Auch Aufsteiger HSG SZOWW ging leer aus und unterlag am 3. Spieltag dem TSV Sieverstedt mit 22:25 (9:13). Für den Bredstedter TSV gab es beim Aufsteiger HSG Holsteinische Schweiz mit 26:28 (11:16) bereits die dritte Niederlage.

HSG SZOWW – TSV Sieverstedt 22:25 (9:13). Die unfreiwillig durch den Rückzug vom VfL Bad Schwartau verlängerte Vorbereitung half dem Team des Trainergespanns Arne Jessen/Kai Flatterich nicht. „Zusammengefasst kann man sagen, dass wir in dieser Liga bestehen können. Ein Sieg war durchaus im Bereich des Möglichen, nur leider haben wir unsere gut herausgespielten Chancen nicht genutzt“, sagte Jessen. Die HSG, bei der Boris Hohnsbehn (Bronchitis) und Janne Zander (Knieverletzung) fehlten, geriet mit 3:5 und 5:9 (18.) in Rückstand, kämpfte sich aber wieder auf 8:10 (25.) heran. „Schon zu diesem Zeitpunkt konnten wir mit der Chancenverwertung nicht zufrieden sein, obwohl wir tolle Möglichkeiten kreierten“, sagte Jessen. Sieverstedt setzte sich mit cleveren Spiel über den Kreis erneut ab. „Wir haben es einfach versäumt, mal ein Unentschieden zu erzwingen. Sieverstedt hat es am Ende dann auch konzentriert heruntergespielt“, sagte Kai Flatterich. Über 15:21 (50.) zogen die Gäste davon. Auch drei Tore in Folge vom starken Ohrstedter Kreisläufer Pelle Clausen reichten am Ende nicht. „Sieverstedt hat verdient gewonnen, jedoch waren wir in Schlagdistanz und können auf dieser Leistung aufbauen“, meinte Jessen. Dabei setzt die HSG auch auf eine weitere Steigerung der neuesten Verstärkung: Der wurfgewaltige Halblinke Nico Hollmer ist aus einer Handballpause zurück und deutete sein Potenzial an.

SZOWW: Jensen, Janssen – Clausen (4), Fuchs, Kaphengst (je 3), Jacobs, Lorenzen, Schnettler (alle 2), Hansen (2/1), Hollmer, Kähler, Petersen (je 1), Sokoll (1/1), Schulte-Südhoff.

HSG Holsteinsche Schweiz – Bredstedter TSV 28:26 (16:11). Der neue BTSV-Trainer Thorsten Schella haderte mit schlechter Wurfausbeute und fehlender mentaler Stärke seiner Mannschaft: „Die Jungs sind total verunsichert und denken zu viel nach. Dass sie Handball spielen können, ist allen bewusst. Nur muss es jetzt endlich mal Klick machen.“ Schella rief nach 14 Minuten erstmals zur Auszeit. Da lag Bredstedt schon mit 2:7 hinten und hatte zwei Strafwürfe vergeben. „Wir agierten vor dem Tor zu kopflos und verkrampften zusehends. Doch auch die Auszeit brachte keine Erlösung“, sagte Schella etwas ratlos. Denn nicht nur die Offensive spielte harmlos, auch das Zusammenspiel von Abwehr und Torhütern klappte nicht. „Die HSG war nicht besser als wir. Nur konnte der Gastgeber sein Können entfalten, wobei wir durch die dahinrinnende Zeit immer mehr Druck bekamen“, analysierte Schella. 20:15 (37.), 23:18 (41.) und 27:22 (47.) lauteten die nächsten Zwischenstände, bevor die Bredstedter in ihren besten Phase auf zwei Tore verkürzten. Das 28:26 nach 54 Minuten war allerdings auch schon der Endstand.

„Uns bleibt ja nichts anderes übrig, als uns nun wieder auf den kommenden Gegner zu konzentrieren. Gegen die Tills Löwen sind wir definitiv nicht in der Favoritenrolle. Vielleicht liegt uns das besser“, hofft Schella.

BTSV: Görtzen, Hansen – B.Jordans (4), Jess, R.Jordans, Kinsky (2), Enewaldsen (2), L.Petersen (1), Kotzan (2), T.Petersen (3/2), Voigt (5), Sörensen (6), Paulsen (1).


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