Fussball : Zwei Abbruchsieger beim Children’s Cup

Elegant: Torpedos Altligakicker Rolf Knoche lässt die Olympianerin Christin Kullick ins Leere laufen.
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Elegant: Torpedos Altligakicker Rolf Knoche lässt die Olympianerin Christin Kullick ins Leere laufen.

Stefan Moiks Benefizturnier im Städtischen Stadion wird vorzeitig beendet. 500 Euro für den guten Zweck kommen zusammen.

shz.de von
10. Juni 2014, 08:00 Uhr

Den guten Zweck hat sie erfüllt, rein sportlich betrachtet war die Veranstaltung ausbaufähig. Der vierte Children’s Cup, den der unheilbar an ALS erkrankte Neumünsteraner Fußballer Stefan Moik auf die Beine gestellt hatte, musste sogar vorzeitig abgebrochen werden. Denn trotz einer Verkürzung der Spielzeit von 15 auf zwölf Minuten wurden die sechs Teams nicht pünktlich fertig. Auf Grund des nahenden Verbandsliga-Aufstiegsspiels zwischen Torpedo und dem SV Wahlstedt war nach drei Stunden „Feierabend“.

Zu diesem Zeitpunkt standen die mit Gästen verstärkte Altliga der SG Padenstedt und eine ebenfalls undefinierbar zusammengestellte Truppe des VfR mit mehreren Gastspielern punktgleich an der Tabellenspitze. Die Auswahl des 92er-Jahrgangs, die entgegen der Ursprungsplanung doch geschlossen zusammen agierte und zudem durch den Ex-VfR-Spieler Patrick Christophersen, Moiks Weggefährten Kai Paetau sowie Heinz Hildebrandt (TSV Gadeland) und Torben Studt (Gut Heil) aufgefüllt wurde, hätte zum Zeitpunkt des Abbruchs ebenfalls noch Erster werden können. Torpedos Altliga sowie die Ex-Handballer des MTSV Olympia und die Frauenfußballerinnen Olympias landeten auf den weiteren Plätzen. „Im kommenden Jahr müssen wir einiges besser machen“, zeigte sich Werner Pescher aus dem Organisationsteam selbstkritisch. Zumal es auch im D-Jugend-Feld ganz anders als geplant zuging. Von sechs gemeldeten Mannschaften waren vier nicht erschienen – weil eine entscheidende E-Mail der Veranstalter ganz offensichtlich hängen geblieben war. Zumindest bewies man im Städtischen Stadion Improvisationstalent. Denn das auf zwei Teams (Torpedo und VfR) geschrumpfte Feld wurde kurzerhand durch eine Kreisauswahl, eine Förderkreisauswahl und eine zweite VfR-Mannschaft wieder aufgebläht. Dort siegte die „Erste“ der Rasensportler.

Am Ende waren sich alle Beteiligten einig: Es war ein dickes Trostpflaster, dass der Sport im Schatten der erfreulichen Ereignisse neben den Plätzen stand. Rund 500 Euro kamen für den Bunten Kreis Nord zusammen, der Kinder im Krankenhaus unterstützt. Überdies war es Initiator Moik vergönnt, trotz der schweren Erkrankung rund eineinhalb Stunden als Zaungast vor Ort zu sein. „Es war unglaublich schön, teils langjährige Weggefährten wiederzusehen“, schrieb der 48-Jährige in einer E-Mail an den Courier und lobte die Aktiven: „Ich finde es toll, dass sich alle in den Dienst der guten Sache gestellt haben. Und nicht wenige haben auch gespendet. Es ist ein Turnier, bei dem die Spieler noch Geld mitbringen.“

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