2. Badminton-Bundesliga : Wittorf will Hotel zur Partymeile umfunktionieren

Muss am Wochenende spielen, um bei der Erstliga-Relegation startberechtigt zu sein: Wittorfs Stasa Poznanovic.
Muss am Wochenende spielen, um bei der Erstliga-Relegation startberechtigt zu sein: Wittorfs Stasa Poznanovic.

Die Neumünsteraner wollen letzte theoretische Zweifel am Gewinn des Meistertitels beseitigen.

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23. März 2018, 10:00 Uhr

Der Sekt steht schon bereit. Blau-Weiß Wittorf will sich die Meisterkrone in der 2. Badminton-Bundesliga Nord aufsetzen. Dem Spitzenreiter (35 Punkte/79:33 Spiele) genügen vor der Partie am Sonnabend (13 Uhr) beim Vorletzten STC Blau-Weiß Solingen (12/40:72) und am Sonntag (11 Uhr) beim Fünften 1. BV Mülheim II (25/62:50) vier Zähler im Matchverhältnis zum Titel. So viel zur Theorie. Nach Pluspunkten kann der Zweitplatzierte TSV Trittau II zum Ende der Punktrunde nur mit zwei 7:0-Siegen und damit sechs Pluszählern auf 35 Punkte gleichziehen. Im Klartext: Von den 14 angesetzten Matches der Blau-Weißen brauchen nur vier gewonnen zu werden. Blau-Weiß kann sich demnach sogar zwei 2:5-Niederlagen erlauben und wäre erstmals Zweitligameister. Aber wie sagte bereits der bekannte Fußballspieler und Trainer Adi Preißler: „Grau is’ im Leben alle Theorie – aber entscheidend is’ auf'm Platz.“ Trotzdem ist sich Wittorfs Team-Manager Ralf Treptau ziemlich sicher, dass das von seinem Team bewohnte Mercure-Hotel in Ratingen (bei Düsseldorf) schon morgen Abend zur Partymeile mutiert. „Wir treten schließlich nicht mit unserer zweiten Reihe an“, verrät Treptau. Wittorf hat zudem im Satzverhältnis ein Polster von 56 Sätzen gegenüber Trittau II.

Allerdings dürften die gastgebenden Klingenstädter mit scharfen Messern aufwarten. Im „Sandwich-Abstiegskampf“ liegt Solingen zwischen der SG EBT Berlin (Rang 8) und dem VfB/SC Peine (10) – alle haben zwölf Punkte. „Wir wollen uns nichts nachsagen lassen oder gar etwas verfälschen“, betont Treptau. Jedoch sind vor der Aufstiegsrelegation am 14./15. April in Markt Goldbach zwei Regularien zu beachten. Rafal Hawel und Stasa Poznanovic brauchen beide Spiele, um die geforderte Zahl von zehn Spieltagseinsätzen zu vervollständigen. Stine Küspert muss nur noch einmal mitwirken und wird, weil Lyddia Cheah nicht berücksichtigt wird, an beiden Tagen spielen.

Ein fettes Fragezeichen steht hinter Bjarne Geiss, dem Doppel-Sieger von Karviná (Tschechien) vom vergangenen Sonntag. Knieprobleme machen Neumünsters Sportler des Jahres zu schaffen. Alternativ würde Treptau auf Philipp Nebendahl zurückgreifen. Wieder mit von der Partie ist hingegen der Brite Gregory Mairs, dessen Bilanz bisher bei 21:0 im Wittorfer Dress steht. Am Sonntag erwartet Treptau in Mülheim/Ruhr ein reines Schaulaufen seiner Eleven.

Es fehlen: Schöttler (Fußverletzung), Cheah, Strehse (beide nicht berücksichtigt), eventuell Geiss (Knieprobleme). – Courier-Tipp: Wittorf siegt in Solingen mit 5:2 und in Mülheim mit 4:3. – Außerdem spielen: morgen, 14 Uhr: Hohenlimburg – Trittau II, SG EBT Berlin – Peine, Mülheim II – Horner TV; morgen, 18 Uhr: Beuel II – Refrath II; Sonntag, 11 Uhr: Peine – Beuel II, Solingen – Horner TV, Trittau II – SG EBT Berlin, Refrath II – Hohenlimburg.

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