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Handball-Kreisoberligen Mitte : Wird Wift III heute Abend Meister?

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Wittorfs „Dritte“ kann in Bordesholm die Korken knallen lassen. Großes Verletzungspech herrscht derweil in Nortorf. Wattenbek II patzt.

Die SG Wift III darf den Meistersekt kalt stellen. Die Wittorfer landeten den 13. Sieg in Serie und können im heutigen Nachholspiel beim Tabellendritten SG Bordesholm/Brügge II (20.10 Uhr, Halle am Langenheisch) bereits mit einem Remis vorzeitig den Titel in der Handball-Kreisoberliga klarmachen. Bei den Frauen leistete sich der Tabellenzweite Wattenbek II einen Fehltritt und liegt nun drei Punkte hinter dem Spitzenreiter und nächsten Gegner HSG WaBo zurück.

Kreisoberliga Frauen

HSG Kremperheide/Münsterdorf II – Bramstedter TS 21:14 (7:7). „Das Unentschieden zur Halbzeit war durchaus gerechtfertigt, aber wir wussten: Da geht noch mehr“, beschrieb BT-Torfrau Swantje Jantzen die Stimmung im Gästeteam. Doch mit dem Wiederanpfiff haperte es an der Umsetzung (14:8/40.). „Zu viele überhastete Abschlüsse und unzureichende Kommunikation nach einer Umstellung in der Abwehr“, begründete Jantzen die Schwächephase. Fünf Zeitstrafen raubten der BT schließlich alle Chancen.

Bramstedter TS (Tore in Klammern): Jantzen - Kay (2), Martiensen, Mehrens, Lapöhn, S. Maczeyzik (2), L. Maczeyzik, Schmitt, Kluge, Lücht (6/davon 2 Siebenmeter), Poggensee (1), Blume, Giesecke, Knödler (3). – Nächster Gegner: HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen IV (H/Sonntag, 20. März, 19 Uhr).

HG OKT IV – SV Tungendorf 19:16 (10:9). Von Beginn an schenkten sich beide Teams nichts, es entwickelte sich frühzeitig eine kampfbetonte Begegnung. Erst in den Schlussminuten des ersten Durchgangs kamen die Gastgeberinnen per 3:0-Lauf zur ihrer ersten Führung. Der SVT drehte den Spieß um (11:12/35.), auf Augenhöhe ging es weiter (16:16/49.). Bitter für die Gäste: Gleich zwei aus ihrer Sicht eindeutige Tore in der Endphase wurden vom Unparteiischen nicht anerkannt.

SV Tungendorf: Jüngling - Berndt (1), Le. Zastrow (1), Neumann (5), Ruzic (2), Riepen (1), Wiese (2), Henke (2), Breitkopf (2). – Nächster Gegner: HSG Eider Harde II (H/Sonntag, 20. März, 16 Uhr).

HSG WaBo – SG Kollmar/Neuendorf 24:21 (17:10). Mit rasantem Umschaltspiel überlief WaBo seine Gäste (6:2/8., 14:6/21.). Erst zehn Minuten vor dem Abpfiff begann das Team von Trainer Tim Hildebrandt überhastet abzuschließen und 100-prozentige Chancen nicht mehr zu verwerten. „So haben wir unseren Gegner nach und nach wieder aufgebaut“, sah der Coach die Gäste auf 20:23 herankommen (57.). Als Mutter des letztlich dann aber doch eingefahrenen Erfolgs galt WaBo-Torhüterin Svenja Kanopka, die fünf von neun Siebenmetern entschärfte.

HSG WaBo 2011: Kanopka - Wegner (5/2), M. Henningsen (5), Knauft (4), Kölsch, Bass, L. Henningsen, Fümel, Schultz (5/4), S. Henningsen, Harder (4), Heisch (1). – Nächster Gegner: TSV Wattenbek II (A/Sonntag, 20. März, 15 Uhr).

HSG Eider Harde II – SC Gut Heil 26:25 (14:15). GHN-Coach Ralf Metzlaff berichtete über „eine auf beiden Seiten sehr hart geführte Partie“. Damit konnten sich die Gäste zunächst besser arrangieren (4:7/12.). Erst mit fortschreitender Spieldauer kämpften sich die Einheimischen zurück. Ständige Führungswechsel ließen die Begegnung bis zuletzt nicht langweilig werden. „Letztlich ging Eider Harde II durch fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen als Sieger vom Platz“, empfand Metzlaff die denkbar knappe Niederlage als ungerechtfertigt.

SC Gut Heil: Moreau, Habermann - Ebbesen (3), Leitzke (3), Laudenbach (1), C. Seidel (4), Suhr (7), Szymkowiak (4), Hänfler (1), Nilsson (2), J. Seidel. – Nächster Gegner: HSG 91 Nortorf (H/Sonnabend, 19. März, 15.40 Uhr).

HSG Horst/Kiebitzreihe – TSV Wattenbek II 34:31 (17:13). Trotz oder vielleicht wegen der gemeinsamen Anreise von Gästeteam und -fans im Bus verschlief Wattenbek II den Start (4:0/4.). Das 5:5 (10.) vermittelte nicht wirklich Sicherheit, zur Pause legte der gastgebende Tabellendritte vier Treffer vor. „Bis dahin waren die technischen Fehler auf unserer Seite derart hoch, wie noch nie zuvor in der bisherigen Saison“, beschrieb Wattenbeks Annika Born die Probleme mit deutlichen Worten. Erst nach dem Kabinengang gestaltete ihr Team das Offensivspiel effektiver und kam auf 20:22 heran (41.). Jedoch versagte fortan die Deckung. Beim 30:22 (51.) war die Messe gelesen.

TSV Wattenbek II: Röscheisen, Rathje - Schmidt (5), Meier-Mielke (4), Ruske, Petersen (7), Schulz (8/1), Born (1), Naber (1), Moorhardt (2), Homm (1), Schoch, Kühl (1), Rademacher (1). – Nächster Gegner: HSG WaBo (H/Sonntag, 20. März, 15 Uhr).

HSG 91 Nortorf – MTV Herzhorn II 21:16 (10:6). „Das war eine der schlechtesten Leistungen unter meiner Regie“, sagte HSG-Trainer Mario Schlüter. „Wir waren gedanklich überhaupt nicht präsent und haben den Vorletzten unterschätzt“, resümierte er. Nortorf quälte sich zum 4:3 (10.), ehe Schlüters Halbzeitpredigt Wirkung zeigte (17:10/44.). Danach stellte die HSG erneut das Handballspielen ein. „Der Sieg war zwar nie in Gefahr, aber so ein Spiel möchte ich nicht noch mal begleiten“, grantelte Schlüter.

HSG 91 Nortorf: Strebelow - Albrecht (5), Wittmaack (1), Wollny, Böhmfeldt (8/5), Clausen, Franck, K. Fock (1), Hildebrandt (2), Heutmann (1), Voss (1), Reese (1), N. Fock (1). – Nächster Gegner: SC Gut Heil (A/Sonnabend, 19. März, 15.40 Uhr).

Kreisoberliga Männer

HSG Eider Harde III – SC Gut Heil 33:35 (17:19). Die Gäste legten ein 5:1 vor (7.), ehe Eider III ausglich (10:10/ 19.) und die Führung übernahm (14:13/25.). GHN beeindruckte dies nicht, beim 14:16 (27.) war alles wieder im Lot. „Wir haben uns zu keiner Zeit davon abhalten lassen, unser Programm abzuspulen“, kommentierte Gästecoach Mark Stammler vermeintlich komfortable Führungen für seine Truppe (17:22/32., 22:26/40.). Die Einheimischen nutzten aber Unkonzentriertheiten im GHN-Abschluss und waren plötzlich taktgebend (30:29/51.). Den dritten Erfolg binnen einer Woche machte Gut Heil erst mit einem Doppelpack in den letzten 60 Sekunden klar.

SC Gut Heil: Müller, Köll - Tietgen (9/7), Knapp, Thomas (5), Westphal (3), Neumann (1), Steffens (3), Woop (1), Krohn, Fleischer (13). – Nächster Gegner: HSG 91 (H/Sonnabend, 19. März, 17.30 Uhr).

TSV Alt Duvenstedt II – SG Bordesholm/Brügge II 32:38 (16:19). „Wieder einmal sind wir ersatzgeschwächt angetreten“, berichtete SGBB II-Trainer Eike Rix und bescheinigte den anwesenden Spielern einen fokussierten Auftritt: „Unser Positionsspiel war sehr effektiv. Durch einfache Kreuzungen im Rückraum und das Abräumen über die Außenbahnen haben wir die hohe Trefferanzahl erreicht – und das nahezu ohne Gegenstöße.“

SG Bordesholm/Brügge II: Möller, Nielsen - Behnfeld (9/1), Killat, Lau (7), Britschin (1), Sarau (1), Fuhrmann (6), Thielsen (9), Koch (5). – Nächster Gegner: SG Wittorf/FTN III (H/heute, 20.10 Uhr).

HSG Horst/Kiebitzreihe II – SG Wittorf/FTN III 36:39 (19:18). „Wir mussten mit dezimiertem Kader anreisen, und das enge Spiel aus dem Hinrunde sollte sich wiederholen“, schilderte Wift III-Trainer Michael Knapp das Geschehen. In einer hart umkämpften ersten Halbzeit lief der Tabellenführer ständig einem Rückstand hinterher, wie etwa beim 6:8 aus Gästesicht (12.). Es dauerte bis zur 34. Minute, ehe die Partie zu Gunsten der Wittorfer kippte. Aus einem 20:22 machten sie ein 26:22 (38.). „Unsere Routine und der überragende Thorsten Mönke, der alle elf Siebenmeter verwandelte, haben uns zum Sieg geführt“, bilanzierte Knapp.

SG Wittorf/FTN III: Hübner, Göttsche - Sievers (4), Föh, Tomaschewski (9), Doose, Schilling, Rostock, Gau (2), Mönke (15/11), Aust (6), Schmitt (3). – Nächster Gegner: SGBB II (A/heute, 20.10 Uhr).

HSG 91 Nortorf – MTV Herzhorn II 25:27 (14:12). Trotz des Schocks in der vierten Minute, als Stefan Förster nach einem Zusammenstoß mit zwei gebrochenen Rippen ausfiel, blieb die HSG 91 konzentriert (4:4/10.). „Förster fehlte uns natürlich im Rückraum“, erklärte HSG-Trainer Thies Ahlrichs, warum sein Team zunächst nur reagierte (7:8/16.). Die Nortorfer wussten sich zu steigern, lagen mit 10:8 (19.) und 21:17 (44.) vorn. Sie verpassten es aber, den Sack zuzubinden (25:25/57.). „Wir waren immer am Drücker, aber zum Schluss fehlte die Kraft“, sah Ahlrichs sein Team noch auf die Verliererstraße geraten. Er ärgerte sich über die unbeeinflussbaren Randbedingungen: „Unser Verletzungspech in dieser Saison ist unfassbar.“

HSG 91 Nortorf: Schulz - Förster (1), Rohwer, Klindt (3), Stricker (2), F. Reese (5), Hansen (1), Lang (4), Schoon, Weimann (8/1), Jahnke (1), Siebken, Rousseau, M. Reese (1). – Nächster Gegner: SC Gut Heil (A/Sonnabend, 19. März, 17.30 Uhr).

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