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Fussball-SH-Liga : „Wir wurden zur Schlachtbank geführt“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

PSV-Gegner TuS Hartenholm findet nach 0:4-Niederlage deutliche Worte, während Neumünsters „Polizisten“ mit ihrem Erfolg Platz 1 erobern.

shz.de von
erstellt am 14.Aug.2014 | 18:00 Uhr

Dieser Saisonstart ist endgültig gelungen: Der Polizei-SV Union gewann gestern Abend am vierten Spieltag der Fußball-SH-Liga mit 4:0 (2:0) gegen den bisherigen Tabellenvierten TuS Hartenholm und ist nach nun drei Siegen in Serie neuer Spitzenreiter.

Beim PSV gab es gegenüber dem 5:1 in Heide drei Veränderungen: Jan Seelow, den Trainer Patrick Nöhren zumindest bis Weihnachten als Nummer 1 auserkoren hat, verdrängte Dennis Spantig zwischen den Pfosten. Für Kai Siedschlag (zunächst nur auf der Bank) und Yannick Hamann (Urlaub) kamen Dominik Ulrich und Marinko Ruzic.

Die vor Saison als Abstiegskandidat gehandelten Gäste hatten die Experten mit zwei besonders in der Höhe überraschenden Siegen in Bordesholm (5:2) und gegen Dornbreite Lübeck (6:1) verblüfft. Von etwaiger Klasse der Segeberger war an der Stettiner Straße jedoch nichts zu spüren. Zwar begann der TuS mutig, doch der favorisierte PSV nahm das Zepter schnell in die Hand. Daraus resultierten bereits bis zum Pausenpfiff zahlreiche Großchancen, von denen zumindest zwei genutzt wurden: Mit seinem vermeintlich schwachen rechten Fuß zirkelte Mariusz Zmijak die Kugel nach einem weiten Pass von Felix Schulz in den Dreiangel (11.), ehe Patrick Fürst in gewohnt kaltschnäuziger Manier ein Ruzic-Zuspiel mit dem 2:0 vergoldete (24.). Durch Ruzic wären die „Polizisten“ beinahe schon in der achten Minute per Kopfball in Führung gegangen, doch der Kroate versiebte ebenso wie Christoph Maliszewski und zwei Mal Fürst, die eine Dreifach-Gelegenheit im Anschluss an einen Eckstoß liegen ließen (13.). Einen Maliszewski-Schuss kratzte Gästekeeper Felix Rathjen gerade noch zur Ecke (22.), ehe abermals Ruzic (27.) sowie Zmijak (44.) und Fürst (45.) eine deutlich höhere Pausenführung für die dominierende Nöhren-Elf verpassten. Auf der Gegenseite wurde Seelow vor dem Wechsel nur einmal geprüft: nach einem Distanzschuss von Aaron Meyerfeldt (42.).

Im zweiten Durchgang ging es in ähnlichem Stil weiter. Allerdings: Nachdem Fürst nur das Außennetz der Gäste anvisiert hatte (52.), wäre beinahe noch einmal Spannung aufgekommen. Doch nach einem herrlichen Flankenlauf von Hartenholms Christian Jaacks köpfte der am zweiten Pfosten blank stehende Malte Delfs am PSV-Gehäuse vorbei (53.). Nur vier Minuten darauf stand TuS-Schlussmann Rathjen wieder im Fokus, als er einen Pinkert-Kopfstoß auf Freistoßflanke von Zmijak wunderbar entschärfte. Nach einer überlegten Vorarbeit von Fürst war Rathjen kurz darauf aber wieder geschlagen: Der erneut starke Zmijak schob zum 3:0 ein (62.). Als dann auch noch Maliszewski eine von Ruzic abgelegte Zmijak-Ecke mit dem 4:0 vollendete (69.), drohte Hartenholm ein Debakel. Der PSV schien sich damit allerdings zufrieden zu geben, boten die „Ordnungshüter“ doch danach keine nennenswerte Aktion mehr. Und weil Seelow noch einen abgefälschten Freistoß von Martin Genz parierte (84.), blieb dem TuS bis zum Abpfiff von Schiedsrichter Tim Heidemann, der ein gutes SH-Liga-Debüt hinlegte, ein zählbarer Erfolg verwehrt.

„Das war fußballerisch eines unserer besten Spiele in diesem Jahr“, zollte PSV-Coach Nöhren seiner Elf großen Respekt. Er sagte weiter: „Es war eine tolle Mannschaftsleistung. Wir haben Hartenholm nicht in die Zweikämpfe kommen lassen und auch in der Höhe verdient gewonnen.“ Gästetrainer Jörg Schwarzer bilanzierte ernüchtert: „Wir wurden zur Schlachtbank geführt und waren mit dem 0:4 noch gut bedient.“

Info am Rande: Bei PSV-Neuzugang Maximilian Kost (vormals MTSV Olympia) wurde gestern „nur“ eine Bänderdehnung im Knie diagnostiziert. Ein Kreuzbandriss bestätigte sich also nicht.

PSV – TuS Hartenholm 4:0 (2:0)

Polizei-SV Union Neumünster: Seelow - Khemiri, Pinkert, Sucu, Ulrich - Schulz (46. Siedschlag), Maliszewski - Barck (74. Alioua), Ruzic (70. Tinney), Zmijak - Fürst.

TuS Hartenholm: Rathjen - Delfs, Johannsson, Käselau, Oldenburg (69. Westphal) - Aaron Meyerfeldt, Möller (46. Bruhn), Genz, Jaacks - Holz (69. Gensmer), Brumshagen.

Beste Spieler: Sucu, Maliszewski, Zmijak, Fürst - Fehlanzeige. – Schiedsrichter: Heidemann (Kronshagen). – Zuschauer: 136 zahlende. – Tore: 1:0 Zmijak (11.), 2:0 Fürst (24.), 3:0 Zmijak (62.), 4:0 Maliszewski (69.). – Nächster PSV-Gegner: NTSV Strand 08 (A/Sonnabend, 14 Uhr).


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