zur Navigation springen

Handball-Oberliga HH/SH Männer : Wifts Kaderbreite zahlt sich aus

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Neumünsteraner Viertligist siegt beim TuS Esingen dank starker Schlussphase mit 33:22.

Durch einen 12:2-Endspurt in der Schlussviertelstunde überzeugten am Sonnabendabend die Oberliga-Handballer der SG Wittorf/FTN und besiegten den TuS Esingen in Tornesch letztlich ungefährdet mit 33:22 (15:13). Wift hält den zweiten Tabellenplatz mit jetzt 30:8 Punkten weiterhin fest in seinen Händen.

Zunächst gestaltete sich die Partie zwischen dem aus der Schwalestadt kommenden ärgsten Verfolger von Ligaprimus HSV Hamburg II (37:3 Punkte) und dem Aufsteiger äußerst ausgeglichen (4:4/8.). Das lag aber nicht daran, dass sich beide Mannschaften auf dem Gipfel ihres sportlichen Könnens begegneten. „Bis zur 45. Minute war es insgesamt ein eher unansehnliches Spiel, aber dann war das Thema dank unseres starken Laufs durch“, nahm Wifts Spielertrainer Yannik Stock bei seiner Beschreibung des Geschehens kein Blatt vor den Mund. Mit schlechten Entscheidungen, einer Vielzahl von technischen Fehlern und teilweise unverständlichen Abschlussversuchen machte sich die SG Wift selbst das Leben schwer und belohnte sich nicht für eine konzentrierte Defensivleistung. Denn mit ihrem Wechselspiel aus kompakter 6:0-Deckung und verschobener 5:1-Variante gegen den einheimischen Topscorer Benedict Philippi zerstörten die „Bären“ den Spielfluss der Esinger nahezu komplett. Der Rest seines Teams verfiel in Aktionismus und rannte sich in der Wittorfer Abwehrreihe fest. Kurz nach dem Seitenwechsel verbuchten die Neumünsteraner zwar erstmals eine Vier-Tore-Führung (18:14 aus Gästesicht/35.), aber es dauerte bis zum erneuten Anschlusstreffer (21:20/45.), ehe sich der Qualitätslevel des Wift-Kaders auszahlte.

Stock ersetzte Thorben Plöhn als Regisseur und brachte mit seiner Spielweise auf der Mittelposition frischen Wind in den Angriff seiner Mannschaft. Über die volle Spielzeit versuchte der TuS Esingen, die SG Wift mit einem sehr offensiven 3:2:1-System aus dem Konzept zu bringen, was ihm in der ersten Halbzeit auch gut gelang, aber im zweiten Durchgang zusehends die Kräfte nahm. „Esingen hatte in den letzten 15 Minuten konditionell nichts mehr zuzusetzen“, beschrieb Stock, wie der Zweitplatzierte das Tempo anzog und den Gastgebern davongaloppierte. Zwölf Wift-Treffern standen bis zum Abpfiff lediglich weitere zwei gegnerische Torerfolge gegenüber. André Hoffmann, der in der letzten Viertelstunde für seinen Torwartkollegen Erik Quednau eingewechselt worden war, kaufte Esingen den Schneid ab. Neben drei Siebenmetern parierte er auch aus dem Feld nahezu jeden Ball, der auf seinen Kasten kam, und wies am Ende eine unglaubliche 70-Prozent-Quote vor.

„Wir profitieren von unserer breiten Bank und den vielen verschiedenen Spielercharakteren in unserem Team. Viele Gegner sind hinter der ersten Sieben nicht so stark besetzt, als dass sie uns über 60 Minuten Paroli bieten könnten“, beschrieb Stocks Trainerkollege bei der SG Wift, Peter Bente, den entscheidenden Unterschied und Hauptgrund für den sechsten Erfolg seiner Truppe hintereinander.

SG Wittorf/FTN (Tore in Klammern): Quednau, Hoffmann - Plöhn (5), Kobs (7 Siebenmeter), Fängler (4), Kreft (5), Schmidtke (3), Lehmann (2), Binnewies (1), Henrich, L. Bente (2), Stock (2), Haß (2).
Schiedsrichter: Hochsprung/Isler (Hamburg/Kiel). – Zuschauer: 100. – Nächster Gegner: FC St. Pauli (H/Freitag, 4. März, 20.30 Uhr).

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert