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Handball-Landesligen Mitte : Wifts Frauen auf dem richtigen Weg

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Möller-Schützlinge bezwingen Eider Harde II mit 26:21. Auch Bordesholm/Brügges Frauenteam gewinnt, während die HSG 91 ohne Siegeswillen agiert.

„Cleverness“ war bei den Männern in der Handball-Landesliga Mitte das Unwort am jüngsten Spieltag. Beide Wortführer der Vertreter des Kreishandballverbandes Neumünster beklagten, dass eben diese in den entscheidenden Situationen gefehlt hatte. Bei den Frauen hingegen verbuchten die Vertreter der Schwalestadt immerhin zwei Siege.

Landesliga Männer

HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg II – SG Bordesholm/Brügge II 29:29 (14:16). „Wir haben uns um den verdienten Sieg gebracht“, beschrieb SGBB II-Pressesprecher Hendrik Roßmann die Begegnung. An der Seitenlinie zog Co- und Torwarttrainer Arnd Tewes für den verhinderten Trainer Thorsten Meier die Fäden. Und Tewes hatte die richtige Ansprache gewählt. Denn die SGBB II war kompakt in der Abwehr, effektiv im Angriff und gab den Takt vor. Sie erarbeitete sich wechselnde Führungen von zwei bis vier Toren und nahm diese auch mit in die Kabine (16:14 aus Gästesicht). In der zweiten Hälfte bauten die Bordesholmer ihren Vorsprung auf 21:17 aus (40.) und behauptete diesen beim 26:22 aus ihrer Sicht (50.). Doch zu früh fiel der Vorhang in der Bordesholmer Vorführung. Fünf Minuten ohne Torerfolg, Nachlässigkeiten in der Deckung – und schon schlichen die Hausherren sich Tor für Tor heran. Der Ausgleich für Schülp II fiel in der letzten Minute. „Uns fehlte die Cleverness, das Ergebnis bis zum Abpfiff zu verwalten“, bilanzierte Roßmann.

SG Bordesholm/Brügge II (Tore in Klammern): Kühtz, Schrammböhmer, Sternberg - Glumm (1), Freese (2), Molzow (2), Pohl (4), Riefel (4), Roßmann, Schaumann (1), Soboll (1), Zittlau (13/davon 2 Siebenmeter), Welz (1), Röscheisen.

Nächster Gegner: THW Kiel III (H/Sonnabend, 18 Uhr).

THW Kiel III – SG Wittorf/FTN II 30:28 (14:15). Die Partie begann mit einem Vorsprung für die Gäste (3:5/7.). Doch in der Folge waren der Wittorfer Mannschaft Nebenkriegsschauplätze wichtiger. Durch zu viel Lamentieren und Gemecker waren zeitweilig nur drei Feldspieler auf dem Platz. Der THW III nutzte den Unmut seiner Gäste und die Überzahl (9:7/20.). Die Führung hielt zehn Minuten, als sich Wift II wieder auf seinen Handball konzentrierte. Bis zur Mitte der zweiten Halbzeit erarbeitete sich die SG-Reserve einen 20:17-Vorsprung (45.), versäumte es dann aber, den Sack zuzumachen. Technische Fehler und nicht verwertete Chancen luden die Kieler ein, das Spiel abermals zu drehen (30:27/55.). Doch plötzlich wechselte der Fehlerteufel zum THW III, und in den letzten fünf Minuten hatte Wift II alle Möglichkeiten. Aber die Herausforderer agierten nicht konsequent genug. „Wir haben uns erst das Leben selbst schwer gemacht, und in der Endphase fehlte uns die entscheidende Cleverness“, ärgerte sich Gästetrainer Martin Glaubitz.

SG Wittorf/FTN II (Tore in Klammern): Wegner, Mittendorfer, Hübner - Hoops (1), Glaubitz, Wilken (2), Woop, Schilling (1), Schulz-Hildebrandt, Steffen (9/6), Koop (2), Schmidtke (8), Pohl (3), Aust (2).

Nächster Gegner: TSV Altenholz II (H/Sonnabend, 17 Uhr).

Landesliga Frauen

SG Wittorf/FTN – HSG Eider Harde II 26:21 (12:10). Erneut störten lang vorgetragene Angriffe der Gäste den Spielfluss der Wittorfer Frauen. So verstanden es die Spielerinnen der neuen HSG Eider Harde II, den Anschluss zu halten (5:5/12.). Nach dem Wiederanpfiff präsentierte sich dann ein anderes Bild. Die Gastgeberinnen rührten in ihrer Abwehrreihe Beton an – besonders der Innenblock mit Julia und Nina Langowski glänzte. Ballgewinne und daraus resultierende Angriffe aus der ersten und zweiten Welle ließen die SG dominieren (15:10/34.). Jedoch konnte sie den Druck auf die HSG-Reserve nicht konstant aufrecht erhalten, die Spritzigkeit riss ab, und die Angereisten verkürzten prompt bis auf einen Treffer (16:15/42.). Anschließend besann sich Wittorf wieder auf seine Möglichkeiten und berichtigte in acht Minuten das Ergebnis (22:16/50.). „Mit zunehmender Spielpraxis geht auch unsere Entwicklung in die gewünschte Richtung“, freute sich SG-Coach Thorsten Möller.

SG Wittorf/FTN (Tore in Klammern): Voigt, Grabowski - Bermbach, Hoffmann (3), Redmer (1), Hein, Meyer, Mundt (1), Rostock (4), Goniwiecha (8), Schulz-Hildebrandt, N. Langowski (4/3), Haberland, J. Langowski (5/2).

Nächster Gegner: HSG Fockbek/Nübbel (A/Sonnabend, 17 Uhr).


SG Bordesholm/Brügge – TSV Alt Duvenstedt 22:19 (11:10). Die SGBB begann holprig. Erst über eine stabile 6:0-Deckung und Chancen durch konzentrierte Auflösehandlungen wandelte sie einen frühzeitigen Rückstand (2:5/10.) in eine eigene Führung (8:6/20.). Unter der Führung von Annkatrin Lütt und Ina-Lena Elwardt starteten die Einheimischen mit Elan in die zweite Hälfte und bauten die wacklige Pausenführung aus (16:11/40.). Das zerrte an den Kräften der Gastgeberinnen, die nicht auf eine volle Bank zurückgreifen konnten. Folglich wurde die Luft dünner (20:18/55.). Mit mehreren Paraden rettete Torhüterin Ulla Kern in der Endphase den Erfolg. „Wir haben über die gesamte Spielzeit gut gekämpft und sind sehr glücklich, die beiden Punkte geholt zu haben“, sagte SGBB-Coach Eike Rix erleichtert.

SG Bordesholm/Brügge (Tore in Klammern): Kern - Möller, Haß (2), Reinert (5/3), Petersen (1), Bruhn (3), Wurr, Miskic (1), Elwardt (5), Schwardt (1), Lütt (4).

Nächster Gegner: HSG 91 Nortorf (A/Sonntag, 15.50 Uhr).

HSG 91 Nortorf – Wellingdorfer TV 14:21 (5:8). Das Aufsteigerduell verlief ganz und gar nicht nach dem Geschmack von HSG-Coach Jochen Uhlemann. Ähnlich wie im Spiel zuvor, war der Angriff der Nortorferinnen zu harmlos, aber dafür kassierten die Einheimischen auch nur wenige Gegentreffer (3:4/17.). Folglich war nach den ersten 30 Minuten (5:8) noch gar nichts entschieden. Doch nach dem Wechsel entglitt den Frauen der HSG das Spiel zusehends (8:13/41.), und die Heimniederlage nahm immer konkretere Form an (12:18/53.). „Bei der gesamten Mannschaft geistern noch alte Verhaltensmuster im Kopf herum, die müssen wir unbedingt schnellstmöglich durch disziplinierte Trainingsarbeit und Spielpraxis ablegen“, sagte Jochen Uhlemann und fügte hinzu: „Ich habe den absoluten Willen zum Sieg vermisst. Den müssen wir allerdings mitbringen, um Erfolg zu haben. Bei jedem Spiel muss die Mannschaft brennen.“

HSG 91 Nortorf (Tore in Klammern): Schulz, Bruhn - Böhmfeldt, Wittmaack (1), Albrecht (3), Wettzel, K. Fock (2), Reese (3/3), Delfs, Clausen (2), Voß, Uhlemann (2), Stoffers, Hildebrandt (1).

Nächster Gegner: SG Bordesholm/Brügge (H/Sonntag, 15.50 Uhr).

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