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Handball-Oberliga HH/SH Männer : Wift will den Auswärtsfluch besiegen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Neumünsters Oberligist peilt beim Tabellenneunten SG Hamburg-Nord den ersten Saisonsieg in der Fremde an.

Platzt nun auch in der Fremde der Knoten? Handball-Oberligist SG Wift unternimmt heute um 18 Uhr den sechsten Anlauf, erstmals in dieser Saison ein Auswärtsspiel zu gewinnen. Die Wittorfer (16:10 Punkte) gastieren als Tabellenfünfter bei der vier Ränge schlechter postierten SG Hamburg-Nord (11:17) am Tegelsbarg.

Die magere Ausbeute von 2:8 Zählern in gegnerischen Hallen verhindert aktuell eine bessere Tabellenposition der Schwalestädter, die auswärts bislang drei Mal verloren und zwei Mal ein Remis erzielten (29:29 beim FC St. Pauli und 22:22 beim Preetzer TSV). Für die Umsetzung des erklärten Ziels, endlich mal mit zwei Punkten im Gepäck die Heimreise anzutreten, ist Wifts Spielertrainer Yannik Stock alleine verantwortlich. Denn sein gleichberechtigter Trainerpartner Michael Haß ist parallel mit der A-Jugend des THW Kiel im Einsatz. Aber auch auf der Platte wird Stock auf einige „Bären“ verzichten müssen. Neben Linkshänder Bennet Kretschmer, bei dem nach wie vor noch eine genaue Diagnose seiner Patellasehnenprobleme aussteht, fallen im Rückraum Jannek Brown, der sich jüngst beim 35:26 gegen Norderstedt an der Wurfhand verletzte, und wohl auch der erkrankte Thies-Jakob Volquardsen aus. „Insbesondere durch den Ausfall von Brown ergibt sich eine zusätzliche Baustelle, hatten wir doch gerade mit ihm an der Seite von Tim Kreft eine solide Lösung im Mittelblock gefunden“, bedauert Stock das Fehlen des vor der Saison von der HSG Eider Harde gekommenen Neuzugangs. Eine denkbare Alternative wäre die Option aus dem Hinspiel, in dem Christian Drecke neben Kreft verteidigte.

Das, was die Blau-Weißen heute in der Hansestadt erwarten wird, ist schwierig einzuschätzen. Bislang war die Saison der SG Hamburg-Nord von Ausreißern in alle Richtungen geprägt. Zuerst ging die Spielgemeinschaft aus Poppenbüttel und Sasel/Duwo mit zehn Treffern beim Aufsteiger und momentanen Tabellennachbarn HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg unter (27:37), kurz darauf erspielte sie sich gegen die aktuell drittplatzierte THW-Reserve ein 29:29-Remis, und zuletzt verlor sie beim TuS Esingen, bis dato Schlusslicht, mit 21:27. Und nicht zu vergessen: Wift feierte seinen bislang höchsten Heimsieg gegen Hamburg-Nord (38:23 im Hinspiel). „Die fehlende Konstanz macht die Hamburger kaum ausrechenbar, aber generell spielen sie zu Hause aggressiver in der Deckung und halten das Tempo länger hoch“, weiß Stock und ergänzt: „Unabhängig davon steht und fällt unser Erfolg mit der eigenen Abwehr- und Torwartleistung dahinter.“

Abzuwarten bleibt, inwiefern der jüngst vorgenommene Trainerwechsel bei den Gastgebern ins Gewicht fällt. Nach dem überraschenden Rücktritt von Martin Hug aus persönlichen Gründen zum Ende des vergangenen Jahres fand die SG Hamburg-Nord mit dem ehemaligen Bundesligaspieler Adrian Wagner (unter anderem Bad Schwartau, HSV Hamburg, THW Kiel, VfL Gummersbach) einen adäquaten Nachfolger. Wagner war zuletzt als Auswahltrainer für den Hamburger Handball-Verband tätig und soll nun die akuten Probleme am Tegelsbarg zunächst bis zum Saisonende lösen.

 

Es fehlen: Kretschmer (Beschwerden an der Patellasehne), Brown (Fingerverletzung an der Wurfhand), eventuell Volquardsen (Erkältung). – Hinspiel: Wift gewann mit 38:23. – Außerdem spielen: heute, 16.30 Uhr: MTV Herzhorn - TuS Esingen (Hinspiel 26:20); heute, 18 Uhr: THW Kiel II - TV Fischbek (29:28), HG Hamburg-Barmbek - HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg (29:27); morgen, 16 Uhr: HT Norderstedt - HSG Ostsee N/G (22:34); morgen, 17 Uhr: Preetzer TSV - FC St. Pauli (20:25), VfL Bad Schwartau II - TSV Hürup (22:31).

 

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